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Opera: Werbung ist auf Android weit weniger effektiv als auf iOS


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Sind Android-User als Werbekunden untauglich? Wenn man einer Studie des Browserherstellers Opera glauben will, ist das der Fall. Laut der Untersuchung lohnt sich für Werbekunden sogar ein Auftritt auf RIMs Blackberry mehr als eine Schaltung auf dem meistverbreiteten mobilen Betriebssystem.

Diese Meldung macht doch ein wenig stutzig: Wie der Browserhersteller Opera verkündet, lohnt sich aus Sicht ihrer Werbekunden ein Auftritt auf Apple-Geräten wie dem iPhone oder iPad um einiges mehr als auf anderen Plattformen. Und vor allem um einiges mehr, als auf Android.

Wie die Studie zeigt, zahlen Werbekunden auf iOS im Schnitt 1,64 US-Dollar pro 1.000 Seitenaufrufe – bei Android ist es gerade einmal rund die Hälfte – 88 Cent. Am effektivsten für Werbekunden ist das iPad: 4,42 Dollar macht die Wirtschaft für einen Werbeauftritt auf dem Apfeltablet locker. Deutlich mauer sieht es bei Android aus: Obwohl Googles OS für ein Viertel des mobilen Traffics unter Opera sorgt, bringt es gerade mal 16,79 Prozent der Werbeeinnahmen ein. RIMs CPM bringt 1,06 Dollar pro 1000 Seitenaufrufe – ist allerdings auch nur für 4,40 Prozent des Traffics und 4,15 Prozent der Werbeieinnahmen verantwortlich. Die Opera-Studie basiert auf einer Kooperation mit den größten Netzwerken für mobile Werbung.

Dass Apple den Werbemarkt anführt, ist für mich jetzt wenig überraschend – schließlich gilt der Apfel immer noch als Statussymbol und ist vor allem bei markenbewussten und zahlungskräftigeren Kunden in der Tasche zu finden, auch wenn hier sicher in den letzten Jahren eine gewisse Verwässerung stattgefunden hat. Der klassische Apple-Kunde hat aber weiterhin das Image, viel Wert auf Lifestyle und das richtige Image zu legen und ist wahrscheinlich deswegen auch empfänglicher für Werbung. Dagegen war Android schon immer eher die Plattform für die Techies und Bastler, denen das Image nicht ganz so wichtig ist und die ihre Konsumentscheidungen wohl etwas rationaler und zögerlicher fällen. Zudem gibt es Android-Geräte nicht nur im High-End-Bereich, sondern in allen Marktsegmenten.

Doch dass die Disparität tatsächlich so hoch ist, überrascht mich dann doch etwas. Vor allem verbunden mit der Tatsache, dass der Werbeumsatz auf Android im dritten Quartal 2012 noch einmal ordentlich zurückgegangen ist – gerade im Zuge des Releases von Smartphones wie dem Samsung Galaxy S3, welches durchaus auch als hochwertiges Lifestyle-Smartphone auf Augenhöhe eines iPhone verstanden werden will und das sich mehr als ordentlich verkauft hat, verwundert mich dieser Trend dann doch. Aber wer weiß, vielleicht nutzen die lohnenden Android-Werbekunden auch einfach kein Opera.

Was sind eurer Meinung nach die Gründe für diesen großen Unterschied zwischen den mobilen Plattformen? Trifft die Studie auch eure eigenen Beobachtungen? Wie reagiert ihr auf Werbung auf dem Smartphone? Wir sind gespannt auf eure Einschätzungen und Kommentare!

[via Phone Arena]

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