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Steve Kondik: CyanogenMod-Gründer verlässt Samsung, lobt Galaxy S4


25.03.2013, 10:01 Uhr

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In einer Google+-Nachricht ließ Steve Kondik, auch bekannt als Cyanogen und mit der nach ihm benannten CyanogenMod Begründer der wohl wichtigsten Custom ROM im Android-Universum, eine kleine Bombe platzen: Er arbeite nicht mehr bei Samsung. Daneben findet er aber, neben einigen kritischen Tönen, viele lobende Worte für das neue Flaggschiff seines ehemaligen Brötchengebers: das Samsung Galaxy S4.

Wir erinnern uns: Vor gut anderthalb Jahren berichteten wir, das Steve „Cyanogen“ Kondik einen Job bei Samsung bekommen habe, was uns damals relativ begeistert zurückließ. In den zurückliegenden Monaten war für die Öffentlichkeit jedoch nie ersichtlich, was genau Kondiks Job bei dem koreanischen Konzern war. Sein LinkedIn-Profil listet ihn derzeit immer noch als Staff Software Engineer mit der Aufgabe „R&D Lead on Android Platform Projects“, sprich: Er war als Leiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Samsung für Android-Geräte tätig. Das ist allerdings Vergangenheit, wie Kondik in einem Halbsatz eines aktuellen Google+-Posts fallen ließ. Im Google+-Profil steht entsprechend nur noch „CyanogenMod“ als Arbeitgeber.

Zu den Gründen seines Weggangs äußerte sich Kondik in den Google+-Kommentaren knapp: Es gäbe keinen spezifischen Grund dafür, bei Samsung sei es toll gewesen. Er habe sich nur dazu entschieden, etwas Neues anzufangen, man solle ihn in einigen Monaten danach fragen. Wenn das mal nicht nach einem besseren Jobangebot klingt.

Was auch immer Kondik dazu bewegte, zu gehen, er lobt das jüngste große Produkt des koreanischen Konzerns, das Samsung Galaxy S4, das er noch zu Samsung-Zeiten ausgiebig testen konnte. Auch wenn sich das Industriedesign nicht stark geändert habe, fühle es sich etwas solider in der Hand an als sein Vorgänger. Leistungsmäßig und in Bezug auf GPS sei das Galaxy S4 ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Konkurrenz und den Vorgängermodellen, auch Front- und Rückkamera seien exzellent.

Sogar TouchWiz erhält Lob von Steve Kondik, wenn auch eingeschränkt: Die Samsung-Oberfläche sei etwas konsistenter und besitze ein flacheres Design. Viele neue Features wie Samsungs AirView seien sinnvoll, gemeinsam mit dem IR-Blaster ergäben sich viele neue Einsatzzwecke, sofern Samsung APIs für die Funktionalität freigibt. Kritik erhält die Tatsache, dass nach wie vor Tabs im Interface vorherrschen, ebenso wie Popups und modale Dialoge. In diesen Punkten, überspitzt Kondik, fühle man sich bei Samsungs Android-Variante in die Tage von Froyo zurückversetzt. Auch „Smart Scroll“, also das Scrollen per Gesichtserkennung und Geräteneigung, funktioniere nicht richtig und verärgere ihn so stark, dass er die Funktion abstellen musste, so Kondik.

Im Saldo sei das Samsung Galaxy S4 ein solides Gerät und ein lohnenswertes Upgrade, wenn man noch das Galaxy S2 besitzt. Für Besitzer des Vorgängers Galaxy S3 sei das Upgrade „weniger dringend“, man fühle sich jedoch gleich zuhause. Da im Galaxy S4 ein Snapdragon tickt, sollte es unproblematisch möglich sein, die CyanogenMod darauf zu portieren. Na, das sind doch beruhigende Neuigkeiten für jeden, der nach der jüngsten Absage von TeamHacksung an das Galaxy S4 befürchtete, der Custom ROM-Support fiele aus. Wer weiß, vielleicht wird ja sogar Kondik höchstpersönlich „Device Maintainer“?

Was glaubt ihr, wer der nächste Arbeitgeber von Steve Kondik sein wird? Und wird es sich lohnen, auf das Samsung Galaxy S4 eine Custom ROM zu flashen? Eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: Steve Kondik @ G+

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