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Sony: Vorbildliche Mitarbeit an Android-Open Source-Code


27.04.2012, 12:58 Uhr

android-sony

Einer der Stützpfeiler von Android ist die Tatsache, dass das Betriebssystem quelloffen ist. Jeder kann mitwirken, Patches und Erweiterungen einreichen – zumindest in einem gewissen Rahmen. Und so kommt es häufig vor, dass auch Hersteller von Android eigene Teile zum Android-Code hinzufügen. Der beste Code-Lieferant ist Sony, ließ Android AOSP-Chef Jean Baptiste Queru durchblicken. Ein nicht ganz uneigennütziges Engagement, denn die Code-Mitwirkung Sonys verkürzt die Zeit maßgeblich, die Japaner zum Ausliefern von Updates benötigen.

Sony hat sich 2011 – noch unter dem Namen Sony Ericsson – und 2012 viele Freunde in der Developer-Community gemacht: Die Japaner halfen bei der Umsetzung der CyanogenMod für viele Xperia-Geräte, stellen haufenweise APIs für Hardware-Erweiterungen zur Verfügung, lassen sich auf allen relevanten Entwickler-Events sehen, verleihen Geräte an Entwickler und besitzen eine vorbildlich gepflegte Entwicklersektion auf der eigenen Homepage. Kurzum: Man kann die Arbeit von Marcus Hansson und seinen Mannen gar nicht hoch genug loben. Entsprechend verwundert es auch nicht, dass Sony bei der Mitarbeit am Code von Android vorangeht und so viel beiträgt wie kein anderer Hardware-Hersteller.

Jean-Baptiste Queru, seines Zeichens AOSP-Beauftragter (Android Open Source Project) von Google, stellte jetzt die Leistungen von Sony in einem Posting auf Google+ explizit heraus. Im Zusammenhang mit dem Release des Updates auf Ice Cream Sandwich für das Sony Tablet S betonte er, dass Sony das Update wohl auch deswegen so schnell (innerhalb von 5 Monaten) ausliefern konnte, weil ein guter Teil der Code-Anpassungen bereits vorher in den AOSP-Code eingepflegt wurden (Übersetzung von uns):

Weil Sony viel zum Android Open Source Project beigetragen hat, gibt es weniger Änderungen, die sie selbst pflegen müssen: Ihre Änderungen sind bereits vorhanden, wenn der Source Code (einer neuen Android-Version) veröffentlicht wird. Das dürfte einer der Gründe sein, warum Sony schneller (mit dem ICS-Update) fertiggeworden ist: Die Arbeit, die man in das Vorbereiten der Open Source-Beiträge investiert hat, habe Sony einen Vorsprung verschafft. Ich glaube nicht, dass irgend ein anderer Hersteller so viel beigetragen hat wie Sony, also müssen andere jetzt folgen.

Obwohl hier einige sicher argumentieren dürften, dass ein Zeitraum von 5 Monaten nicht als im klassischen Sinne schnell zu bezeichnen ist und andere Hersteller wie Acer und ASUS bereits ebenfalls ICS auf ihre Tablets gebracht haben. Trotzdem eine gute Sache, dass und vor allem wie Sony zum AOSP-Code beiträgt. Denn davon profitiert letztlich Android insgesamt.

Quelle: Google+ [Android Police]

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  • Kosh

    Ich empfinde 5 Monate, für ein zusammengeführtes kombiniertes OS aus zwei Versionen überhaupt nicht lange! Solche Aussagen verstehe ich überhaupt nicht. Es wurde bekanntlich aus einer reinen Handy Version und einer reinen Tablett-Version ein neues generiert. Da gibt es zwei Möglichkeiten, komplett von vorne anfangen oder Änderungen über Änderungen.

    Ich habe so etwas schon mal als Wohnungsumzug gemacht! Aus zwei Wohnungen in eine. Vergiss nen normalen Umzug, ich konnte mich 3 Tage ned rühren und war total fertig!

    Also Strukturen geändert, API geändert, weiss nicht wer sowas schon mal versucht hat, funktionsfähig bleibende Systeme zu ändern, das dauert halt!

  • Matthias Wiebach

    Letztendlich programmiert Google neue Versionen immer auf ihren Google Devices. Das heißt auch es gibt in dem Moment wenn Android 4.0 rauskommt eigentlich nur einmal ein passendes Treiber/Api-Paket was mit der aktuellen Android-Version zusammenspielt. Von daher finde ich sollte man nur die Updatezyklen der einzelnen Hersteller vergleichen. Und ich denke mal HTC oder Samsung stehen dort Google in fast nichts nach. Wobei das natürlich, weil es keiner so vergleicht, ein reine Annahme ist.

  • Snof-ru

    …wenn die sony smartphones nur nicht so hässlich wären.

  • Camulos

    also ich finde die sony geräte keinesfalls häßlich, ichhabe das xperia active und bin mehr als zufrieden. das gerät rennt stabiel kein ruckler, es sei nur beim hochfahren wenn der meiste kram erstmals von der sd karte geladen werden muß. aber das is ja wie bei win 7 etc etc wensichdie icons erstmal aufbauen müssen, selbst das geht reht fix. mein gerät kommt selbst mit speicherkarten der class 10 zurecht, wo mein erstes android das defy plus nur am rumstottern war. der eine sagt das die geräte häßlich sind, kannich nicht nachvoll ziehen, weil, was für ein design soll man denn noch wählen?? das rad neu erfinden geht wohl kaum, ob nu rnd oder eckig, ich denke viel auswahl bleibt da nichtmehr, und so setzt sich halt sony ein bissel ab was andere hersteller angeht. ich habe lieber nen gerät was richtig gut funuzt, wo hard o software perfekt mit ein ander zusammen arbeiten als abgerundete kante mega design und nur probleme. sony geht seinen eigenen weg auch was die 4kern cpus angeht, deren politik ist es erstmal zu warten, bis bessere akkus auf dem markt sind, nen quadcore braucht derzeit niemand, wozu auch , damit die ganzen apps viellicht 1-2 nao sekunden schneller starten?? das merkt kein user auch die power user werden das nicht merken. bei nem tab wo ich gleichzeitig mehrere anwendungen offen habe, ok da will ich nichts sagen aber bei nem phone?? ich denke da reicht nen sehr guter dual core immer noch aus, der auch weniger strom frisst.

  • http://www.androidnext.de/news/sony-xperia-s-sony-sagt-ja-zum-aosp-experiment/ Sony Xperia S: Sony sagt ja zum AOSP-Experiment

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