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Samsung: Patent für digitales Umblättern eingereicht


02.05.2013, 14:49 Uhr

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Dass Samsung sich als Marktführer im Bereich (Android-)Smartphones zunehmend wie der Erzfeind Apple gebahrt, haben wir an der einen oder anderen Stelle schon angeprangert — nun haben die Koreaner ganz in der Tradition des geliebten Feindes doch tatsächlich ein Patent eingereicht, das ihre Art und Weise wie digitale Buch- oder Magazinseiten auf einem Touchscreen umgeblättert werden, schützen soll. Spricht das für den grassierenden (Patent-)Wahnsinn oder hat Samsung gar einen legitimen Punkt?

Zugegeben, beim ersten Überfliegen der Schlagzeile möchte man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und laut „Whyyyy, Samsung, why?“ rufen — waren die Koreaner doch selbst jahrelang Opfer teils idiotischer Patentklagen der Konkurrenz, bei denen es um so generische Konzepte wie Gummibandeffekt und Slide-to-Unlock ging. Wie kann man selbst nun die Dreistigkeit besitzen, unter der US Patent Application Nummer 20130104017 nun selbst so etwas Profanes wie eine Umblätter-Animation schützen lassen zu wollen?

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Oder geht es tatsächlich um mehr, als bloßes Umblättern? Schaut man sich die eingereichten Skizzen zum Patent an, scheint es eher, als ob Samsung hier ein ganzes Umblätter-Konzept inklusive Physikberechnungen schützen lassen möchte. So erkennen wir unter anderem eine detaillierte Darstellungen des Bewegungsablaufes der Blätteranimation, die anhand einer unterliegenden, ich nenne es jetzt mal Pixelmatrix, die Formveränderung der virtuellen Seite physikalisch korrekt darstellt – je nachdem, wo der Finger die Seite anfasst und in welchem Richtungsvektor er wischt.

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Da mir eine derart komplexe Blätterei bislang auch auf einem Samsung-Gerät noch nicht untergekommen ist, gehe ich davon aus, dass die Koreaner hier ein künftiges, recht komplexes Feature schützen wollen.

Fraglich ist natürlich, wie kompliziert man das Feature des digitalen Blätterns machen muss … Im Endeffekt bleibt es eben ein schlichtes Umblättern, das kaum über den Siegeszug oder den Untergang eines Gerätes entscheiden wird und im Kern eben doch ein Allerwelts-Feature ist. Falls Samsung da, und die Skizzen lassen dies vermuten, wirklich viel Entwicklungsarbeit reingesteckt hat, sei ihnen das entsprechende Patent natürlich vergönnt — solange sie damit nun nicht bei jeder Lese-App hausieren gehen, die irgendwie blättert.

Was denkt ihr — darf Samsung das eingereichte Patent gewährt werden? Oder sollten derartige Bagatell-Techniken schlicht keinem Hersteller zugesprochen werden.

Quelle: engadget [via DroidDog]

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