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Samsung Galaxy Camera im Test: Das Kamera-Experiment unter der Lupe


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Dass Samsung Mut zum Experiment besitzt, haben die Koreaner bereits mit ihrer Note-Reihe bewiesen. Nun versucht der Smartphone-Primus mit einem Hybriden die Brücke zwischen hochwertiger Digitalkamera und potentem Smartphone zu schlagen. Ob der Spagat gelingt oder die Samsung Galaxy Camera zu sehr zwischen den Stühlen sitzt, zeigt unser Test.

Mut zum Experiment sollte man eigentlich immer honorieren und so startete die Samsung Galaxy Camera durchaus auch mit einem Sympathiebonus ob der an sich coolen Idee in unseren Test. Samsungs Versuch, eine leistungsfähige Kamera mit einem starken Prozessor und der neuesten Android-Version zu verpaaren, muss allerdings das Wohlwollen mit guten Praxisleistungen kombinieren, um im androidnext-Test bestehen zu können. Ob das geklappt hat, verraten wir gegen Ende; aber alles schön der Reihe nach:

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Verarbeitung und Optik: Weißer Plastik-Look mit Retro-Touch

Was die Äußerlichkeiten betrifft, macht die Galaxy Camera nichts verkehrt: Das Gerät liegt angenehm in der Hand, lässt sich gut bedienen (wozu man allerdings schon beide Hände benötigt) und trotz des Plastikgehäuses hat man das Gefühl, ein hochwertiges Stück Technik in den Händen zu halten. An unserem Testgerät wackelte nichts, es gab keine Unreinheiten oder Kratzer, alles wirkte solide verbaut – so muss es sein.

Mit 300 Gramm Gewicht ist die Galaxy Cam zwar nicht gerade ein Leichtgewicht, vor allem, wenn man das Fotografieren mit leichten, dünnen Smartphones gewohnt ist, allerdings fällt das bei der Benutzung nicht negativ auf. Im Gegenteil – durch die subtile Schwere hat man das Gefühl, ein wertiges Produkt herumzutragen. Ein wenig klobig, um nicht zu sagen „dick“ wirkt das Gerät allerdings doch, einen Designpreis wird die Galaxy Camera wohl nicht gewinnen und die (im Falle unseres Testgeräts) weiße Plastikoptik dürfte auch nicht jedem gefallen. Die Optik gibt also keinen Grund sich zu beschweren, Anlass zur Begeisterung bietet sie allerdings auch nicht. Gut gefallen hat mir designtechnisch der Blitz, welcher sich per Knopfdruck an der linken Seite ausfahren lässt und mit lustigem Klick nach oben springt. Keine elementare Sache, welcher der Kamera aber optisch einen sympathischen Retro-Bonus verschafft.

Handling und Usability: Übersicht mit Fummel-Faktor

Die tatsächliche Bedienung der smarten Kamera geht gut von der Hand: Auf der Oberseite findet man zentral den Ein/Aus-Schalter und rechts daneben den Auslöser, inklusive eines Zoom-Reglers, welcher innerhalb des User-Interfaces auch als Lautstärkeregler zum Einsatz kommt. Die linke Seite beherbergt den genannten Knopf zum Ausfahren des Blitzes und darunter den Lautsprecher. Auf der rechten Seite der Galaxy Camera findet man von oben nach unten den Kopfhörerausgang, den micro-USB-Anschluss und eine Öse zur Befestigung eines Handgelenkbandes, von denen im Lieferumfang auch direkt eines beiliegt.

Auf der Unterseite verbirgt schließlich eine Klappe den micro-SD-Karten-Slot, micro-SIM-Einschub, den micro-HDMI-Ausgang und den Akku. Für Leute mit klobigen Fingern, schlechter Feinmotorik oder kurzen Fingernägeln kann das Öffnen der entsprechenden Klappen allerdings zur Geduldsprobe werden, ein wenig Fummelei ist da schon notwendig. Gerade unter Zeitdruck kann das schnell lästig werden. Im Großen und Ganzen sind die physischen Bedienkomponenten sinnvoll und übersichtlich platziert. Alles ist selbsterklärend und man muss nicht in eine Bedienungsanleitung schauen — eine Minute das Gerät in der Hand, schon hat man raus, was wo hinkommt und welcher Knopf was auslöst.

Display der Galaxy Camera: Gewohnte Samsung-Farbenpracht

Der Löwenanteil der Bedienung läuft ohnehin über das 4,8 Zoll-Super-Clear-LCD Touchdisplay, welches die Rückseite der Galaxy Camera komplett einnimmt. Das löst mit 1280 x 720 Pixeln in HD gestochen scharf auf und ist, wie man das von Displays in Samsung-Produkten gewohnt ist, vor allem in puncto Farbe eine Augenweide. Die knalligen Farben und auch die Displaygröße machen das Ansehen von Bildern auf dem Gerät zum wahren Vergnügen, lassen allerdings die Fotos fast schon ein wenig zu gut aussehen. Betrachtet man seine Aufnahmen später am PC oder auf anderen Bildschirmen, denkt man mitunter: „Sah auf der Kamera aber besser aus!“ — das kann eigentlich auch nicht Sinn der Sache sein.

Software und Performance: Kraftvolle Samsung Galaxy Camera

Kommen wir zum Alleinstellungsmerkmal der Samsung Galaxy Camera und der Komponente, die wohl am ehesten ein Kaufanreiz für dieses Gerät sein wird: Das Android-OS. Auf der Galaxy Camera lief während des Testzeitraums Android 4.1.1, kurz darauf hat Samsung angefangen, ein Update auf Android 4.1.2 zu verteilen.

Wer bereits ein Android-Smartphone sein Eigen nennt, wird sich in der Benutzeroberfläche gleich zurechtfinden. Einziger Unterschied zu einem Smartphone-UI: Ein Kamera-Shortcut in der linken oberen Ecke. Vorinstalliert sind mit Instagram und Dropbox praktischerweise zwei Apps, die im Einsatz der Galaxy Camera ohnehin bei vielen Usern zum Einsatz kommen werden, die Aktivierung der Kamera bringt rund 48 GB Bonus-Speicher bei Dropbox. Zur Bearbeitung von Aufnahmen sind außerdem die Samsung-Apps Foto-Assistent, Paper Artist und Video-Editor installiert. Was die Performance angeht, kann man sich ebenfalls nicht beschweren: Der 1,4 Gigahertz Samsung Exynos Quad-Core mit 1 GB Arbeitsspeicher sorgt dafür, dass alles größtenteils flüssig läuft und auch aufwändige Spiele wie etwa Grand Theft Auto 3 sich problemlos ausführen lassen – wenn man das denn möchte. Mag es ab und zu in der Menüführung den einen oder anderen winzigen Ruckler geben – in der Praxis hat mich das nicht gestört.

Der Android-Faktor

Inwiefern verbessert das Android-OS jetzt also das Nutzererlebnis mit der Galaxy Camera? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Zunächst einmal: Wer gerne direkt auf der Kamera mit seinen Aufnahmen herumspielt, der wird mit diesem Gerät seine helle Freude haben. Nicht nur die bereits installierte App Paper-Artist bietet eine Menge Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung, auch Android-Apps wie Color Splash Effect oder Colorizer Effect können natürlich auf der Kamera eingesetzt werden. Im Grunde sind der spielerischen Bearbeitung so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Auch die Anbindung an Dienste wie Dropbox funktioniert zuverlässig. Wer nicht gerne mit Kabeln hantiert, kann also darauf verzichten, um seine Bilder von der Kamera zu übertragen. Einfach Bilder über Dropbox automatisch hochladen lassen und am PC bei Bedarf wieder herunterziehen. Natürlich lassen sich die Bilder auch per Mail über die Kamera verschicken. Auch Fotos direkt bei Facebook, Twitter oder Google+ zu veröffentlichen, ist kein Problem, wenn man sich die Zugänge einmal eingerichtet hat.

Wer also im Umgang mit der Bedienung direkt am Gerät versiert ist und gerne per Touch seine Bilder bearbeitet, dem bietet die Kamera gerade durch das App-Angebot des Play Stores eine Menge Möglichkeiten. Wer das alles allerdings lieber am PC und an einem großen Bildschirm macht, wird im Android-Angebot relativ wenig finden, was Photoshop nicht auch kann – ob die Android-Plattform hier tatsächlich so viel Mehrwert bietet, würde ich anzweifeln.

Wenn man mal von Bilder-Funktionen absieht, kann man auf der Galaxy Camera im Grunde alles machen, was man auf dem Android-Smartphone auch tun kann — also Mails lesen, surfen, Musik hören und so weiter. Die Frage ist nur, ob es viele Nutzer gibt, die das auch tatsächlich tun wollen. Ich hatte im Test wenig Lust, die Galaxy Camera zum Surfen oder Spielen zu nutzen, dazu liegt das Gerät für diese Zwecke einfach nicht gut genug in den Händen, ist zu klobig und das Objektiv verhindert, dass man es vernünftig mit der Displayseite nach oben ablegen kann. Eines geht mit dem Hybrid aus Digitalkamera und Smartphone allerdings nicht: Telefonieren. Und man darf sich schon fragen, warum — ist die grundlegende Ausstattung (Lautsprecher, Mikrofon, Mobilfunk) doch vorhanden.

Allerdings lassen sich mit der Galaxy Camera über den Umweg eines Skype-Installation oder der Nutzung von Google Talk dann doch Telefonate führen — natürlich nicht über das Mobilfunknetz, sondern über die Datenverbindung. In meinen Feldversuchen klappte das dafür, vor allem in Verbindung mit der Nutzung eines Headsets, durchaus gut.

Zurück zur Fotografie: Die Galaxy Camera bietet eine Bildauflösung von 16 Megapixel, einen beeindruckenden 21-fachen optischen Zoom und dem Nutzer grundsätzlich drei Hauptmodi zur Fotografie an: Im Automodus wählt die Kamera automatisch die idealen Parameter für eine optimale Aufnahme, weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es hier nicht. Über den intelligenten Modus lassen sich dann allerdings eine Menge Voreinstellungen für alle möglichen Situationen finden: Landschaftsmodus, Nachtmodus, Serienaufnahme oder Porträt-Filter – hier bleiben so gut wie keine Wünsche offen. Besonders gut gefallen hat mir der Panorama-Modus, mit dem sich 8 Einzelbilder zu einem großen Panoramabild aneinanderreihen lassen, was in der Ausführung unkompliziert und im Ergebnis gut gelingt. Sicher auch die Funktion, die bei umstehenden Personen die meisten „Boah, das ist schon cool“-Sprüche ausgelöst hat.

Wahre Foto-Füchse haben schließlich noch den Expertenmodus zur Auswahl, in dem sich mit ISO, Blende und Belichtungsdauer alle Aufnahmeparameter händisch einstellen lassen. Die Auswahl der verschiedenen Modi ist dabei unkompliziert und schnell verinnerlicht. Hat man gewählt, muss der Auslöser leicht gedrückt werden um Bilder scharfzustellen, zum Auslösen muss der Knopf durchgedrückt werden. Die Kamera reagiert dabei flott, präzise und das Gerät liegt gut in der Hand, so dass sich schnell auf Foto-Gelegenheiten reagieren lässt.

Ich bin kein Profifotograf – ob die Bildqualität dieses Kamera-Modells höheren Ansprüchen gerecht wird, können andere vermutlich besser beurteilen. So habe ich während des Tests die Galaxy Camera als klassische „Point & Shoot-Kamera“ verwendet, wie es wohl die meisten Nutzern dieses Gerätes größtenteils tun dürften. Profis werden gewiss mit den entsprechenden Kenntnissen und Einstellungsmöglichkeiten im Expertenmodus noch so manches optimieren können, bei mir lief die Kamera hauptsächlich im Automodus.

Rein qualitativ hat mir bei den Aufnahmen vor allem die hohe Farbtreue gefallen. Stimmen die Lichtverhältnisse, überzeugen die Aufnahmen auch durch ihre Schärfe. Ist die Beleuchtung allerdings suboptimal, stellt sich gerade bei Nachtaufnahmen schnell ein nicht zu übersehendes Rauschen ein. Auch wenn der leistungsstarke optische Zoom in hohem Maße ausgeschöpft wird, ist ein Bildrauschen nicht zu übersehen. Klar übertrumpft die Bildqualität der Galaxy Camera die fotografischen Leistungen aktueller Smartphones – das ist für ein derartiges Gerät aber auch Pflicht. Anlass zur Begeisterung bietet die Bildqualität, die man mit der Kamera erreicht, allerdings nicht. Wer die totale Qualitätsekstase sucht, der wird sich anderweitig umsehen müssen, im Bereich der DSLRs — bei denen günstige Exemplare auch nicht mehr kosten als die Samsung Galaxy Camera.

Videos kann man mit der Galaxy Camera ebenfalls filmen und das ganz zeitgemäß in Full-HD, also 1080p bei 30 Frames pro Sekunde. Hierbei das imposanteste Schmankerl: Reduziert man die Auflösung auf 768 x 512 Pixel, kann man 120 Bilder pro Sekunde filmen, was Aufnahmen in Zeitlupe ermöglicht. Eine tolle Spielerei und ein Extra, welches viel Unterhaltungswert besitzt!


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Ausstattung und Konnektivität der Galaxy Camera

Was die Konnektivität betrifft, schöpft die Samsung Galaxy Camera aus dem Vollen: Die Übertragung von Bildern auf andere Endgeräte oder ins Netz funktioniert über WLAN, UMTS oder Bluetooth 4.0. Samsung bietet außerdem mehrere Möglichkeiten, Bilder auch für andere Geräte freizugeben, wahlweise über DLNA, Wifi-Direct oder AllShare Cast. Für die lokale Speicherung von Fotos und Filmen hat die Galaxy Cam 8 GB internen Speicher verbaut, von dem aber letztlich nur knapp die Hälfte für Aufnahmen zur Verfügung steht, der Rest ist bereits von OS und Apps belegt. Zusätzlich lässt sich der Speicher per micro SD-Steckplatz auf 64 GB erweitern. Mag jetzt vielleicht etwas altmodisch wirken, aber ich hätte einen regulären SD-Slot sehr begrüßt, da die Speicherkarten sehr günstig und vielseitig kompatibel sind. Leuten, die viel knipsen und sich vielleicht keine noch teurere 64 GB micro SD-Karte leisten wollen, würde das zu Gute kommen, gerade auf langen Reisen, bei denen man nicht die Möglichkeit hat, die Bilderflut online anderweitig abzuladen. Aber das ist wohl Jammern auf hohem Niveau, denn in Sachen Vernetzung bietet kaum eine andere Kamera so viele Möglichkeiten, Bilder zu speichern oder direkt weiter zu verbreiten, wie die Galaxy Camera.

Im Testeinsatz hatte ich hinsichtlich der Akkulaufzeit keinen triftigen Grund zur Beschwerde. Durch den von Haus aus eingestellten Stand-By-Modus, der die Kamera nach einer Stunde in den Tiefschlaf legt, und von dem sie sich auch innerhalb weniger Sekunden wieder erwecken lässt, kann man das Gerät auch etliche Tage im Einsatz haben, ohne dass ein Aufladen nötig wird. So hatte ich die Galaxy Cam drei Tage lang in Gebrauch, danach war der Akku immer noch zum einem guten Drittel voll. Wer sich zwei Wochen ohne Stromanschluss durch den Urwald schlägt, dem dürfte die durchschnittliche Akkulaufzeit ein Dorn im Auge sein, im Alltagsgebrauch sehe ich in dieser Hinsicht aber keine Probleme — vor allem, wenn man ein wenig an Parametern wie Displayhelligkeit schraubt oder die einstellbare Option nutzt, dass bei ausgeschaltetem Display Netzwerk- und Datenverbindung gekappt werden.

Fazit zur Samsung Galaxy Camera: An der Realität vorbeikonzeptioniert

Die Samsung Galaxy Camera hinterlässt mich in Sachen finaler Bewertung schon in einem Zwiespalt: Denn eigentlich hat mir der Einsatz des Gerätes durchaus Spaß gemacht. Die vielen Möglichkeiten zur Bildbearbeitung, die unterschiedlichen Foto-Modi (besonders die Panorama-Funktion) und die Anbindung an Dienste wie Dropbox oder Instagram funktionieren gut und sorgen bei verspielten Laienfotografen für viel Vergnügen. Auch einen wesentlichen Negativpunkt, also etwas, was mich wirklich massiv gestört hat, konnte ich während meines Tests nicht ausmachen.

Trotzdem muss ich die Frage, ob ich mir dieses Gerät kaufen würde, mit „nein“ beantworten. Letztlich bereitet mir die Samsung Galaxy Camera ein konzeptionelles Kopfzerbrechen, denn ich kann beim besten Willen nicht sagen, für wen dieses Gerät eigentlich gemacht ist. Wohl kaum für ehrgeizige semiprofessionelle Fotografen, denn die dürften sich an der eher durchschnittlichen Bildqualität stören und stattdessen zu einer echten Spiegelreflexkamera greifen, zumal Einsteigermodelle schon zu ähnlichen Preisen wie die Galaxy Cam zu bekommen sind.

Ist Samsungs Konzeptversuch also etwas für die verspielten Instagram-Schnellknipser, denen es vor allem um die Konnektivität und das Potenzial des Android-OS geht? Dagegen spricht allein schon der Preis des Geräts. Zumal in puncto mobiler Nutzung noch ein weiterer Punkt zum Tragen kommt: Der Austausch von Fotos über das mobile Internet verursacht enormen Datentraffic. Die Kamera löst schließlich mit bis zu 16,3 Megapixeln auf und entsprechend groß sind die einzelnen Bild-Dateien: 4 bis 5 MB pro Aufnahme. Wer dann auch noch auf die Idee kommt, in HD aufgezeichnete Videos per Sofort-Upload online zu stellen, dessen Datenvolumen dürfte sehr schnell aufgezehrt sein. Ein Grund, warum beispielsweise der theoretisch praktische Sofort-Upload zum Dropbox-Account bei den meisten Nutzern schnell auf die „Nur bei WLAN“-Option gestellt bleiben dürfte.

Samsung hat bei der Galaxy Camera ironischerweise etwas zu progressiv gedacht und damit an der Realität vorbeikonzeptioniert. Was sich grundsätzlich praktisch anhört, scheitert in der Anwendung an der schnöden Realität. Das Konzept würde erst wirklich Sinn in einer Welt machen, in der großflächig LTE-Anbindung (die das aktuell erhältliche Modell der Galaxy Cam ohnehin nicht bietet) und weitaus höhere Datenvolumina in Mobilfunkverträgen zur Verfügung stehen. Aber in der leben wir Anfang 2013 nun einmal leider, zumindest in Deutschland, noch nicht. Trotzdem wird das Konzept „Digitalkamera plus potenter Prozessor plus hochkompatibles OS“ aber Schule machen, davon bin ich überzeugt. Die Samsung Galaxy Camera sitzt aber in der tatsächlichen Anwendung einfach zu sehr zwischen den Stühlen und ist am Ende deswegen wohl nur etwas für verspielte, zahlungskräftige Gadget-Geeks, die sich an dem grundlegenden Next-Generation-Konzept erfreuen können. Wer pragmatischer orientiert ist, der wird sich auch momentan noch zwischen Qualität (Spiegelreflex) oder unproblematischer Konnektivität (Smartphone) entscheiden müssen.

Unsere Wertung zur Samsung Galaxy Camera

  • Display: 4/5
  • Verarbeitung und Optik: 3/5
  • Handling und Usability: 4/5
  • Fotoqualität: 3/5
  • Android-Faktor: 3/5
  • Software und Performance: 4/5
  • Ausstattung und Konnektivität: 5/5

Gesamt: 3,7/5

Pro

  • Innovatives Konzept
  • Zahlreiche Möglichkeiten zur Bildspeicherung und umfassende Konnektivität
  • Direkte Anbindung an soziale Netzwerke

Contra

  • Fotos nicht auf hochprofessionellem Niveau
  • Hoher Preis
  • Unterdurchschnittlicher Akku

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