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Pong Case: Smartphone-Hülle mit integrierter Antenne im Hands-On & Kurztest [IFA 2012]


12.09.2012, 12:02 Uhr

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Die andauernde Diskussion um die Gefährlichkeit von Handy-Strahlung konnte bislang zu keinem endgültigen Ergebnis gebracht werden. Die Firma Pong wollte ein eindeutiges Ergebnis der Forschung nicht abwarten und hat prophylaktisch ein Smartphone-Case herausgebracht, das dank einer eingearbeiteten Antenne die Strahlung vom Kopf des Benutzers fernhalten soll. Wir haben uns das Pong Case auf der IFA angesehen und danach noch ein paar Tage etwas genauer getestet.

Ob Mobilfunkstrahlen nun gefährlich sind oder nicht, werden wir an dieser Stelle sicherlich nicht klären können, aber wir können allen, die sich um das Thema Sorgen machen, ein interessantes Produkt vorstellen, das wir auf der IFA entdeckt haben. Die Firma Pong Research hat schon seit einiger Zeit Cases für iDevices im Angebot, die über eine eingearbeitete Antenne verfügen. Nun sind diese Cases auch für die ersten Android-Smartphones – genauer: für das Samsung Galaxy S2 und das Galaxy Nexus – erhältlich. Letzteres haben wir uns etwas näher angesehen:


Ein Smartphone-Case, in das eine zusätzliche Antenne eingearbeitet wurde, hat mehrere positive Auswirkungen. Zum einen bündelt die Antenne das ankommende Signal und hält es so vom Kopf des Nutzers fern. Zum anderen wird das Signal verstärkt, da die Antenne im Case größer ist, als die im Smartphone verbaute. Dadurch muss das Gerät bei schwachem Signal weniger zwischen den Netzen hin- und herspringen, was sich wiederum positiv auf den Akkuverbrauch auswirkt. So zumindest die Theorie.

Leider verfügen wir nicht über teures und hochempfindliches Test-Equipment, das nötig wäre um die Strahlenwerte mit und ohne das Pong Case zu ermitteln. Hier müssen wir uns also auf externe Ergebnisse verlassen. Die Kollegen von Wired haben dagegen keine Kosten und Mühen gescheut und das Pong Case für das iPad in einem Labor ausführlich getestet. Das Ergebnis: Das Pong Case konnte gut 66 Prozent der elektromagnetischen Strahlung vom simulierten Kopf fernhalten.

In unserem Kurztest mit dem Pong Case konnten wir die eingehende Strahlung nicht testen und auch der Effekt auf die Signalstärke war zwar messbar, aber nicht besonders groß. Was jedoch im Praxistest spürbar war, war die leicht gestiegene Akkulaufzeit, auch wenn sich diese im einstelligen Prozentbereich liegen dürfte.

Das Pong Case ist zudem wirklich sehr gut verarbeitet und sitzt bombenfest am Gerät. So fest, dass es tatsächlich ziemlich schwierig ist, es wieder davon zu lösen. Entsprechend muss man sich also keine Sorgen machen, dass sich das Case mal aus Versehen vom Smartphone lösen könnte. Die Oberfläche des Case besteht aus einer Soft Touch-Oberfläche, die sehr griffig ist. Für das Samsung Galaxy S2 gibt es das Case außerdem in Leder-Optik mit drei verschiedenen Farben. Momentan wird bei Pong zudem daran gearbeitet, das Pong Case auch noch für weitere Android-Smartphones und -Tablets anzubieten.

Die derzeitigen Preise von knapp 60 Euro für das Galaxy Nexus-Case und knapp 70 Euro für die SGS2-Cases sind zwar, verglichen mit anderen Cases, relativ hoch, diese bieten dafür aber auch nicht so viel Schutz. Was haltet ihr von dem Pong Case? Wäre euch der Schutz vor Mobilfunkstrahlung das Geld wert? Und für welche Modelle würdet ihr euch das Case noch wünschen?

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