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MOGA Pocket & MOGA Pro: Android-Controller von PowerA im Test


09.07.2013, 13:58 Uhr

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Mit den MOGA-Controllern hat der Hardware-Spezialist PowerA zwei interessante, speziell für Android-Gamer konzipierte Spielecontroller auf den Markt gebracht. Wir haben MOGA Pro und MOGA Pocket unter die Lupe genommen — und etwas zu gewinnen gibt es auch.

Gaming ist ein aufstrebender Zweig unter den Einsatzfeldern von Android. Das wird nicht nur deutlich an dedizierten Android-Konsolen wie OUYA und Nvidia Shield, die in den letzten 12 Monaten von sich reden machten, sondern auch an immer mächtiger werdenden Entwicklerwerkzeugen wie Unity und der Unreal Engine, die das Problem der Hardware-Fragmentierung in der Geräte-Landschaft zumindest zum Teil zu überbrücken imstande sind.

Das wiederum schlägt sich nieder in der wachsenden Professionalisierung von Android-Games, die mittlerweile ein wichtiger Industriezweig geworden sind: Große Mobile Games-Publisher wie Electronic Arts und Gameloft setzen A-Titel zum Launch auch für Android um, dank der Offenheit des Betriebssystems gibt es mittlerweile ein reges Zubehör-Ökosystem, das sich um Gaming rankt, unter anderem im Bereich der Controller.

Wir hatten auf androidnext.de bereits den idroid:con von Snakebyte sowie den GameTel Controller getestet. In den Vereinigten Staaten machen aber seit einigen Monaten auch die MOGA-Controller von PowerA von sich reden. Wir hatten die Möglichkeit, MOGA Pro und MOGA Pocket als Testgeräte in die Redaktion zu erhalten und selbst auszuprobieren. Unser Dank geht an der Stelle an Gameloft, die uns die Testgeräte zur Verfügung gestellt haben.

MOGA Pro

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Der MOGA Pro ist das größere von beiden Modellen und steht in seinen Dimensionen den Controllern von Xbox und PS3 in nichts nach. Auf dem MOGA Pro befinden sich ein digitales Steuerkreuz links unten, zwei Analogsticks links oben und recht unten, vier reguläre Tasten A, B, X und Y (allerdings nicht in der klassischen SNES-Anordnung, sondern mit A und B sowie X und Y auf vertauschter Position), Select, Start, zwei digitalen und zwei analogen Schulterbuttons.

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Mittig vertikal ist eine „Klappe“ eingebaut, die einen ausfahrbaren Arm zum Einklemmen eines Smartphones beherbergt. Dieser gummierte Arm kann — seitlich gesehen — entweder in einem 0 Grad oder einem 45 Grad-Winkel justiert werden. Unter der Klappe findet man den Ein-Schalter, über den man auch den A- oder B-Modus (für HID) aktivieren kann, dazu später mehr.

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An der Oberseite zwischen den analogen Schulterbuttons finden wir eine micro USB-Buchse zum Laden des Controllers. Praktisch: Dafür kann man dasselbe Kabel wie für nahezu jedes Android-Smartphone verwenden. Rückseitig ist dann noch ein leicht übersehbarer Button platziert, mit der man die Rückbeleuchtung für die A, B, X und Y-Tasten aktiviert.

Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck: Der Controller wirkt massiv, solide und ist so ausbalanciert, dass er einen optimalen Kompromiss darstellt aus Tragbarkeit und notwendigem Gegengewicht, damit die meisten Smartphones zu keiner Unwucht führen und die Gesamtkonstruktion nach hinten kippen lassen.

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Ergonomisch ist der MOGA Pro gut konstruiert. Auch wenn das Button-Gefühl nicht ganz an die Controller der „großen“ Konsolen herankommt, so besitzen die Knöpfe doch gute Druckpunkte und die Analogsticks sind sehr gut bedienbar. Die aus gummiert wirkendem angerauten Plastik bestehenden „Knochen“ sorgen auch in hitzig-schwitzig Spielsituationen für optimalen Grip und besitzen eine Größe und Ausformung, die wohl für die meisten Hände gut geeignet ist.

Der Klammermechanismus funktionierte mit allen von uns getesteten Geräten in den Displaygrößen von 4 bis 5 Zoll hervorragend. Die Gummierung des Greifarms soll laut PowerA Geräte bis zu einer Breite von 8,2 cm einklemmen können. Zur Einordnung: Das Samsung Galaxy Note 2 (5,5 Zoll-Display) hat eine Breite von 8,05 cm und dürfte noch hineinpassen, das Huawei Ascend Mate (6,1 Zoll Display) mit seiner Breite von 8,6 cm hingegen nicht mehr. Für alle größeren Geräte und natürlich Tablets legt Moga noch einen ausklappbaren Ständer bei, der an wenig an eine Staffelei für Maler erinnert.

Galerie zum MOGA Pro

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MOGA Pocket

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Das Vorgängermodell Moga Pocket ist deutlich kleiner dimensioniert und — wie bereits anhand der mitgelieferten Tasche ersichtlich — noch stärker für’s mobile Mobile-Gaming konzipiert. Anstatt digitaler Steuerkreuze und herausstehender Sticks findet man hier zwei flache analoge Schiebe-Controller. Auch in Sachen Tasten ist der MOGA Pocket sparsamer (wenngleich für alle Android-Games ausreichend): Neben A, B, X und Y rechts findet man links kreisförmig angeordnet die Tasten Select, Start und die PowerA-Taste, an den Schultern des Pads noch zwei digitale Buttons. Der ausklappbare Greifarm im MOGA Pocket ist nahezu identisch konstruiert wie im MOGA Pro.

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Auch wenn die Ergonomie hinsichtlich des Formfaktors und der lediglich angedeuteten Knochen nicht so überzeugt ist und die Buttons nicht ganz so satt klicken wie beim großen Geschwistermodell, hat auch die mobile Variante des MOGA-Controllers ihre Daseinsberechtigung, vor allem natürlich für’s Unterwegs-Gaming. Schade, dass sich der Controller nicht mit einem integrierten Akku laden lässt, sondern zwei AAA-Batterien erfordert.

Galerie zum MOGA Pro

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Die MOGA Pivot-App

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Die beste Hardware nützt natürlich nichts, wenn die Software nicht mitspielt oder der Controller gar inkompatibel ist. Hier hat MOGA aber ganze Arbeit geleistet: Zum einen stellt man Spieleentwicklern ein SDK zur Verfügung, mit der sich MOGA-Unterstützung sehr leicht in Games integrieren lässt. Zum anderen wird dem Nutzer mit der MOGA Pivot-App eine Alles-in-einem-Anwendung zur Verfügung gestellt, die nicht nur das initiale Einrichten und das lästige Bluetooth-Pairing übernimmt, sondern dem Nutzer auch seine installierten MOGA-kompatiblen Games zeigt, diese direkt startet und weitere zum Download anbietet.

Download: MOGA Pivot (kostenlos)
MOGA Pivot (kostenlos) qr code

Und wenn ein Spiel nicht kompatibel ist? Dann kann man zumindest am MOGA Pro per Einrastschalter vom Modus A in den Modus B wechseln. Damit wird das PAD zu einem HID-kompatiblem Standardcontroller, der von deutlich mehr Games unterstützt wird. Zudem existiert mit dem MOGA Universal Driver eine Drittanbieter-App, die eine Tastatur oder ein Standard-USB-Gamepad simuliert und auf diese Weise noch mehr Games und Anwendungen unterstützt. Schließlich soll es auch möglich sein, die MOGA-Controller mit Bluetooth-fähigen PCs zu koppeln und als Controller am Rechner zu nutzen – das haben wir im Test aber nicht ausprobiert.

Gaming mit dem MOGA Controller

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Es gibt bereits ein vergleichsweise großes Spiele-Angebot für MOGA: Gameloft, EA, Sega und Madfinger Games haben bereits viele Spiele an die Pads angepasst und werden das auch weiterhin tun. Eine Liste mit über 80 derzeit kompatiblen Android-Games findet man auf der MOGA-Website .

Wir haben den MOGA Pro im Test mit folgenden Games ausprobiert:

  • Ravensword: Shadowlands
  • Sonic CD
  • Dead Trigger
  • Asphalt 7: Heat
  • GBCoid (Game Boy-Emulator) mit verschiedenen Games

Das Ganze hat hervorragend funktioniert – ohne merklichen Input-Lag oder wie auch immer geartete Bluetooth-Probleme. Festzuhalten ist auch, dass die Spiele mit einem externen Controller eine ganz neue Qualität gewinnen. Der Vorteil allein, dass die Finger nicht ständig Teile des Bildschirmes bedecken, ist viel wert, aber die Steuerung fühlte sich auch präziser, direkter an. Allenfalls etwas schade war die Tatsache, dass der Greifarm beider Controller nicht weiter nach hinten gedreht werden kann und man somit auf eine in manchen Situationen unnatürliche Handhaltung festgelegt ist. Für das Fläzen auf dem Sofa wäre auch ein 60- oder gar 90 Grad-Winkel sinnvoll gewesen.

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Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Fakt ist: Der MOGA Controller macht Spaß. Wer auf seinem Android-Gerät ambitioniert spielen möchte, für den ist dieser Controller das Gerät der Wahl.

Wir empfehlen jedoch im Zweifel den MOGA Pro anzuschaffen: In Sachen Verarbeitung, Handling und Ergonomie ist dieser dem Pocket-Modell deutlich voraus. Auch wenn er etwas mehr kostet (zurzeit 50 US-Dollar gegenüber 40 US-Dollar) und nicht ganz so mobil ist, hat man mit dem Pro-Modell mehr Spielfreude — ganz zu schweigen davon, dass sich der unterschiedliche Preis durch die notwendige Anschaffung von AAA-Batterien oder -Akkus für das Pocket-Modell schnell nivelliert.

Verfügbarkeit

Momentan sind die MOGA-Controller leider noch nicht offiziell in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, lediglich als Import aus den USA oder Großbritannien. Derzeit gibt es auch noch keine offiziellen Pläne von PowerA, die Pads auch in Kontinentaleuropa anzubieten – wir melden natürlich, falls sich das ändert. Neben einem Direktimport besteht auch eine Chance, MOGAs über Dritthändler bei ebay zu erstehen.

>> MOGA bei ebay

MOGA gewinnen mit Gameloft & androidnext

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Eine kleine Überraschung haben wir auch noch, denn gemeinsam mit Gameloft verlosen wir:

  • 1x MOGA Pro
  • 3x MOGA Pocket

Dazu müsst ihr nur auf diese Facebook-Seite gehen und bis zum 23.7.2013 um 12:00 Uhr deutscher Zeit teilnehmen. Viel Glück!

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