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Play Services: Update bringt Google Settings-App und Google+-Login


27.02.2013, 10:40 Uhr

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Praktisch über Nacht beschert Google sämtlichen Android-Smartphones und -Tablets eine neue App: Hinter einem grünen Google Settings-Icon findet man seit Neuestem viele bislang verstreute Einstellungen zu diversen Google-Apps unter einem neuen, gemeinsamen Dach. Über diese App lassen sich auch mit Google+ verknüpfte Anwendungen pflegen – gestern wurde entsprechende Funktionalität für Google+ eingeführt, die gleichzeitig Facebook Connect Konkurrenz machen und „Social Spam“ verhindern soll.

Manch ein Nutzer von Android-Smartphones oder Tablets wird gestern Abend heute morgen verdutzt festgestellt haben, dass zusätzlich zum roten Google+- und blauen Google Now- nun ein grünes Google Settings-Icon den App Drawer schmückt, welches sich ohne Zutun des Users installiert hat.

Die App offenbart auf den ersten Blick nichts Neues: Stattdessen vereint sie verschiedenste Einstellungen, die mit dem Google-Profil zu tun haben und bislang via Google+, Google Maps, Google Now oder das Einstellungsmenü zugänglich waren. Der einzig unbekannte Eintrag, „Apps mit Google+-Login“, ist Indiz für ein neues Feature, welches Google mit dem Update seiner Google Play Services einführt.

Apps und Webanwendungen können können dem Nutzer nun erlauben, sich mit seinem Google+-Profil anzumelden, statt ein neues, anwendungsspezifisches Profil zu erstellen. Ganz im Sinne von Google+ ist dabei frei konfigurierbar, welche Personen oder Kreise sehen dürfen, wie man mit der Anwendung interagiert. Gibt man, so führt Google als Beispiel auf, über eine Anwendung Restaurantbewertungen ab, so könnten Freunde und Familie davon profitieren. Fügt man dagegen seinem digitalen Einkaufszettel Milch und Eier hinzu, so ist dies für niemanden von Belang – die Sichtbarkeit kann deshalb auch komplett abgeschalten werden. Im entsprechenden Ankündigungsartikel im Google+ Platform Blog hebt Google hervor, dass man so „Social Spam“ verhindere – ein klarer Seitenhieb auf Facebook, wo Dritt-Anwendungen wie Spotify, Instagram, Farmville und Konsorten grundsätzlich für alle Kontakte des Nutzers sichtbare Nachrichten posten.

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Nehmen Entwickler diese überaus praktische Funktion wahr und integrieren sie in ihre Apps, so bleibt dem Nutzer zukünftig die Verwaltung weiterer Accounts erspart. Außerdem bietet der zentralisierte Login mehr Sicherheit für Anbieter und Nutzer – gleichzeitig entsteht aber das Risiko, beim Verlust der Zugangsdaten zu diesem zentralen Konto den Zugang zu allen verknüpften Angeboten zu verlieren.

Facebook und Twitter bieten ähnliche Funktionalität schon seit geraumer Zeit an. Dank der weiten Verbreitung Androids und der Anbindung an Google+-Kreise sollte Googles Angebot noch komfortabler sein, fügen sich doch zukünftig Anwendungen so nahtlos in das System ein wie Googles Apps selbst.

Wer sich wundert, dass die App ohne Play Store-Aktualisierung auf dem eigenen Android-Gerät landet: Google hat die Möglichkeit, Apps auf sämtlichen Android-Geräten aus der Ferne zu installieren, zu aktualisieren und zu löschen. Dies wird von Google zur Aktualisierung von System-Apps wie Play Store und Play Services und zur Bekämpfung von Malware genutzt.

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Habt ihr die Anwendungen schon auf eurem Gerät gesichtet? Habt ihr sogar schon App-Empfehlungen, die den Services nutzen? Teilt sie uns in den Kommentaren mit.

Quelle: Google Developers Blog [via Android Central, The Verge]

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