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Tegra 4: Detaillierte Spezifikationen des neuen Nvidia-SoCs geleakt


18.12.2012, 17:01 Uhr

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Auf der chinesischen Seite Chiphell ist eine Übersicht über die Spezifikationen der neuen Tegra 4-Plattform des Chipherstellers Nvidia aufgetaucht. Sofern die Informationen authentisch sind, belegen sie das Beibehalten der 4+1 Core-Bauart, Dual-Channel DDR3 Arbeitsspeicher sowie beeindruckende 72 Grafikkerne. Integrierte LTE-Funktionalität lässt das SoC jedoch immer noch vermissen.

Während Nvidias Tegra 2 Prozessor das Zeitalter der Dual Core-Smartphones auf mobilen Plattformen einläutete, konnte sich der der amerikanische Chipentwickler mit dem Nachfolger Tegra 3 einen festen Platz auf dem Smartphone- und Tabletmarkt sichern. Für das kommende Jahr nun steht die Veröffentlichung der Tegra 4-Plattform, in Anlehnung an die DC-Superhelden „Wayne“ getauft, an. Um diesen rankten sich bislang lediglich mehr oder weniger handfeste Gerüchte. Diese scheint ein geleaktes, und relativ echt aussehendes Spec-Sheet auf der chinesischen Seite Chiphell nun aber weitgehend zu bestätigen.

Der nunmehr im 28 Nanometer-Verfahren gefertigte (und damit energieeffizientere) SoC wird den Angaben zufolge weiterhin am gewohnten Design von 4 Hauptkernen sowie einem stromsparenden „Companion Core“ festhalten – ein achtkerniges Modell, von dem bisweilen gemunkelt wurde, wird hingegen nicht erwähnt. Der Arbeitsspeicher wird erstmals über zwei parallele Kanäle verfügen, was eine deutlich schnellere Datenverarbeitung gewährleisten sollte.

Wie gehabt wird sich auch Tegra 4 speziell an grafikintensive Aufgaben – sprich: Games – richten, wofür 72 Grafikkerne (genau genommen: Shadereinheiten) zur Verfügung stehen. Diese unterstützen ebenfalls die (De-) Kodierung von Videos mit Auflösungen bis zu 2560 x 1440 Bildpunkten, Ausgabegeräte werden mit bis zu 4K-Auflösung unterstützt. Darüber hinaus unterstützt das SoC hardwareunterstütztes DRM und erweiterte Sicherheitsfunktionen, etwa Secure Boot. Daten können, sofern vorhanden, über eine USB 3.0-Schnittstelle übertragen werden.

Einen großen Kritikpunkt des Vorgängers – die fehlende Integration eines LTE-Moduls – kann auch Tegra 4 nicht wettmachen. Eine Fusion mit dem hauseigenen Icera-Modem und eine entsprechend überarbeitete SoC-Serie unter dem Namen „Grey“ sind jedoch ebenfalls für 2013 geplant.

Was haltet ihr von mobilen Prozessoren dieser Größenordnung? Meinungen bitte in die Kommentare.

Quelle: Chiphell [via Mobilegeeks]

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