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HTC One: Warum dieses Smartphone der Weg aus der Krise ist [Kommentar]


19.02.2013, 18:57 Uhr

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In den Ankündigungen zum HTC One in den sozialen Netzwerken und im Kommentarbereich von androidnext.de wird uns derzeit vorgeworfen, etwa zu eingenommen zu sein von diesem 4,7 Zoll-Gerät mit Snapdragon 600-SoC, das HTC gerade in New York und London vorgestellt hat. Das mag zu einem Stück weit auch der Fall sein, denn wir sind in der Tat ziemlich begeistert. Und das will bei Smartphone-Veteranen wie uns schon etwas heißen.

Man sollte nie unterschätzen, wie viel Einfluss die gelungene Präsentation eines neuen Produkts auf die Perzeption desselben hat — man denke nur an die zahlreichen Apple-Keynotes, in denen neue Features wie Browsertabs und Arbeitsspeicher-Erhöhungen von einer enthusiastischen Menge mit Attributen wie „magisch“ umjubelt werden. Im Fall des HTC One ist der Fall freilich ein wenig anders gelagert.

Kollege Amir und ich bejubeln dieses Gerät nämlich, obwohl wir bei der Präsentation nicht zugegen waren, ja nicht einmal einen Livestream begaffen durften und entsprechend auch nicht vom Massenjubel angesteckt wurden. Was wir vom HTC One wissen, wissen wir aus den versprengten Hands-On-Videos, die vor und nach der Präsentation kursierten, aus Fotos im Netz und einer Handvoll nackter Zahlen. Klar, wir haben das HTC One noch nicht in der Hand gehabt und daher eigentlich auch nicht das Recht, uns dergestalt aus dem Fenster zu lehnen, aber … wir tun es trotzdem: HTC hat alles auf eine Karte gesetzt bei diesem Gerät und gewonnen. Das HTC One ist ein Knaller, ein Game Changer und vielleicht sogar die Rettung für HTC aus der Krise. Dafür gibt es Gründe:

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Das Display: Full HD-Displays sind Standard in der Oberklasse 2013 – ob diese wirklich notwendig ist, sei mal dahingestellt, als Marketing-Instrument sind 1080p jedoch unabdingbar, wenn man ein Android-Smartphone jenseits von 500 Euro verkaufen will. Die Konkurrenzmodelle schaffen es bislang aber nur, diese rund 4 Millionen Bildpunkte in ein 5-Zoll-Display unterzubringen, beim Display des HTC One sind das hingegen 4,7 Zoll, wodurch die Pixeldichte von 440 ppi auf 468 ppi steigt. Viel wichtiger noch ist der subjektive Faktor: Das Display im HTC One ist, nach allem, was wir bis jetzt gesehen haben, atemberaubend und kompromisslos schön. Leuchtstark, farbintensiv und mit sehr guten Schwarzwerten. Ob das Display im HTC One von einem anderen Smartphone in diesem Jahr übertroffen werden kann, wird sich zeigen – aber wir würden nicht darauf wetten.

Der Formfaktor: Direkt daran anschließend der Formfaktor. Nicht nur, dass das HTC One dank des kleineren Displays auch von einem handlicheren Gehäuse als beispielsweise das Xperia Z umgeben wird — dessen abgerundete Form schmeichelt auch der Hand viel mehr als beispielsweise die kantige Klobigkeit des Xperia Z.

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Die Verarbeitung: Ungelogen, so ein schönes Handy haben wir schon lange nicht gesehen. Legt man einen der Hartplastik-Heroen, Verzeihung, Polycarbonat-Patrone aus dem Hause Samsung neben das Unibody-One, will man diesen gleich wieder beiseiteschieben. HTC hat beim Industriedesign des One fantastische Arbeit geleistet. Alleine, wie der für optimale Konnektivität notwendige Plastikstreifen in die Rückseite eingefügt wurde, ist eine Augenweide, zudem strahlt das HTC One eine Solididtät aus, von der andere Geräte nur träumen können.

Die Software: Nein, New Sense werden wir noch nicht über den Klee loben, nicht bevor wir uns HTCs neue UI-Version genauer angesehen haben. Aber dass HTC bei BlinkFeed mit dem traditionellen Homescreen-Mantra der Android-Welt bricht, ist zumindest einmal mutig. Auch weiß uns der durchaus an die Flipboard-App sowie die Modern UI von Micrososft angelehnte minimalistisch-elegante Stil (Flat Design, schmale Schrifttypen, stilisierte Icons, leichte Gradienten) zu gefallen.

Der Prozessor: Das HTC One wird eines der ersten und vermutlich das erste in Europa erhältliche Smartphone mit Qualcomms Snapdragon 600 sein — mehr muss man nicht sagen.

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Wie gesagt – das HTC One begeistert uns auf den ersten Blick. Trotzdem bleiben natürlich Unsicherheiten, ob dies wirklich der von HTC und einem großen Teil der Android-Welt erhoffte Heilsbringer ist: Wie gut ist die Kamera im Alltag? Wie offen ist das System gegenüber Modifikationen? Wie performant ist Sense? Wie lange hält der Akku?

Aller initiale Begeisterung zum Trotz – so richtig einschätzen werden wir das HTC One erst können, wenn wir es im androidnext-Dauertest haben. Davor müssen wir es aber erst einmal überhaupt in der Hand haben. Das wird in ziemlich genau 48 Stunden der Fall sein. Ihr könnt uns aber glauben — es gibt wenig, worauf Kollege Amir und ich uns momentan mehr freuen. HTCs Konkurrenz wird derweil weniger begeistert sein … wahrscheinlich zu recht.

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