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WhatsApp: Ein Instant Messenger für alle

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Haben Nutzer von Mobiltelefonen über die Grenzen von Betriebssystemen und Geräte hinweg vormals per SMS schriftlich miteinander kommuniziert, so hat im Zeitalter der Smartphones die App WhatsApp der klassischen Kurzmitteilung den Rang abgelaufen: Kostenlos, da Nachrichten über die Datenverbindung geschickt werden, universell einsetzbar und plattformübergreifend, da für sämtliche wichtigen mobilen Betriebssystem verfügbar, ist die Anwendung und der Service inzwischen zur Standard- und Pflichtinstallation für Smart- und Featurephone-Besitzer avanciert.

Verbreitung und Funktionsweise

Egal ob iOS, Android, Symbian, Windows Phone, Blackberry OS oder gar Meego — WhatsApp steht für alle bereit und verbindet somit Nutzer verschiedenster Hardware und Betriebssystem miteinander. Aktuell werden über den Dienst weltweit rund 10 Milliarden Nachrichten täglich versendet.

Die zur Nutzung notwendige App für Android kann im Google Play Store kostenlos heruntergeladen werden. Nach der Installation richtet der Nutzer einen an die eigene Mobilfunknummer gebundenen Account ein; dies kann nach eigenen Wünschen benannt und mit einem Profilfoto versehen werden. WhatsApp übernimmt danach die Kontakte aus dem eigenen Telefonbuch, die ebenfalls über einen Account bei dem Service verfügen — das lästige manuelle Hinzufügen von Kommunikationspartnern entfällt, kann aber natürlich für eventuell fehlende Kontakte nachgeholt werden.

Innerhalb der App lassen sich neben Nachrichten auch Anhänge wie Videos, Bilder, Audioaufnahmen, Kontakte oder auch Positionsdaten versenden. Überdies stellt WhatsApp noch ein Unmenge von Smiley und Icons für die verspielte Kommunikation bereit. Gruppenchats sind ebenso möglich, wie eine Individualisierung der Hintergründe und der Klingeltöne der App. Außerdem kann der Chatverlauf automatisch abgespeichert und bei einer Neuinstallation (etwas umständlich) wieder hergestellt werden.

Kosten

Während WhatsApp für das iOS mit 89 Cent zu Buche, für Android ist die App kostenlos. Allerdings hatte WhatsApp schon vor geraumer Zeit angekündigt, (Android-)Nutzer des Services nach einem Jahr mit ebenfalls 89 Cent pro Jahr zur Kasse zu bitten. Bislang wurde diese Ankündigung zwar nicht nicht flächendeckend wahr gemacht, vereinzelt wurden Nutzer aber bereits aufgefordert, die Gebühr zu bezahlen. Diese Forderung ließ sich aber in zahlreichen Fällen bisher einfach ignorieren, der Service blieb weiterhin nutzbar. Dennoch ist davon auszugehen, dass Abo-Gebühren für WhatsApp in den kommenden Monaten zur Realität werden werden.

Kritik

WhatsApp ist zuletzt häufig wegen Sicherheitsmängel in den Schlagzeilen gewesen: Die Probleme reichten vom unverschlüsselten Versand der Nachrichten bis hin zur Möglichkeit, Nutzer-Accounts zu kapern. Inzwischen werden WhatsApp-Nachrichten zwar verschlüsselt versendet, dafür wird das komplette Telefonbuch jedes Nutzers weiterhin unverschlüsselt an einen US-Server gesendet und ist somit für potentielle Angreifer leicht einsehbar.

Hinzu kommt, dass die Informationspolitik von WhatsApp in Sachen Sicherheitslücken sehr dürftig ist und das Unternehmen sich mit Statements zu diesem Thema sehr zurückhält.

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