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idroid:con: Game-Controller von Snakebyte im Kurztest


30.08.2012, 08:15 Uhr

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Nachdem Kollege Amir vor zwei Wochen auf der Gamescom mit Hersteller Snakebyte gesprochen hatte, erhielten wir zahlreiche Anfragen, deren Gamepad idroid:con genauer unter die Lupe zu nehmen. Aufopfernd wie ich bin, habe ich diese schwere Bürde auf mich genommen und die letzten Tage im Büro zockend verbracht. Die Ergebnisse gibt es nun, fein verpackt, in einem Kurz-Review und Hands-On Video.

Möglichkeiten, Bluetooth-gesteuerte Game-Controller wie den der Sony PlayStation 3 mit dem Smartphone oder Tablet zu koppeln, gibt es dank findiger Programmierer schon seit geraumer Zeit. Hierzu ist aber einiges an Konfigurationsaufwand nötig, welcher den Spielspaß von vornherein ein wenig dämmt. Als Alternative hat Entwicklerstudio Snakebyte nun den ersten Controller speziell für ihr Gaming-Tablet „Snakebyte eins“ vorgestellt, der aber auch mit allen anderen Smartphones und Tablets mit Android und iOS kompatibel ist. Wie und wie gut dieser Funktioniert, seht ihr in diesem Video.


Nochmal zusammengefasst: Im Gamepad-Modus funktionierten im Test grundsätzlich die Games „Reckless Racing“, „Dead Trigger“ und „Shadowgun“, wobei nur letzteres vollständig – also auch im Menü – per Gamepad steuerbar war. Der Mouse-Modus funktionierte mit diversen Iterationen der „Angry Birds“-Games. Der Sinn dahinter ist jedoch fraglich – schließlich sind diese Spiele speziell auf die Touch-Bedienung ausgelegt.

Bei Titeln wie „GTA 3“, „Reckless Getaway“ oder „Riptide GP“ wird der Mangel an allgemeiner Unterstützung ersichtlich: Hier funktioniert zwar die Richtungssteuerung mittels Analogsticks, Aktionstasten sind jedoch nicht belegt und über das In-Game Menü nicht konfigurierbar. Eine Ausnahme der ansonsten gut funktionierenden 3D-Shooter stellt EAs „Mass Effect: Infiltrator“ dar. Der Titel versucht, sich mit einer etwas unorthodoxen Gestensteuerung vom Gros dieses Genres abzuheben. Dies sorgt für einfachere Bedienbarkeit per Touch-Eingabe, verhindert aber jegliche Steuerung mittels Game-Pad, welche dem Spiel- und Steuerungskonzept widersprechen würde.

Trotz aller Mängel und der etwas umständlichen Konfiguration sorgt Snakebytes idroid:con besonders bei 3D-Shootern definitiv für einen Zuwachs an Spielbarkeit und vor allem Spielspaß. Sollte die Unterstützung für Game-Controller im Zuge der Veröffentlichung der Spielekonsole OUYA oder des Streaming-Angebots Gaikai steigen oder gar von Google selbst vereinheitlicht werden, steht dem Siegeszug von Tablets und Smartphones als Konsolenersatz nichts mehr im Wege.

Hattet ihr den idroid:con schon selbst in Händen? Sollte dem so sein, könnt ihr uns noch weitere gut unterstützte Games nennen? Über Vorschläge freut sich der Kommentarbereich!

Mehr Infos: Snakebyte Europa

>> Snakebyte idroid:con kaufen: Amazon

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    [...] entsprechend für Vielspieler ausgelegte Hardware gibt. Von Bluetooth-Controllern wie Gametel und idroid:con über Smartphones wie dem Sony Ericsson Xperia Play bis hin zu Tablets wie dem WikiPad oder eben [...]

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