Artikel empfehlen

Motorola RAZR i im Test: Mittelklasse-Smartphone mit „Intel Inside“


14.11.2012, 10:27 Uhr

motorola-razr-i-review

In der Vergangenheit konnten die Smartphones von Motorola oft nicht vollständig überzeugen. Wenn ein Gerät doch mal interessante Hardware beinhaltete, wurde dies durch weniger gute Herstelleroberflächen wieder zunichte gemacht. Ob sich mit dem Motorola RAZR i, dem ersten in Deutschland erhältlichen Smartphone mit Intels Atom-Prozessor und „Medfield“-Kern, etwas grundlegend geändert hat, klären wir in unserem Testbericht.

Die Strategie des in den USA beheimateten Unternehmen Motorola Mobility war bisher hauptsächlich auf den amerikanischen Markt ausgerichtet – das hatte zur Folge, dass in der Vergangenheit der Rest der Welt ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde, was den Nachschub an Geräten anging. Nicht nur sind viele spannende Geräte lediglich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erschienen, so etwa der Tastaturslider Droid 4 oder die Smartwatch MOTOACTV, auch was die Update-Politik anging, schien sich bisher bei Motorola niemand so recht für Europa verantwortlich zu fühlen. Als ersten Anzeichen für eine Änderung diese Produktpolitik sendet Motorola das RAZR i in die alte Welt, das die Erwartungen – so viel sei vorweg verraten – tatsächlich nicht enttäuscht.

Das Testgerät wurde uns von Sparhandy.de zur Verfügung gestellt, bei denen wir uns dafür herzlich bedanken möchten. Muito obrigado!

Motorola RAZR i im Video

Bevor wir nun mit dem Test beginnen, müssen wir das RAZR i natürlich erst mal aus der Verpackung befreien:


>> Motorola RAZR i kaufen: Amazon | Cyberport | Notebooksbilliger | The Phonehouse
>> Per Ratenzahlung bei nullprozentshop
>> Mit Vertrag bei Sparhandy.de

Verarbeitung und Haptik des RAZR i

Der erste Eindruck des Motorola RAZR i ist überaus positiv. So ist das Gehäuse aus Aluminium gefertigt, was sich nicht nur wertig, sondern auch stabil anfühlt und zu einem Kampfgewicht von 126 Gramm führt. Die Rückseite wird, wie auch schon beim Vorgänger, von einer Kevlar-Schicht geschützt, die wiederum von einem Plastikrahmen umfasst wird. Anders als beim ersten Android-basierten Motorola RAZR wurde dieses Mal nicht versucht, das Gerät so dünn wie möglich zu gestalten, was seinerzeit zu einer etwas unschönen Beule auf der Rückseite führte hat – beim RAZR i wurde diese Beule durch eine generelle Keilform geschickt kaschiert, wodurch sich ein stimmigeres Gesamtbild ergibt.

Insgesamt mutet das Design des Motorola RAZR i recht kantig und industriell an, ein Eindruck, der durch drei sichtbare Schrauben, die an der linken und rechten Seite des Gerätes angebracht wurden, zusätzlich verstärkt wird. Das RAZR i folgt somit klar der Designsprache der anderen Geräte der RAZR-Reihe und ist eindeutig als Motorola-Smartphone zu erkennen. Ob dies nun positiv oder negativ bewertet wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Die Front des Smartphones wird von dem 4,3 Zoll-Display dominiert – da es sich um ein sogenanntes „Edge to Edge“-Display handelt, das quasi ohne Rand auskommt, wirkt das RAZR i trotz des verhältnismäßig großen Bildschirms sehr kompakt, was durch die äußeren Abmessungen von 122,5 x 60,9 x 8,3 Millimetern bestätigt wird – ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem ersten RAZR, dessen Bezel (Abstand zwischen Display und Gehäuserand) geradezu unattraktiv breit war.

Oberhalb des Displays findet sich die geschickt unter dem Herstellernamen versteckte Lautsprechermuschel, daneben die 0,3 MP-Frontkamera, eine mehrfarbige Benachrichtigungs-LED sowie die Umgebungshelligkeits- und Näherungssensoren, unterhalb des Bildschirms natürlich das Mikrofon.

Auf der linken Seite finden wir neben den bereits erwähnten Schrauben hinter einer Klappe die Slots für microSD- und micro-SIM-Karte. Auf der rechten Seite teilen sich der Power-Button, die Lautstärkewippe und ein dedizierter Kamera-Button den Platz.

Auf der Rückseite befinden sich neben dem Lautsprecher noch die 8 MP-Kameras samt LED-Blitz, während darunter das Motorola- sowie das Intel Inside-Logo prangen. Der Rundgang um das Gerät wird auf der Oberseite von der 3,5 mm-Klinkenbuchse für das Headset beendet.

Das Display im Motorola RAZR i

Auf dem Papier scheint Motorola im RAZR i das gleiche Display verbaut zu haben wie im Vorgänger, dem Motorola RAZR – beide Geräte besitzen einen 4,3 Zoll-Super AMOLED Advanced-Display, das in qHD, also mit 960 x 540 Pixeln, auflöst. Wenn man das Display des RAZR i dann allerdings sieht, wird schnell klar, dass es sich um ein neues Panel handelt. Wo der Vorgänger noch Probleme mit der Farbwiedergabe sowie der automatischen Helligkeitsregelung hatte, ist davon beim RAZR i nichts mehr zu merken. Die Farben wirken sehr lebhaft und angenehm realistisch – nicht übertrieben intensiv, wie es bei AMOLED-Displays gerne mal der Fall ist – und Schwarz ist wirklich Schwarz. Lediglich die automatische Helligkeitsregulierung konnte im Vergleich zum Vorgänger und den meisten anderen Smartphones nicht verbessert werden – generell ist das Display zu dunkel, erst die manuelle Einstellung auf einen Wert um die 70 Prozent sorgt für dauerhafte Zufriedenheit. Im Freien sind, je nach Lichtsituation, oft sogar 100 Prozent Helligkeit empfohlen, denn technisch bedingt sind AMOLED-Displays bekanntermaßen deutlich dunkler als ihre LC-basierten Gegenstücke.

Positiv fällt auf, dass der Abstand zwischen dem Panel und der schützenden Gorilla Glass-Schicht sehr gering ist, was zur Folge hat, dass die Berührungen mit dem Finger noch direkter wirken – diesen Effekt trifft man bei neueren Displays immer häufiger an. Außerdem wirkt das Display dank RGBG-Matrix auch mit der aus heutiger Sicht eher niedrigen Auflösung und einer Pixeldichte von 256 ppi vergleichsweise scharf. Auch wenn wir uns eine leicht höhere Auflösung gewünscht hätten, gibt es abgesehen davon an dem Display tatsächlich nicht viel auszusetzen, trotz der niedrigeren Auflösung ist es im direkten Vergleich qualitativ sogar über dem des Galaxy Nexus einzustufen.

Atom-Kraftwerk: Die Performance des Motorola RAZR i

Dies dürfte für viele der spannendste Punkt dieses Testberichts sein, denn das Motorola RAZR i verfügt bekanntlich über einen Prozessor von Intel. Auf der CES in Las Vegas hatte Intel den Schritt auf den mobilen Prozessormarkt offiziell bekanntgegeben und durchaus gemischte Reaktionen hervorgerufen. Zum einen, da der Atom-Prozessor auf der aus dem Desktop-Sektor bekannten x86-Architektur basiert, Android bisher jedoch für ARM-Prozessoren ausgelegt war. Android musste komplett auf die neue Prozessorarchitektur angepasst werden, Schützenhilfe für das Projekt gab es bereits im Herbst 2011 von Andy Rubin höchstpersönlich – eine etwas unschöne Begleiterscheinung war allerdings, dass nicht alle Android-Apps mit der Intel-Version des OS kompatibel waren. Das bekannteste Beispiel war hierfür Googles Chrome-Browser, allerdings hat Google diesen Missstand inzwischen beseitigt. Und auch wenn noch nicht alle Apps im Google Play Store angepasst sein mögen, sind uns im Testzeitraum keine inkompatiblen Apps untergekommen.

Intel hat bei der Entwicklung des Medfield-SoC großen Wert auf gute Leistung bei Alltagsaufgaben gelegt, sprich Browser- und Kamera-Performance. Auch wenn es sich bei dem Chipsatz nur um eine physische Single Core-CPU handelt, soll diese dank der besagten Optimierungen, Intels Hyperthreading-Technologie, bei der virtuell ein zweiter Kern virtuelle Kern bei Bedarf simuliert wird, sowie die beachtliche Taktrate von 2 GHz anderen Mehrkern-Prozessoren in nichts nachstehen. Bei den üblichen Benchmarks ergibt sich im Vergleich zum Galaxy Nexus mit einem Dual Core TI OMAP 4460 dann auch ein gemischtes Bild – in einigen Tests wie dem Vellamo Benchmark, der vor allem die Browser-Performance testet, ist das RAZR i überlegen, in anderen dagegen, wie dem die Gesamtperformance abmessenden CF-Bench unterlegen. Insgesamt bestätigt sich der Eindruck, dass Intels Atom-Chipsatz tatsächlich mit anderen Mehrkern-CPUs mithalten kann.

Benchmarks

  • Vellamo HTML5: 1568 (Galaxy Nexus 1324)
  • Vellamo Metal: 592 (Galaxy Nexus 397)
  • CF-Bench: Overall 3124 (Java 4416, Native 2263) (Galaxy Nexus Overall 5864, Java 10055, Native 3071)
  • AnTuTu: 8608 (Galaxy Nexus 6254)

Aber Benchmarks sind ja bekanntlich mit einer großen Prise Skepsis zu genießen – viel wichtiger als die nackten Zahlen ist am Ende doch die gefühlte Performance – und die ist beim Motorola RAZR i tatsächlich auf Augenhöhe mit dem Galaxy Nexus, das immerhin schon über Jelly Bean und damit Project Butter verfügt. Die Moto UI läuft weitestgehend flüssig, nur an wenigen Stellen konnten Ruckler festgestellt werden, etwa beim Transition-Effekt der Homescreen-Auswahl festgestellt werden. Diese waren reproduzierbar und der Motoblur-UI geschuldet.

Bei der Spieleperformance darf man von einer Single Core-CPU, trotz Hyperthreading, natürlich keine High End-Leistung erwarten, die mit aktuellen Quad Core Prozessoren vergleichbar wäre. Nichtsdestotrotz macht das Motorola RAZR i auch bei grafikintensiveren Spielen wie Dead Trigger oder Asphalt 7 eine gute Figur – zwar ruckelt es hie und da mal etwas, aber nie so stark, dass die Games unspielbar wären. Das Motorola RAZR i ist also durchaus für Gelegenheitszocker geeignet.

>> Motorola RAZR i kaufen: Amazon | Cyberport | Notebooksbilliger | The Phonehouse
>> Per Ratenzahlung bei nullprozentshop
>> Mit Vertrag bei Sparhandy.de

Konnektivität und Speicher im RAZR i

Bei den Anschlussmöglichkeiten bietet das Motorola RAZR i „solide Hausmannskost“. Die 3,5 mm-Klinkenbuchse für das Headset und der micro-USB-Anschluss, der leider ohne MHL auskommen muss, gehören zur Standardausrüstung jedes Smartphones. Die micro-SIM-Karte findet sich inzwischen auch bei immer mehr Modellen, während die Verbreitung der microSD-Karten-Slots unter anderem dank Googles Nexus-Reihe durchaus erwähnenswert geworden ist.

Der microSD-Karten-Slot ist dann auch ziemlich wichtig für das Motorola RAZR i, da der interne Speicher mit 8 GB, von denen dank Speicherresevierung für Betriebssystem und Stock-Apps letztlich nur ungefähr 5 GB zur freien Verfügung stehen, eher knapp bemessen ist.

Die drahtlose Datenübertragung wird über WLAN mit den typischen Standards 802.11 a, b, g und n realisiert und funktioniert tadellos und mit überzeugender Signalstärke. Ebenso überzeugend ist die Signalstärke der Mobilfunkverbindung – Im Vergleich zum Galaxy Nexus war das Signal stets ein bisschen stärker und teilweise wurde im O2-Netz in Berlin sogar HSPA+-Geschwindigkeit mit dem RAZR i erreicht, was meinem Galaxy Nexus bisher stets verwehrt blieb. LTE ist leider nicht an Bord, Bluetooth funkt das RAZR i nur auf dem veralteten 2.1-Standard – schade, denn der Vorgänger unterstützte bereits das Strom sparenden Bluetooth 4.0.

Erfreulich ist zudem, dass Motorola dem RAZR i ein NFC-Modul spendiert hat, sodass Daten mit anderen Smartphones durch Aneinanderhalten ausgetauscht werden können. Ein kleiner Kritikpunkt muss allerdings erwähnt werden: Anders als bei LG oder Sony hat Motorola dem RAZR i keine NFC-Tags beigelegt, sodass sich vielen Nutzern der Sinn von NFC vorerst nicht erschließen dürfte.

Die Software im Motorola RAZR i

In der Vergangenheit hat Motorola nicht nur manches mäßige Smartphone auf den hiesigen Markt gebracht, sondern mit Motoblur auch noch das aus Sicht der androidnext-Redaktion mit Abstand schlimmste UI über die jeweilige Android-Version gekleistert. Zum Glück hat sich hier viel geändert, nicht zuletzt durch die Übernahme von Motorola durch Google. Inzwischen ist Motoblur deutlich abgespeckt, von einer Großzahl unbrauchbarer Features befreit worden und weiß durch neuentdeckten Minimalismus durchaus zu überzeugen.

Auf dem Motorola RAZR i kommt zum Testzeitpunkt das bereits etwas veraltete Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich zum Einsatz, das von Intel speziell für die x86-Prozessor-Architektur adaptiert wurde. Motorola hat das typische Android-UI weitgehend beibehalten, aber um einige interessante Features ergänzt. Bei der ersten Inbetriebnahme präsentiert sich die Software des Motorola RAZR i sehr übersichtlich und reduziert. Neben dem Homescreen findet sich nach einem Wisch nach rechts ein Quick-Settings-Bildschirm, der schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen wie WLAN, Bluetooth, GPS et cetera bietet – wischt man dagegen nach links, findet sich ein Bildschirm, über den man weitere Homescreens nach Bedarf hinzufügen kann. Dabei kann man zwischen einem leeren Bildschirm oder Vorlagen auswählen. Ob diese allerdings als brauchbar eingestuft werden können, oder zumindest als Grundlage für eigene Homescreens dienen können, muss jeder Nutzer selbst entscheiden.

Im App-Drawer setzt sich der Minimalismus fort und so findet sich dort nicht nur erfreulich wenig Bloatware, auch die generelle Anzahl der bereits vorinstallierten Apps ist sehr überschaubar und aufs Wesentliche reduziert, so dass jedem Nutzer die Möglichkeit hat, benötigte Apps selber aus dem Google Play Store zu installieren. Der Lockscreen wurde dagegen etwas erweitert – neben der äußerst sinnvollen Möglichkeit, das Telefon vom Normalbetrieb in den Lautlosmodus zu versetzen finden sich zudem Shortcuts zu Kamera sowie zur SMS-App. Eine weitere sinnvolle Ergänzung ist die Wischtastatur Swype, die eine schöne Alternative zum Stock-Android Keyboard darstellt. Ebenfalls gut gefallen hat uns das Standard Uhren-Widget, das die wichtigsten Informationen über Uhrzeit, Datum, Wetter, verpasste Anrufe, SMS und Akkuladung darstellt, die durch „drehen“ der einzelnen Kreise erweitert werden können.

Auch wenn uns die neue Motoblur-Oberfläche generell sehr gut gefällt, bleibt Kritik leider nicht aus. Die generell umgestalteten Icons sind allesamt sehr farbenfroh und quietschbunt – das wäre generell nicht weiter schlimm, wenn dies nicht im Kontrast zu dem eher schwarz gehaltenen Erscheinungsbild des RAZR i und von Motorola generell kollidieren würde. Ein wenig dezentere Logos, oder zumindest die Möglichkeit diese zu verändern, wären wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz hat Motorola beim UI eine beachtliche Kehrtwende hingelegt. Auch wenn Motoblur noch nicht an das Optimus UI von LG herankommt, so ist es ihm zumindest auf den Fersen.

Zwei weitere Punkte, bei denen Motorola sich in der Vergangenheit nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat, sind die Update- sowie die Bootloader-Politik. Ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean wurde für das RAZR i bereits angekündigt. Die Tatsache, dass Intel die inzwischen schon nicht mehr ganz aktuelle Android-Version bereits für die x86-Plattform fertig portiert wurde und die ARM-basierten Schwestermodelle in den USA bereits auf Jelly Bean aktualisiert werden, lässt auf eine schnelle Aktualisierung auch hierzulande hoffen. Auch bei der Bootloader-Politik ist Motorola inzwischen endlich von der früher gängigen Verschlüsselung abgerückt – während in den USA die Motorola-Smartphones dank Provider-Einfluss auch weiterhin unzugänglich verschlüsselt wurden, dürfen sich europäische Motorola-Kunden über eine offizielle Lösung, ähnlich denene von Sony oder HTC freuen, über die der Bootloader entsperrt werden kann.

Die Kamera im RAZR i

Die Frontkamera bietet mit 0,3 MP leider keine besonders sehenswertes Ergebnisse, die selbst für Videochats eher im unteren Qualitätsspektrum anzusiedeln sind. Die 8 MP-Hauptkamera macht da schon eine bessere Figur, allerdings offenbart auch sie einige Schwächen. Bei ausreichend Tageslicht macht die Kamera durchaus gute Bilder und die Kamera-App erkennt zudem automatisch, ob die anstehenden Fotos durch die HDR-Option zusätzlich aufgewertet werden können.

Besonders positiv fällt die Geschwindigkeit der Kamera auf – nach Betätigen der Kamera-Taste ist diese auch schon einsatzbereit und kann auf Wunsch im Burst-Mode zehn Bilder in einer Sekunde schießen. Sobald die Kamera allerdings nicht mehr die erwähnten optimalen Lichtverhältnisse vorfindet, leidet die Bildqualität doch recht stark und die Bilder weisen neben einem verwaschenen und gelbstichigen Farbbild ein vergleichsweise starkes Bildrauschen auf. Insgesamt ist die Fotoqualität gut, wenn auch nicht überragend, sollte aber für gelegentliche Schnappschüsse durchaus reichen.

>> Motorola RAZR i kaufen: Amazon | Cyberport | Notebooksbilliger | The Phonehouse
>> Per Ratenzahlung bei nullprozentshop
>> Mit Vertrag bei Sparhandy.de

Die Videoqualität des Motorola RAZR i, das mit bis zu 1080p aufzeichnet, weist entsprechend ähnliche Schwachpunkte auf wie die Fotoaufnahme:


Telefonie und Audioqualität des Motorola RAZR i

Die Sprachqualität beim Telefonieren mit dem Motorola RAZR i ist sehr gut – der Gesprächspartner ist jederzeit klar und deutlich zu verstehen und auch das Mikrofon überträgt jedes Wort in der gewünschten Klarheit. Der eingebaute Mono-Lautsprecher produziert für Smartphone-Verhältnisse einen sehr vollen, satten Klang und erzeugt zudem recht beachtliche Lautstärken, ohne dabei zu verzerren.

Kompakter Dauerläufer: Akku und Alltagstauglichkeit des RAZR i

Eine weitere Optimierung, die Intel an der Atom-CPU vorgenommen und entsprechend angepriesen hat, ist der geringe Stromverbrauch. Im Praxistest hat sich dieses Versprechen dann auch bewahrheitet – die Akkulaufzeit des Motorola RAZR i weiß durchaus zu begeistern. Nach Aufnahme des Testes und der ersten kompletten Ladung des Akkus war ich nach zwei Tagen etwas irritiert, dass ich das Telefon noch nicht mit einer Steckdose verbunden hatte und trotzdem noch reichlich Ladung angezeigt wurde. Dabei habe ich das Telefon nicht geschont – im Testzeitraum wurde mein Galaxy Nexus auf die Ersatzbank gesetzt und gegen das RAZR i als Hauptgerät ausgewechselt. Mit einigen Telefonaten, mehreren Push-E-Mail-Konten, WhatsApp, Browsen über die Mobilfunkverbindung und WLAN sowie einigen in meinem Theme Park verbrachten Momenten waren nach 2 Tagen, 4 Stunden und 55 Minuten noch ganze 28 Prozent Ladung im 2000 mAh-Akku übrig. Im Vergleich hat mein Galaxy Nexus, obwohl es die meiste Zeit inaktiv und sogar ohne Telefon oder Datenverbindung vor sich hinschlummerte, einen kompletten Tag früher die Segel gestrichen.

Nach diesem beeindruckenden Ergebnis wollte ich es natürlich wissen und habe das RAZR i mit voller Displayhelligkeit, einer Vielzahl Spiele und Apps, Telefonaten, YouTube-Videos und meinem Musikgeschmack in MP3-Form gequält. Auch wenn die Akkulaufzeit dadurch deutlich verkürzt wurde, liegt sie im Vergleich zum Galaxy Nexus immer noch deutlich höher. Mit normaler Nutzung sind also nur noch wenige Auflade-Sessions pro Woche nötig.

Dass der Akku fest im Motorola RAZR i verbaut ist, dürfte von vielen Nutzern als negativ angesehen werden, allerdings finde ich diese Tatsache in Anbetracht der überdurchschnittlich guten Laufzeit absolut verschmerzbar.

Durch die, für ein Smartphone mit 4,3 Zoll-Display sehr kompakten Abmessungen ist das Motorola RAZR i ein sehr guter Begleiter für den Alltag, da es problemlos in jede Hosentasche passt. Dank robuster Bauweise, guter Verarbeitung und Cornings Gorilla Glass dürften auch einige Unvorsichtigkeiten beim Umgang mit dem Intel-Smartphone problemlos verziehen werden.

Fazit zum Motorola RAZR i

Mit dem Motorola RAZR i ist den beiden Unternehmen Motorola als auch Intel durchaus ein Überraschungserfolg gelungen. Das Smartphone ist sicher nicht perfekt, was vor allem an der mäßigen Kamera und der fehlenden HD-Auflösung des Displays festzumachen ist, nichtsdestotrotz handelt es sich um ein sehr überzeugendes Mittelklasse-Smartphone. Ja, derzeit muss auch das RAZR i zum günstigeren, aber auf dem Papier performanteren Nexus 4 in Relation gesetzt werden. Ob letzteres freilich in der Breite überhaupt zu den Play Store-Fabelpreisen von 300 bis 350 Euro verfügbar sein wird, bleibt zur Stunde fraglich.

Für sich betrachtet ist das RAZR i ein guter Deal: Wer kein High End-Smartphone braucht, aber trotzdem auf gute Verarbeitung und Haptik, einen starken Akku und solide Alltagsperformance Wert legt, sollte sich das Motorola RAZR i unbedingt näher ansehen. Die Zweifel, ob Intels Atom-Prozessor sich im Alltag behaupten kann, konnten im Test jedenfalls zerschlagen werden. Motorola hat mit dem RAZR i tatsächlich ein kleines Comeback auf dem europäischen Markt geschafft. Alles was dafür nötig ist, war ein überzeugendes Smartphone – wer hätte das gedacht?

Video-Fazit


Wertung

  • Display: 3/5
  • Verarbeitung und Haptik: 5/5
  • Software: 3/5
  • Performance: 3/5
  • Telefonie: 5/5
  • Kamera: 3/5
  • Konnektivität und Speicher: 3/5
  • Alltagstauglichkeit: 5/5

Gesamt: 3,8/5

Pro

  • gute Verarbeitung
  • sehr gute Haptik
  • herausragende Akkulaufzeit

Kontra

  • mittelmäßige Kamera
  • geringer interner Speicher
  • fest verbauter Akku

>> Motorola RAZR i kaufen: Amazon | Cyberport | Notebooksbilliger | The Phonehouse
>> Per Ratenzahlung bei nullprozentshop
>> Mit Vertrag bei Sparhandy.de

Bewerte diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Ø 4.40 von 5 - 48 Bewertung(en)
Loading ...
Folge androidnext auf Facebook

  • http://www.androidnext.de/news/und-sonst-so-letzte-statusmeldungen-der-ingress-resistance-dienstag-20-11-2012/ Und sonst so? Letzte Statusmeldungen der Ingress-Resistance (Dienstag, 20.11.2012)

    [...] Der Intel-Vorsitzende Paul Otellini wird im Mai kommenden Jahres zurücktreten. Der langjährige Chef des Marktführers im Bereich Mikroprozessoren hatte die Entwicklung der letzten Jahre maßgeblich beeinflusst, unter anderem auf dem Weg zu ersten Intel-basierten Android-Geräten wie dem RAZR i. [...]

  • http://www.androidnext.de/tests/nexus-4/ Nexus 4 im Test: Gut gebauter Preiskämpfer

    [...] und Öffnung für das Mikrofon noch zwei Torx-Schrauben finden. Diese kennen wir bereits vom Motorola RAZR i. Während sie dort zum industriellen Design des Smartphones gepasst haben, wirken sie am Nexus 4 [...]

Verwandte Artikel