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YotaPhone: High-End-Smartphone mit E-Ink-Rückseite vorgestellt


12.12.2012, 10:14 Uhr

yotaphone

Das heute vorgestellte YotaPhone aus Russland verfügt über einen Zweit-Bildschirm an der Geräterückseite. Dieser verfügt über E-Ink-Technik, zeigt dauerhaft Informationen an und kann auch als E-Book-Reader verwendet werden.

Es ist selten, dass wir mal über eine wirklich neue und innovative Idee in der Branche berichten können, noch dazu abseits der Kickstarter-Plattform. Das ist hier ist so eine: Das russische YotaPhone ist ein mit zeitgemäßen Spezifikationen ausgestattetes Android-Smartphone, das als Besonderheit über einen zweiten Bildschirm auf der Rückseite verfügt. Dieser funktioniert mit E-Ink, ähnlich wie die meisten E-Book-Reader. Auf einem solchen Display lassen sich Informationen auch im hellen Sonnenlicht kontrastreich und „wie gedruckt“ ablesen, mit geringstem Energieverbrauch. Offensichtlicher Nachteil: E-Ink kann nur ein Schwarzweißbild darstellen und schaltet sehr langsam.

Im YotaPhone soll das E-Ink-Display dauerhaft Informationen über Wetter, verpasste Anrufe, Termine und Neuigkeiten aus den sozialen Netzwerken anzeigen, über den normalen Screen auf der Vorderseite findet hingegen der Smartphone-„Alltagsbetrieb“ statt. Die Rückseite kann natürlich auch als News- und E-Reader verwendet werden. Beide Displays besitzen eine Diagonale von 4,3 Zoll, das LC-Display verfügt über eine Auflösung von 1280 x 720. Davon abgesehen besitzt das Smartphone auch sonst gute Spezifikationen: Eine Qualcomm Snapdragon S4 Dual Core-CPU mit 1,5 GHz, 2 GB RAM, LTE-Unterstützung und 32 oder 64 GB interner Speicher sind verbaut, ebenso wie eine 12 MP-Kamera und ein 2100 mAh-Akku. Vom Start weg läuft bereits Android 4.2 darauf.

Eine weitere Premiere: Zum ersten Mal wird Cornings 3D Gorilla Glass in einem Smartphone verbaut. Außerdem ist in der Pressemitteilung von einem „magnetischen Adapter“ zum Laden und verbinden des Smartphones mit dem PC die Rede – vielleicht kommt ja jetzt so etwas wie der MagSafe-Anschluss auch auf Smartphones an?

Das YotaPhone soll der Öffentlichkeit erstmals auf dem MWC Ende Februar in Barcelona präsentiert werden. Wir werden vor Ort sein und uns das Gerät ganz genau anschauen. Leider soll das Smartphone allerdings erst im 3. Quartal 2013 in Russland erscheinen, auf anderen Märkten möglicherweise sogar noch später.

Android und E-Ink haben in der Vergangenheit schon gelegentlich miteinander geflirtet. So laufen mehrere Varianten des E-Readers Nook Touch von Barnes & Noble mit Android, überdies gibt es mit dem Onyx bereits einen Smartphone-Prototypen mit dem E-Ink-Bildschirm. Kürzlich machte auch das Popslate von sich reden – eine Handyhülle für das iPhone 5 mit eingebautem E-Ink-Display. Ein natives Dual Screen-Gerät mit LCD auf der einen und E-Ink auf der Rückseite ist aber neu.

Besorgt über erhöhten Stromverbrauch? E-Ink verbraucht nur Energie, wenn sich der Inhalt des Screens ändert – und selbst dann ist der Verbrauch sehr gering. E-Ink basierte E-Book-Reader sind dafür bekannt, wochenlang ohne Akkuladung durchzuhalten; es ist also davon auszugehen, dass der zweite Bildschirm im YotaPhone die Laufzeit des Smartphones pro Akkuladung um nicht mehr als ein paar Sekunden verkürzt.

Was haltet ihr von der Idee des YotaPhone? Meinungen in die Kommentare.

Yota Phone [via Android Central, WSJ]

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