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Samsung Exynos 5 Octa: Gerüchte um PowerVR-GPU statt Mali-Grafikchip


14.01.2013, 13:50 Uhr

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Neuesten Gerüchten zufolge verabschiedet sich Samsung beim jüngst auf der CES vorgestellten Exynos 5 Octa überraschend von den ARM Mali-Grafikprozessoren, auf die der Konzern in den letzten zwei Jahren stets gesetzt hatte. Stattdessen soll eine GPU von PowerVR zum Einsatz kommen.

Vor wenigen Tagen hat Samsung auf der CES 2013 mit einem Exynos 5 Octacore-SoC Furore gemacht. Der Chip besitzt je vier A7- und vier A15-Kerne, die dank der big.Little-Technologie von ARM sehr gut skalieren, das heißt, bei geringer Belastung sehr wenig Strom verbrauchen und bei hohen Leistungsanforderungen sehr performant sein sollen. Verwunderlich war, dass sich Samsung aber gar nicht zu der verbauten Grafikeinheit äußerte.

Laut eines neuen Gerüchts, das die Brancheninsider von Anandtech aus verschiedenen Richtungen aufgeschnappt haben wollen, hat das einen guten Grund: So soll Samsung beim Exynos 5 Octa nicht mehr auf die Mali-GPUs von ARM setzen, sondern wieder auf PowerVR-Grafikkerne – um genau zu sein den PowerVR SGX 544MP3, der laut Anandtech leistungsmäßig etwa zwischen den Grafikchips der aktuellen und der letzten iPhone-Generationen anzusiedeln ist.

Dieser Umschwung ist insofern verwunderlich, als dass Samsung noch im Exynos 5 Dual (verbaut zum Beispiel im Nexus 10) Mali-T604-GPUs verbaute und die Zusammenarbeit zwischen ARM und Samsung als sehr eng gilt. Bislang schien evident, dass Samsung in allen Exynos 5-Chips Mali-GPUs verbaut, eventuell sogar den neuen Mali-T628 oder T658 – dies deutete auch eine Ende 2011 aufgetauchte ARM-Roadmap an. Dies lässt auch die CES-Pressekonferenz von Samsung, auf der immerhin ARM-CEO Warren East persönlich auf der Bühne stand, in einem neuen Licht erscheinen.

Mit PowerVR kehrt Samsung hingegen zu einem GPU-Lieferanten zurück, mit dem man zuletzt beim Exynos 3 Single, besser bekannt als Hummingbird, für den SoC des Galaxy S und des Nexus S zusammenarbeitete. Die GPUs von PowerVR gelten in der Industrie als Performance-Spitze, gefolgt von den Mali-Chips. Pikant: Die PowerVR-Chips werden von der Firma Imagination Technologies hergestellt, deren Anteilseigner nicht zuletzt Apple ist.

Warum Samsung ARM nun aber konkret eine Absage erteilt hat, ist unklar. Ob es an angeblich schlechtem Treibersupport liegt, wie einige Blogs mutmaßen, wagen wir zu bezweifeln. Es dürfte sich eher um eine nüchterne Entscheidung bei Samsung gehandelt haben, bei der Faktoren wie Verfügbarkeit, Leistungsniveau, Energieeffizienz und natürlich der Preis eine Rolle gespielt haben dürften.

Für uns als potentielle Käufer von Geräten mit Samsungs Octa-Exynos muss die Entscheidung nichts Schlechtes sein. Im Gegenteil: Der PowerVR SGX 544MP3 setzt auf einer bewährten Architektur auf und ist erwiesenermaßen extrem schnell. Wir sind gespannt, wie Games und 3D-Applikationen auf Geräten mit dem neuen Samsung-SoC aussehen. Ob das nun das Samsung Galaxy S4 ist oder ein anderes Device, wird sich derweil noch zeigen müssen.

Quelle: Anandtech [via AllAboutSamsung]

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