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Sony Xperia S: AOSP-Experiment beendet, wird von Sony übernommen


09.11.2012, 10:12 Uhr

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Es hätte so schön sein können, wäre das Experiment von Sony und Androids Open-Source-Guru Jean Baptiste Queru geglückt: Ein naturbelassenes Android und schnelle Updates auf dem Sony Xperia S. Doch trotz großen Beitrags zum AOSP seitens Sony scheiterte das Projekt an unverzichtbaren proprietären Treibern.

Das gemeinsame Experiment von Sony und Jean Baptiste Queru, dem Vorsitzenden des Android Open Source Project (AOSP), ist gescheitert. Oder geglückt, abhängig davon, welcher Quelle man trauen soll. Das Vorhaben hatte zum Ziel, Android, rein aus Open-Source-Quellen kompiliert, auf Sonys ehemaligem Flaggschiff Xperia S voll funktionsfähig installieren zu können. Dadurch wäre es möglich gewesen, gleich einem Nexus-Gerät, Updates direkt nach deren Veröffentlichung auf das Smartphone zu bringen.

Der Fortschritt des Experiments, das von Anfang an großen Zuspruch aus der Entwicklergemeinde erfuhr, schien vielversprechend: Die (momentan noch) aktuellste Version Android 4.1 startet auf dem Xperia S, inzwischen ist sogar der Zugriff auf SD-Karten, WLAN, Sound, Näherungs- und Lichtsensoren und mobiles Internet möglich, wie das Video unten beweist. Dies allerdings nur unter Verwendung proprietärer Treiber. Da die Binaries momentan nicht durch Open-Source-Alternativen ersetzt werden können oder sollen, und Sony auch die Binaries (also die kompilierten Treiber) für Android 4.1 nicht veröffentlichen konnte oder wollte, wurde das Experiment abgebrochen – von welcher Seite, ist allerdings nicht ganz klar. Denn auch andere Geräte, die von AOSP unterstützt werden, beinhalten proprietäre Treiber. Anders wäre es auch gar nicht möglich, denn für bestimmte Komponenten von Smartphones gibt es gar keine Open Source-Treiber, etwa für Baseband-Chips.

JBQ selbst betrachtet sein Werk als getan:

Trotz aller Zweifel, woran es denn nun lag: Damit die Früchte dieser einmaligen Zusammenarbeit der Community erhalten bleiben, wird der Quellcode zukünftig von Sony auf GitHub gehostet und steht dort Entwicklern zur Verfügung. Sony hofft so, mindestens noch Android 4.2 Jelly Bean auf das Xperia S zu portieren. Guter Wille wird auch deutlich, wenn Sony davon spricht, proprietäre Binaries nach und nach im Quellcode offenlegen zu wollen. Da diese jedoch von den Komponentenherstellern lizenziert werden müssen, scheint hier mehr der Wunsch (oder die Werbewirksamkeit?) der Vater des Gedankens zu sein.

Doch was bedeutet dies für den Endnutzer? Da der AOSP-Quellcode samt proprietärer Treiber von Sony zur Verfügung gestellt wird, werden daraus kompilierte Custom ROMs nicht lange auf sich warten lassen. Macht Sony sein Versprechen wahr und führt das Projekt zumindest bis Android 4.2 weiter, so wäre dies für Besitzer des Smartphones, welches momentan noch mit Android 4.0.4 auskommen muss, ein deutlicher Fortschritt.

Seid ihr Besitzer eines Xperia S und freut euch, nun in den Genuss eines reinen Android 4.2 zu kommen, und das womöglich noch kurz nach Release? Oder legt ihr so viel Wert auf Sonys Benutzeroberfläche, dass euch das Experiment kalt lässt? Berichtet uns davon in den Kommentaren.

Quelle: Sony Mobile [via Android Central]

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