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Studie: Android-User offener für kostenpflichtige Apps


07.09.2012, 09:55 Uhr

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Lange Zeit haftete Android der Beigeschmack eines Betriebssystems für Knauser und Billigheimer an. Eine Studie des SwiftKey-Entwicklerstudios TouchType, verantwortlich für die gleichnamige virtuelle Tastatur, belegt nun aber einen Gegentrend: Die Zahl der Android-Nutzer, die für Anwendungen bezahlen, verdoppelte sich innerhalb nur eines Jahres.

Die Aussage, dass Benutzer von Android-Smartphones und -Tablets im Gegensatz zu Nutzern der Konkurrenz aus Cupertino nicht bereit seien, für Anwendungen zu bezahlen, warf in der Vergangenheit ein schlechtes Licht auf die Wirtschaftlichkeit der Entwicklung für Android. Konnten sich Entwickler für iOS fast sicher sein, dass ihr Produkt gekauft wird, so überlegten sich viele zwei Mal, ob sich eine Veröffentlichung für Android überhaupt lohne. Studien, in denen dieses Verhalten festgestellt wurden, ließen allerdings häufig die Gründe außer Acht: Während der Zugang zu Apples App-Store für Programmierer kostenpflichtig ist, darf in Googles Play Store (fast) jeder gratis veröffentlichen. Dies sorgt dafür, dass viele Hobbyentwickler für Android solide Gratisalternativen zu kostenpflichtigen Apps größerer Hersteller entwickeln.

Eine neue Studie von TouchType, Entwickler von SwiftKey, einer der beliebtesten alternativen Tastatur-Anwendungen für Android, zeigt nun aber: Unter Android-Benutzern nahm die Verbreitung bezahlter Apps in diesem Jahr stark zu. Gegenüber dem Vorjahr verdoppelte sich die Zahl der Nutzer, die auf ihrem Android-Gerät mehr als 20 bezahlte Apps nutzen, auf nunmehr 20 Prozent. Nur 3 Prozent der Android-User nutzen im Jahr 2012 keinerlei bezahlte Anwendungen. Unter iOS, so zeigt die Studie zum Vergleich, sank die Zahl der Nutzer, die für mehr als 20 Anwendungen bezahlt haben, um über 10 Prozent. Mit 25 Prozent liegt sie dennoch etwas höher als bei Android.

Ein Punkt, der für jüngere Android-Nutzer den Kauf von Anwendungen geradezu unmöglich machte, war die Beschränkung auf eine Kreditkarte als einziges Zahlungsmittel im Play Store. Die Einführung der Abrechnung über den Mobilfunkvertrag und erst kürzlich der Guthabenkarten sollte aber in Zukunft noch weitere User zum Kauf von Anwendungen ermuntern.

Diese Studie steht in starkem Kontrast zu jüngst aufgekommenen Behauptungen, Android-User seien so knausrig, dass sie selbst für Gratis-Games zu illegalen Mitteln greifen würden.

Wie schaut es auf eurem Smartphone aus? Nutzt ihr kostenpflichtige Anwendungen? Oder habt ihr mangels Kreditkarte und Providerunterstützung gar keine Möglichkeit dazu? Sagt es uns in den Kommentaren.

Quelle: SwiftKey [via droidlife]

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    [...] sogar noch teurer. Die Zahl der Raubkopien dürfte wohl auch horrend hoch sein … [via Androidnext] [...]

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