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Samsung Galaxy Note 10.1: Orchester ersetzt Notenblätter durch Tablets


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Der technische Fortschritt macht selbst vor den altehrwürdigsten Institutionen nicht halt: Das Philharmonische Orchester Brüssel hat jetzt verkündet, die Notenblätter aus Papier in den Ruhestand zu versetzen – stattdessen werden die Noten in Zukunft von Samsung-Tablets abgelesen.

Tablet-User und Klassikfans – das sind zwei Zielgruppen, die so auf den ersten Blick nicht wirklich zusammenpassen, stellt man sich doch die Freunde der Klassik vor allem als traditionelles, etwas altmodisch orientiertes Völkchen vor, das Wert auf Gedrucktes legt und Digitalem eher skeptisch gegenüber steht. Bald wird sich aber in so manchem Konzertsaal die Tablet-Präsenz entscheidend verbessern. Zumindest dort, wo das Philharmonische Orchester Brüssel auftritt.

Das Orchester ist mit Elektrogigant Samsung eine Kooperation eingegangen und bekommt von dem koreanischen Konzern einhundert brandneue Galaxy Note 10.1-Tablets geschenkt, die außerdem mit einer speziellen Notensoftware ausgestattet sind. Die Organisation von Orchesternoten ist offenbar ein enorm zeit- und kostenaufwändiges Verfahren, da die Noten auf Papier immer wieder neu angepasst, gedruckt, gebunden und verteilt werden müssen. Logisch, dass das alles einfach viel schneller und günstiger geht, wenn sich jedes Orchestermitglied einfach die neuesten Noten per Download auf sein Tablet zieht. Das Verfahren erklärt ein vierminütiges Behind The Scenes-Video, welches allerdings in – mutmaßlich – flämischer Sprache mit englischen und französischen Untertiteln für manchen Leser unverständlich bleiben könnte:

Laut eines Samsung-Sprechers soll das Orchester durch den Einsatz der Noten-Tablets bis zu 25.000 Euro Kopier- und Papierkosten sparen (wobei ich dabei gerne gewusst hätte, auf welchen Zeitraum diese Zahl angelegt ist). Außerdem sollen die Musiker durch die spezielle Software auf sehr einfache Weise individuelle Notizen und Anmerkungen in die digitalen Notenblätter eintragen können. Die Spezial-Notes sind außerdem mit einem speziellen Konzertmodus ausgestattet, der unabsichtliches Blättern oder Zoomen verhindern soll. Aus Samsungs Perspektive ist das natürliche eine goldene Marketinggelegenheit, mit der sich eine Menge positiver Presse machen lässt. Die Kosten von 100 Tablets machen das sicher mehr als wettmacht. So etwas nennt man wohl eine Win-Win Situation.

Ich bin immer wieder begeistert über Nachrichten dieser Art. Toll, dass neue Technologien alte, komplizierte, kostenaufwändige und vor allem umweltschädliche Verfahren ersetzen können und dies in der Praxis auch langsam tun. Und ich persönlich nutze mein Tablet auf dem Klavier schon länger als digitales Notenbuch, das erspart das Ausdrucken von Dutzenden Notenblättern, die gestapelt, geordnet und geheftet werden wollen. Und beim Spielen geht das Notenlesen vom Tablet mindestens genauso praktisch, wie vom Papier.

Glückwunsch Samsung, zu einer konstruktiven Marketingaktion. Dieses Konzept sollten sich auch andere Orchester zum Vorbild nehmen. Solange die Instrumente nicht durch Apps ersetzt werden, habt ihr meinen Segen!

[via CNet]

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