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Qualcomm: Acht CPU-Kerne machen noch keinen guten Prozessor [Video]


30.08.2013, 14:13 Uhr

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Zwar keine weitreichenden neuen Erkenntnisse zur Funktionsweise von Prozessoren präsentiert ein neuer Werbespot von Qualcomm, aber immerhin eine anschauliche Erklärung, warum Octa Core-Prozessoren nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss sein sollen. Auf die Technik kommt es an, so die Aussage des Videos, das damit indirekt in die Richtung von Samsung und MediaTek tritt.

Mag sich Qualcomm gelegentlich mit ihren Präsentationen ein wenig in die Nesseln setzen (wir verweisen auf die „GenM“), und auch die in diesem Video gezeigte Guitar Hero-Metapher nicht sofort einleuchten, hat der Chiphersteller in diesem Video durchaus recht mit der Aussage, dass acht Kerne noch lange kein gutes SoC ausmachen.

Halten wir die Kernaussagen des Videos fest: Ein großer Teil der Apps profitiert noch nicht SoCs mit mehr als zwei Kernen. Im Gegensatz zur Konkurrenz – gemeint sind wohl Samsung und MediaTek, die bereits Octa Core-SoCs bauen – optimiert Qualcomm nach Eigenaussage auch die einzelnen Kerne und verbaut gute GPUs, Modems und andere relevante Komponenten auf den Dies ihrer SoCs, auf Deutsch: auf den Platinen ihrer integrierten Chipsätze. In der Tat muss zum Beispiel Samsung immer noch auf Qualcomm-Chips zurückgreifen, wenn sie Geräte mit den eigenen Exynos-SoCs LTE-fähig machen wollen.

Auch wenn Aussagen aus einem Werbefilmchen generell mit Vorsicht zu genießen sind, deckt sich viel des im Video gesagten mit unseren Erfahrungen: Qualcomms CPUs skalieren gut und zuletzt waren wir von der Alltags-Performance des Dual Core Snapdragon 400 im HTC One mini (Test) und Samsung Galaxy S4 mini (Test) durchaus angetan – gefühlt war da kaum ein Unterschied zu den Varianten mit Snapdragon 600 zu erkennen. Was die Aussagen des Werbevideos, wenn auch zu Ungunsten der eigenen Prozessoren, untermauert.

Was haltet ihr vom CPU-Wettrüsten? Werden zukünftig mehr Anwendungen von mehr als vier Kernen auf der Platine profitieren? Liegt die Zukunft der mobilen SoCs eher in höheren Taktraten? Oder sollte statt steigender Rechenleistung vielmehr die Software auf Performanz optimiert werden? Wir freuen uns über eure Meinung – im Kommentarbereich.

[via GigaOM]

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