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ASUS MeMO Pad HD 7 im Test: Preiswunder oder Billigheimer?


11.07.2013, 15:35 Uhr

MeMO-Pad-HD-7-Landscape

149 Euro für ein 7 Zoll-Tablet mit Quad Core-Chipsatz, HD-Screen, Stereo-Lautsprecher und 5 MP Rückkamera? Selbst nachdem Google die Preislatte mit dem Nexus 7 sehr niedrig gelegt hat, scheint das, was ASUS da mit dem MeMO Pad HD 7 offeriert irgendwie unglaublich: Kann ein Gerät zu diesem niedrigen Preis etwas taugen? Oder andersherum: Was darf man für 150 Euro an High Tech erwarten. Wir haben den günstigen 7 Zoller getestet und auf dem Weg festgestellt: eine ganze Menge — wenn die Ansprüche realistisch bleiben …

Mit einem Paukenschlag hat ASUS sich auf der Computex Anfang Juli zurückgemeldet: Nach dem das taiwanische Unternehmen zuletzt mit innovativen, aber eher spärlichen und für den Massenmarkt mitunter zu exotischen Produkten wie Padfone, Padfone 2 (Test) und Fonepad (Test) in Sachen Quantität eher gekleckert hatte, gab es in Taipeh gleich fünf (sechs, wenn man die LTE-Variante des Transformer Pad Infinity einzeln zählt) neue Geräte — neben verschiedenen Tablets auch das 6 Zoll-große Note FHD6. Das Gerät, das aber gleich ins Licht der Aufmerksamkeit stob, war das MeMO Pad HD7.

MeMO-Pad-HD-7-Rücken

Und gewiss tat es das vorwiegend über seinen Preis: Ab 129 Dollar sollte die 8 GB-Version erhältlich sein (inzwischen ist klar, dass es hierzulande nur die 16 GB-Variante für 149 Euro geben wird) und dabei einen Vierkerner und ein HD-Display bieten, was ein absolutes Novum in dieser Preisklasse ist; und hey, das Gerät kommt nicht von Archos, Intenso oder Odys, sondern von ASUS — den Android-Tablet-Experten schlechthin, die schließlich auch das Nexus 7 (Test) gebaut haben.

Klar war aber auch schnell, dass der verbaute MediaTek-Chipsatz kein Leistungswunder á la Snapdragon 600 oder auch nur Snapdragon S4 Pro sein würde; ob er wenigstens mit dem Tegra 3 — und das MeMO Pad HD 7 damit mit dem Nexus 7 — mithalten könnte, blieb auch abhängig von der ihm zur Seite gestellten GPU abzuwarten.

Was darf man denn aber erwarten von einem Gerät zu einem solchen Preis? Sicherlich keinen Hardware-Schrott, für den auch 150 Euro noch zu viel Geld sind, so wie zahlreiche andere Geräte, die im Fahrwasser des Nexus 7 veröffentlicht wurden. Stattdessen ein günstiges Tablet, das nicht billig ist, beim Surfen und Lesen und Videokonsum im Alltag gute Dienste leistet und auf dem das eine oder andere anspruchsvollere Spiel durchaus auch möglich ist.

Ob das ASUS MeMO Pad HD 7 diesen Hoffnungen und Erwartungen gerecht wird, klären die folgenden Zeilen.

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Das ASUS MeMO Pad HD 7 im Video

Auf dem Prime Time-Event von ASUS haben wir das MeMO Pad HD 7 über den Dächern von Hamburg erstmalig ausgepackt, hochgefahren und auch erste Benchmark-Tests ausgeführt:


    YouTube-Logo

Kleiner Nachtrag noch zum Lieferumfang: Im Karton findet sich noch ein sehr rudimentärer Ständer für das MeMO Pad. Der ist wirklich eher als lustige Dreingabe zu verstehen, besteht er doch aus etwas stabiler gepresstem Verpackungsplastik und gliedert sich so in das Inlay der Box, das er von mir zunächst übersehen und erst durch den Hinweis eines Lesers entdeckt wurde. Niedlich finden wir diese Idee der praktischen Dreingabe von ASUS aber dennoch …

MeMO-Pad-HD-7-Dock

Design, Verarbeitung und Haptik des ASUS MeMO Pad HD 7

MeMO-Pad-HD-7-Front-off

Von vorne betrachtet könnte man auf den ersten Blick tatsächlich meinen, man hätte es mit einem Nexus 7 zu tun (oder wahlweise mit einem ASUS Fonepad abzüglich des Hörergrills); ASUS ändert am schlichten und guten Frontdesign seiner 7 Zoller auch beim MeMO Pad HD 7 nichts, und das geht völlig in Ordnung.

Ganz anders die Rückseite: War die beim Nexus 7 noch gummiert und gepunktet, präsentierte sich beim Fonepad im schicken Alulook, ist das MeMO Pad rückseitig mit blankem Plastik eingekleidet — je nach Farbe glänzend oder mattiert. Ja, das wirkt weniger hochwertig als bei den genannten Tablets, tut der Optik und der Haptik des HD 7 aber keinen allzu großen Abbruch. Zum einen kommt hier wieder die etwas bescheidenere Erwartungshaltung ins Spiel, zum anderen ist es ASUS gelungen, die Farben so grell zu wählen, dass sie mit der Hochglanzoptik recht gut funktionieren — oder eben beim mattblauen und -grauen Modell dezent genug wirken. Wir hatten ein weißes Gerät zu Gast in der Redaktion und, wie im obigen Video erwähnt, erinnerte mich das ob der schwarz-hochglanzweißen Erscheinung immer wieder an die imperialen Sturmtruppen aus Star Wars; und das kann bei einem Kind meiner Generation nur wohlige Assoziationen wecken.

MeMO-Pad-HD-7-Buttons

Die Verarbeitung des MeMO Pad HD 7 unter optischen Gesichtspunkten geht völlig in Ordnung, alles ist schön gerade, symmetrisch und weitgehend Spaltmaß-frei an- und ineinander gesetzt. Beim Anfassen knarzt es dann hier und da aber doch, die Plastikrückseite lässt sich an bestimmten Stellen recht leicht eindrücken. Der auf der linken Geräteseite angebrachte Power-Button lässt sich gut ertasten und hat einen ordentliche Druckpunkt, die darunter positionierte Lautstärkewippe hingegen fühlt sich etwas schwammig an. Auf der gegenüberliegenden rechten Seite findet sich ein nicht abgedeckter Einschub für micro SD-Karten — dessen Benutzung sich anfangs etwas fummelig gestaltet, da er recht groß ist und man die Karten folglich selbst möglichst im exakt-richtigen Winkel andocken muss. Hat man den Dreh aber erst einmal raus (Karte mit den Pins nach hinten flach an die Unterkante gelegt einschieben), geht das sehr schnell und einfach von der Hand.

MeMO-Pad-HD-7-Oberkante

Auf der Oberkante finden sich der Micro-USB-Port, der Anschluss für Kopfhörer und ein kleines Mikrofon, auf dem Geräterücken die 5 MP-Kamera über dem eingestanzten ASUS-Logo sowie unten der langgezogene Lautsprecher-Schlitz, aus dem Stereoklang ertönt.

Mit Abmessungen von 196,8 x 120,6 x 10,8 Millimetern ist das MeMO Pad HD 7 insgesamt etwas kürzer, dafür aber minimal breiter und dicker als das Nexus 7 (198,5 x 120 x 10,5 mm) und mit nur 302 Gramm Kampfgewicht sogar beinahe 40 Gramm leichter als der Google-Vetter und ruht so auch bei längeren Sessions recht mühelos in der Hand.

Das Display des ASUS MeMO PAD HD 7

MeMO-Pad-HD-7-Display1

Nominell löst das 7 Zoll IPS-Display des MeMO Pad mit 1280 x 800 Pixeln auf, damit gleicht das Tablet in diesem Bereich dem Fonepad und dem Nexus 7. Der Screen zeichnet ein scharfes Bild, ist ausreichend hell und auch wenn ein besonders strahlkräftiger Outdoor-Modus fehlt, kann das Display bei Bedarf zumindest über den Umweg der vorinstallierten ASUS Splendid-App zur Feinkalibierung des Screens noch ein paar Nit heller geschaltet werden, Stichwort „Vivid Mode“ — das reicht dann aus, um draußen bei hellem, wenn auch nicht unbedingt gleißendem, Sonnenlicht noch erkennen zu können, wo sich welcher Shortcut auf dem Schirm befindet.

ASUS-Splendid

Als eines der wenigen uns bekannten Geräte verfügt das MeMO Pad HD 7 übrigens über keine automatische Helligkeitsjustierung. Wir vermuten, dass ASUS aus Kostengründen den entsprechenden Sensor weggelassen hat. Dramatisch ist das nun gar nicht weiter — erfahrungsgemäß sind diese Autoeinstellungen ohnehin nie zu gebrauchen, weil stets zu dunkel —, aber kurios-erwähnenswert.

Schade ist da schon eher, dass sich das Glas unseres Testexemplars sehr anfällig für Schlieren und fettige Fingerabdrücke zeigte — das erschwert die Nutzung im Freien naturgegeben weiter und verlangte dem Nutzer stets ab, ein Stoff- oder Microfasertuch zum fleißigen Wischen mitzuführen.

MeMO-Pad-HD-7-Front-on

Ansonsten macht der Screen des MemO Pad HD 7 aber alles richtig und weiß durchweg zu gefallen: Videos, Fotos, Webseiten oder eBooks werden ausreichend scharf und farbsatt dargestellt und mit der erwähnten Splendid-App hat man als Nutzer sogar noch die Option, das Farbbild den eignen Wünschen anzupassen. Auch die seitlichen Blickwinkel sind IPS-typisch in Ordnung.

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Die Software des ASUS MeMO Pad HD 7

ASUS-typisch findet sich auf dem MeMO Pad HD ein weitgehend naturbelassenes Android in der Version 4.2.1. Ergänzt wurde das Vanilla-OS lediglich um die bekannten und praktischen ASUS-Schnelleinstellungen in der Benachrichtigunsgleiste, die Floating Apps, die sich über den Software-Button in der unteren Navigationsleiste auswählen und aktivieren lassen, sowie eine Power Saver-Konfigurations-App, die sich sowohl im Einstellungsmenü als auch im App Drawer befindet und mit verschiedenen Profilen zum Akkusparen bestückt werden kann — allesamt gute Zugaben.

ASUS-MeMO-HD7-Settings

Auch in Sachen Apps spendiert ASUS dem HD 7 eine gelungene Auswahl zusätzlicher Bonbons: AppBackup, Splendid und Audio Wizard, ASUS To-Do, ASUS Artist Super Note Lite, Parental Lock und MyLibrary Lite erfinden das Rad nicht neu, geben gerade dem Einsteiger aber gute Werkzeuge zum eReaden, Sichern der Apps, Anlegen von Notizen und Listen oder auch Herumkritzeln an die Hand. Und von Bloatware ist auf dem MeMO Pad HD 7 im Gegenzug kaum eine Spur.

In der vergangenen Woche erhielten wir bereits ein erstes kleines Firmware-Update, das unter anderem den Landscape-Modus auf den Homescreen brachte und kleine kosmetische Änderungen vornahm; Geräte die sich aktuell im Handel befinden, sollte diese Aktualisierung bereits installiert haben.

MeMO-Pad-HD-7-Display-Mini-Apps

Wie gehabt also, ein dezentes aber gleichermaßen praktikables Software-Paket, das ASUS auch dem MeMO Pad HD 7 geschnürt und geschultert hat.

Die Performance des MediaTek Vierkern-Chipsatzes im MeMO Pad

Der vielleicht kritischste Punkt dieses bislang überzeugenden Produktes: Wie potent ist der im ASUS MeMO Pad HD 7 verbaute MediaTek Quad Core-Chip mit der Bezeichnung MT8125 und einer Taktung von 1,2 GHz, dem 1 GB RAM und eine auf den ersten Blick wohlklingende PowerVR SGX 544MP-Grafikeinheit zur Seite stehen?

Vorweg: Die Kombination ist ausreichend performant. Das bedeutet, dass beim Wischen durch den App-Drawer zwar zuweilen leichte, aber nicht weiter störenden Ruckler auftreten, dass das Surfen im Web, das Betrachten von HD-Video, das Starten von Apps oder das Streunern durch die 3D-Ansicht von Google Maps flott genug von der Hand gehen, dass 2D-Spiele vom Schlage eines Might & Magic: Clash of Heroes flüssig laufen und dass man zur Not auch selbst-skalierende 3D-Titel wie Dead Trigger oder Real Racing einigermaßen vernünftig zocken kann.

Andere Games, wie das von mir heißgeliebte CSR Racing hingegen, die einfach ein gewisses Grundmaß an Hardware erfordern, machen hingegen ob üblen Ruckelns keinen Spaß. Schuld daran dürften vorrangig der im Vergleich zur aktuellen Oberklasse knapp bemessene Arbeitsspeicher und die SGX 544MP-GPU sein, die trotz desselben Namens eben nicht exakt die gleiche GPU sein dürfte, die beispielsweise auch in der Exynos-Version des Galaxy S4 zum Einsatz kommt. Und natürlich taktet der ARM 7-basierte MediaTek-Chipsatz auch nur mit 1,2 GHz. In Benchmarks ausgedrückt, sieht das dann so aus:

MeMO-Pad-HD-7-Benchmarks

  • Antutu 3.3.1: 12881 Punkte
  • CF-Bench 1.3: 20929 Overall (Java: 5451, Native: 11642)
  • GFXBench 2.7.2 Offscreen: T-Rex HD: 144 Frames, T-Rex HD Fixed: 224559 ms, Egypt HD: 1132 Frames, 10 FPS

Dass Quad Core-SoCs aber inzwischen nicht mehr automatisch Leistungsbombe bedeutet, war uns vorweg klar und so lässt sich ein versöhnliches Fazit ziehen: Für 149 Euro bekommt man einen für den Alltag ausreichend schnellen Chipsatz, mit dem sich in bestimmten Fälle sogar 3D-Gaming gut realisieren lässt; für 2D-Spiele reicht die Power allemal.

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Multimedia und Konnektivität

Entgegen einiger Befürchtungen, die kurz nach der Präsentation des MeMO Pad HD 7 aufgrund abweichender Aussagen von ASUS und einigen Medien aufkamen, besitzt das MeMO Pad HD 7 sehr wohl ein GPS-Modul. Und kann WLAN bis zum n-Standard. Und Bluetooth 4.0. Und liest neben dem integrierten, 16 GB großen Speicher auch noch micro SD-Karten bis 32 GB — solange die FAT32-formatiert sind; exFAT oder NTFS-Karten erkennt das Pad nicht. Das ist insofern schade, als dass FAT32 keine Files über 4 GB Größe unterstützt; ganze HD-Filme kann man also mittels micro SD-Karte schlicht nicht auf das MeMO Pad HD 7 bringen; das muss dann schon per USB-Kabelverbindung mit dem Rechner geschehen. Ob des nominell 16 GB großen internen Speichers, von dem aber nur rund 12 GB dem Nutzer zur Verfügung stehen, ist die Anzahl der mitführbaren Filme so aber stark begrenzt .

MeMO-Pad-HD-7-micro-SD-out

Was auch fehlt, ist die Fähigkeit Flashspeicher, also USB-Sticks, über einen USB-OTG-Adapter zu erkennen — das ist nicht entscheidend, aber schade. Wir würden uns jedenfalls sehr freuen, falls ASUS diese Funktion eventuell mit einem späteren Update nachliefern könnte; vielleicht sogar gemeinsam mit der Fähigkeit, auch NTFS und exFAT verstehen zu können.

Schmerzlich vermisst haben wir dann aber NFC: Der Übertragungsstandard für aneinander gehaltene Geräte ist einfach so praktisch (und gewiss auch nicht übermäßig teuer zu implementieren), dass er dem MeMO Pad HD 7 sehr gut gestanden hätte. Aber klar, bei 149 Euro muss eben irgendwo gespart werden und da wollen wir darüber nun nicht zu laut meckern …

Ob nun über die micro SD-Karte aufs Tablet verbrachte Clips und Filmchen, oder solche, die bei YouTube lagern, wie erwähnt lässt es sich auf dem MeMO Pad HD 7 vorzüglich Video-Schauen. Allerdings trübt der rückseitig am unteren Rand verbaute, längliche Stereo-Lautsprecher das Vergnügen zum Teil deutlich. Zum einen erfüllt er seinen 2-Kanal-Zweck im Landscape-Modus bauartbedingt nicht mehr so richtig, weil er dann eben entweder am rechten oder am linken Rand sitzt, während der Effekt im Porträt-Modus ob der geringen Breite schlicht nicht zur Geltung kommt (warum wurde der nicht gleich längs gesetzt?); zwar hat er ausreichend „Bums“ und kann über den ASUS Audio Wizard auch noch schnell ein wenig an den gerade laufenden Inhalt angepasst werden. Ein Fest für audiophile Zeitgenossen wird er aber auch dadurch nicht, dafür klingt er allgemein viel zu blechern. Wer Wert auf gute Akustik legt, konsumiert Medien auf dem HD 7 besser mit Kopfhörern — dann macht das auch durchaus Spaß.

MeMO-Pad-HD-7-micro-SD-in

Stichwort Medienformate: In unseren Versuchen konnte das ASUS MeMO Pad HD 7 in Kombination mit dem Standard-Video-Player von Google, dem ASUS Video Player und dem Dice Player keine HD-Files in MKV-Containern wiedergeben. Erst der MX-Player mit aktivierter Software-Beschleunigung brachte Erleichterung und spielte diese Videos schlussendlich ab — dann aber problemlos, ruckelfrei und in allen Auflösungen und Bitraten. Wer also HD-Video bis 1080p und 40 Mbps genießen möchte, kann das mit dem MeMO Pad HD 7 tun — muss aber den MX Player installieren, der glücklicherweise kostenlos ist und ohnehin eine Pflichtinstallation für alle Medienkonsumenten mit Android-Gerät sein sollte.

Die Kamera des MeMO Pad HD 7

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So einen 7 Zoller kann man schon eher mal für den einen oder anderen Schnappschuss oder kurzen Film aus der Tasche ziehen, als ein 10 Zoll-Gerät und dabei leistet das HD 7 mit seiner 5 MP Rückkamera dann auch wieder gute Dienste: Die aufgenommenen Fotos sehen grundsätzlich gut, wenn auch zuweilen etwas zu dunkel aus, die 1080p-Videos überzeugen ebenfalls, auch wenn sie ein paar Artefakte aufweisen.

(Bewegte) Bilder sagen mehr als tausend Worte:

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    YouTube-Logo

Aufgrund des Fehlens eines LED-Blitzes eignet sich das MeMO Pad HD 7 für Aufnahmen in dunkleren Umgebungen nur bedingt bis gar nicht, die Ergebnisse sind schon arg pixelig und verschwommen.

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Der Akku des ASUS MeMO Pad HD 7

Ein ebenfalls sehr kritischer Aspekt eines mobilen 7 Zoll-Tablets ist natürlich die Akkulaufzeit — ASUS verbaut im MeMO Pad HD 7 einen 15Wh-Akku, der laut Herstellerangaben rund 10 Stunden Laufzeit ermöglichen soll. Und tatsächlich hält das HD 7 ausreichend lange durch: Lässt man es größtenteils im Standby und schaut nur ab und an etwas nach — so wie ich es eben gerade beim Schreiben tue — dann sind nach viereinhalb Stunden immer noch fast 90 Prozent der Ladung im Akku. Lässt man eine Stunde lang Real Racing 3 im Fahrzeugmenü rechenintensive Kamerafahrten um die eigenen Karossen vollführen, so genehmigt sich das Tablet immer noch akzeptable 18 Prozent pro Stunde; wer möchte kann auf dem HD 7 also mindestens fünf Stunden am Stück Autorennen fahren …

MeMO-Pad-HD-7-Charger

Insgesamt liegt diese relative Bescheidenheit des MeMO Pad wohl in der nicht-HD-Auflösung sowie dem auf stromsparender ARM v7-Architektur basierenden MediaTek-Chipsatz begründet — wie das im Leben so ist, was an anderer Stelle also für nicht ganz so viel Performance und ein möglicherweise nicht super-duper-scharfes Bild sorgt, begünstigt hier wiederum lange Laufzeiten.

Fazit

In den vergangenen Monaten haben wir plötzlich sehr viele, sehr günstige 7-Zoll Tablets gesehen, die allesamt mit extrem kleinen Preisen, aber eben auch mit eher magerer Hardware um die Gunst der Kundschaft buhlten. Das Problem dieser Geräte war stets, das 100 Euro bis 150 für ein Tablet, mit dem man aufgrund seiner geringen Display-Auflösung und schwacher Leistung dann doch nur begrenzt etwas anfangen kann, 100 Euro bis 150 Euro zu viel sind.

MeMO-Pad-HD-7-Front-Titel

Auch das MeMO Pad HD 7 ist beileibe kein Performance-Überflieger; aber seine Eckdaten mit gutem HD-Display, ordentlichen Quad Core-Prozessor, micro SD-Kartenslot, recht guter Kamera und ausdauerndem Akku machen es zu einem der ersten Niedrigpreis-Tablets, bei denen man für wenig Geld auch wirklich ein brauchbares Stück Technik bekommt. ASUS hat hier wirklich reingebaut, was möglich ist (ob die Taiwaner nicht sogar draufzahlen oder zumindest nur ganz, ganz wenig Gewinn mit dem HD 7 machen, ist uns leider nicht bekannt).

Insofern ist das MeMO Pad HD 7 eine uneingeschränkte Empfehlung für alle preisbewussten Tablet-Interessenten, die per se nicht mehr als die genannten 150 Euro ausgeben wollen. Wer freilich ein etwas größeres Budget hat und im Gegenzug dann doch ein bisschen (oder gar deutlich mehr) Leistung möchte, dem sei geraten, auf das hoffentlich in wenigen Wochen offiziell werdende zweite Nexus 7 zu warten: Bei diesem ebenfalls von ASUS gebauten Gerät gehen wir zur Stunde von einem Full HD-Display, einem Snapdragon S600 oder mindestens S4 Pro und einem Preis zwischen 200 und 300 Euro aus.

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Unsere Wertung zum ASUS MeMO Pad HD 7

Display: 4/5
Verarbeitung, Haptik und Design: 3/5
Software: 4/5
Performance: 3/5
Konnektivität und Speicher: 4/5
Multimedia: 3/5
Akku: 4/5

Gesamt: 3,6/5

Zusatzwertung Preis-Leistung: 5/5

Pro

  • Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis
  • Ordentliches IPS-Display
  • Gute Akkulaufzeit

Kontra

  • Schlechter Lautsprecher
  • Kein NFC, kein USB-OTG, kann nur FAT32-micro SD-Karten lesen
  • Ausreichende, aber keine High End-Performance

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