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Nexus 4: Zweiter Verkauf in den USA endet erneut in Debakel


28.11.2012, 16:24 Uhr

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Für große Aufregung sorgte die gestrige Meldung, dass Google in den USA gegen Mittag (Westküstenzeit) ein weiteres Kontingent an Nexus 4-Geräten zum Verkauf anbieten wolle. Das Chaos von vor zwei Wochen noch frisch in Erinnerung hofften Kunden, dass das Shoppingsystem inzwischen an die hohe Nachfrage angepasst wurde — und wurden erneut enttäuscht.

Als vor nur zwei Wochen der Verkauf des neuen Google-Smartphones Nexus 4 etappenweise in verschiedenen Ländern freigeschaltet wurde, schlug die zuvor gehegte Vorfreude schnell in Frust und Verständnislosigkeit um: Nicht nur schien der Vorrat an verfügbaren Geräten sehr begrenzt, auch Googles Play Store — die bislang einzige Verkaufsstelle, die das Gerät zum Schnäppchenpreis anbietet — war dem Ansturm der Benutzer nicht gewachsen. Selbst diejenigen Nutzer, die das Smartphone schon in den virtuellen Einkaufswagen gelegt hatten, gingen auf Grund der anhaltenden Serverprobleme nicht selten leer aus.

Sehr zur Freude weiterer potenzieller Käufer kündigte Google gestern Morgen (Ortszeit) an, das Nexus 4 ab Mittag wieder zum Verkauf anzubieten. Zunächst schien es, als habe Google aus dem vorangegangenen Debakel gelernt, doch schon bald zeigten die Server erneut Probleme mit der hohen Zahl an Nutzern: Geräte verschwanden aus den Einkaufswagen und das Nexus 4 wurde zeitweise als ausverkauft angezeigt. Einzige Neuerung bei diesem zweiten Verkauf war ein Banner mit dem Hinweis darauf, dass das Gerät trotz entsprechender Anzeige nicht ausverkauft sei — bis es kurze Zeit später dann doch tatsächlich so war.

Schon beim ersten Verkaufsdebakel musste sich Google die Frage gefallen lassen, warum ein Unternehmen, das täglich eine nicht vorstellbare Menge an Nutzeranfragen verarbeitet, nicht mit der zeitweise erhöhten Serverlast durch den Nexus 4-Verkauf zurecht kommt. Konnte man hier zunächst noch mit einer unerwartet hohen Anfrage zugunsten Mountain Views argumentieren — mit Ausnahme des Nexus 7 verkauften sich Nexus-Geräte bislang eher schleppend —, so stellt sich nun die Frage, warum man aus dem Geschehenen nicht gelernt hat. Vorstellbar wäre zum Beispiel gewesen, innerhalb der vergangenen zwei Wochen ein Vorverkaufssystem einzurichten oder dem Play Store mehr Server-Kapazität zur Verfügung zu stellen. Andererseits: Auch ohne kostspielige Verbesserungen und trotz der vorangegangenen negativen Schlagzeilen verkauft sich das Smartphone wie geschnitten Brot. Und was könnte man sich als Unternehmen mehr wünschen?

Wie steht ihr dazu? Fürchtet ihr auch für den Verkauf in Deutschland erneute Probleme? Seid ihr von Googles Verhalten abgeschreckt? Oder habt ihr erst durch die Berichterstattung über die Verkaufsprobleme vom Nexus 4 erfahren? Meinungen bitte in die Kommentare.

Quelle: The Next Web [via phoneArena]

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