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Und sonst so? Letzte Lichter auf der Android-Chaussee (Donnerstag, 22.11.2012)


22.11.2012, 18:39 Uhr

und-sonst-so

Ein weiterer Tag in Androidhausen neigt sich dem Ende. Der Mond scheint schon aus vollster Kanne, beleuchtet die Straßen der Stadt und legt schonungslos alles offen, was uns an diesem Tag entgangen ist. Zusammengekehrt wird, und damit auch abgerechnet – in unserer Tagesresteverwertung.

Software

Frohe Kunde erreicht uns aus dem Google-Hauptquartier. Dort hat man einen Bug in Android behoben, der seit sage und schreibe 31 Monaten bestand. Der Fehler, welcher bewirkte, dass man nicht auf lokale Ressourcen in einem lokalen Netzwerk ohne einen kompletten Hostnamen zugreifen konnte, war zwar relativ zwar obskur, aber die paar Dutzend Menschen, die davon betroffen waren, können sich schon einmal freuen: in der nächsten Android-Version wird er nicht mehr auftauchen.

Google Transit enthält jetzt Nahverkehrsdaten aus München und Münster. So erhält man nicht nur schnelle Verbindungen für Bus und Bahn per Google Maps, auch Google Now kann diese nun lernen und bei Bedarf auf Karten anzeigen.

Der Torrent-Client µTorrent hat ein Update seiner Android-Version erfahren. Man kann nun einstellen, dass Torrents nur bei bestehender WLAN-Verbindung geteilt werden. In einem kurzen Test quälte der Client aber die CPU meines Galaxy S3 recht heftig. [Play Store]

Modding und Development

Wer das Nexus 10 schon auf seinem Tisch liegen hat, wird sich möglicherweise über eine komfortable Methode zum Rooten freuen. Das Nexus 10 Toolkit ermöglicht das und noch einiges mehr: ADB-Treiber installieren, Bootloader entsperren und Backups erstellen, ADB on Steroids, sozusagen. Den Download findet man bei den XDA-Developers.

Kürzlich berichteten wir über zwei Twitter-Clients, die aufgrund der rigiden API-Politik Twitters eingestellt wurden. Einer davon, Boid, wird nun zumindest als Open Source-Projekt weiterleben und eventuell andere Projekte inspirieren.

Sony hat jetzt das PlayStation Mobile Developer Program gestartet und stellt dafür ein SDK zur Verfügung, mit dem man Games für die PlayStation Mobile-App unter Android und für die PS Vita entwickeln kann. Die Teilnahme für interessierte Spieleentwickler ist allerdings an Kosten gebunden – umgerechnet rund 75 Euro im Jahr. Mehr Infos gibt’s in der Pressemitteilung.

Wie sieht es eigentlich mit den Exynos-Quellcodes aus, nach denen die Community so sehnsüchtig begehrt hatte, um die Entwicklung von Custom ROMs zu erleichtern? Das, was man bisher von Samsung erhalten hat, ist leider zu weiten Teilen unbrauchbar, so ein zusammenfassender G+-Kommentar von CM-Mitentwickler Andrew Dodd.

Positiver steht es da um das von uns ursprünglich geschmähte Samsung Galaxy S2 in der OMAP-Variante GT-I9100G aus. Laut Daniel „codeworkx“ Hillenbrand muss er lediglich noch am RIL arbeiten, dann sollte Android 4.2/CM10.1 darauf laufen.

CyanogenMod 10.1 macht auch gute Fortschritte und kann jetzt von jedermann kompiliert werden, so lange einige Hinweise beachtet werden.

Branche

Die Anwälte Samsungs – und nur diese – dürfen laut einer Gerichtsentscheidung die Details des Lizenzabkommens zwischen HTC und Apple einsehen. Einstweilen feuert Samsung Mobile-Chef CEO JK Shin aus allen Rohren: Laut seiner Auffassung wäre ein iPhone ohne Samsungs Wireless-Patente nicht möglich. Außerdem werden nun auch iPad und iPod von Samsung in dem weiter schwelenden Patentstreit mit einbezogen. Man verzeihe mir diese vielleicht geschmacklose Metapher, aber bei all dieser Eskalation von beiden Seiten wird der Streit Samsung vs. Apple langsam zum Nahostkonflikt der Technologie-Branche.

Nichtsdestotrotz: Give peace a chance! Und schönen Feierabend.
Euer androidnext-Team

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