Artikel empfehlen

Samsung Galaxy S3: Lieferprobleme bei der blauen Variante im Detail erläutert


15.01.2013, 16:17 Uhr

samsung-galaxy-s3-15

Inzwischen scheint es sehr lange her, dass das Samsung Galaxy S3 vorgestellt und veröffentlicht wurde. Dementsprechend werden viele bereits wieder vergessen haben, dass der Verkaufsstart nicht ganz reibungslos vonstatten ging. Die Farbvariante Pebble Blue kam seinerzeit erst mit einigen Wochen Verspätung auf den Markt, was für viele Spekulationen gesorgt hatte. Jetzt, ein gutes halbes Jahr später, erklärt Samsung die Probleme ganz detailliert.

Im Grunde hatten einige geleakte Bilder und eine Portion gesunder Menschenverstand bereits damals zu der Schlussfolgerung geführt, dass der Produktionsvorgang bei der Beschichtung der blauen SGS3-Variante nicht ganz ausgereift waren. Als die blaue Variante dann letztendlich ausgeliefert wurde und aus zwei verschiedenen Blautönen bestand, galt die Vermutung als bestätigt und die Akte „Galaxy S3 Pebble Blue“ konnte trotz Samsungs hartnäckigem Schweigen geschlossen werden.

Nun hat Samsung den Fall nochmals aufgerollt, das Schweigen gebrochen und in zwei nahezu intimen Blogposts für alle Techies, Kunden und Samsung-Fanboys sehr lang und detailliert erklärt, was sich damals genau zugetragen hat. Demnach waren die Galaxy S3 in Pebble Blue eigentlich fertig und bereit für die Auslieferung, die dann allerdings nach einem schwierigen Entscheidungsprozess doch noch mal gestoppt wurde. Der Grund lag darin, dass „das ursprüngliche Designkonzept auf dem Akkudeckel nicht perfekt reproduziert werden konnte und sich daraus eine ästhetische Inkonsistenz beim finalen Produkt ergab“. Mit anderen Worten konnte die Farbe oder viel mehr die Nanobeschichtung nicht gleichmäßig und eben auf den Akkudeckel aufgebracht werden.

Was folgt ist eine teilweise geradezu poetische Beschreibung der folgenden Entscheidungsvorgänge innerhalb eines derart großen Elektronikkonzerns. Am Ende war es den Entwicklerteams möglich, eine alternative Nanobeschichtungsmethode anzuwenden, die in letzter Sekunde von den Entscheidungsträgern abgenickt (der Legende zufolge vom Samsung-CEO persönlich, im Flugzeug auf der Reise zu einer Unterredung mit Apple) und dann in einer Hauruckaktion innerhalb von 10 Tagen durch harte Arbeit (nicht Magie) umgesetzt wurde.

In aller Detailliertheit ist dies in Samsungs Tomorrow-Blog in zwei Teilen nachzulesen. Wer allerdings bei der, zugegebenermaßen interessanten Lektüre das Gefühl nicht los wird, dass die ganze Geschichte etwas überdramatisiert dargestellt wird, zumal es schließlich nur um eine Farbvariante eines Smartphones geht, hat vermutlich Recht.

Quelle: Samsung Tomorrow, (2) [via Android Police]

Bewerte diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Ø 4.58 von 5 - 12 Bewertung(en)
Loading ...
Folge androidnext auf Facebook

Verwandte Artikel