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Nexus 4: Produktion erhöht, „normale“ Verfügbarkeit ab Februar


17.01.2013, 11:27 Uhr

Nexus-4-Video-Review

Seit dem 13. November wird das Nexus 4 verkauft. Zumindest theoretisch, denn viele potentielle Kunden, die das Gerät erwerben wollen, konnten dies bislang nicht. Das Nexus 4 ist und bleibt über weite Strecken im Play Store ausverkauft, im Einzelhandel sind die Geräte nur stellenweise und meist nur zu höheren Preisen zu haben. Ein Interview mit einer französischen LG-Sprecherin macht nun etwas Hoffnung: Google habe die Nachfrage unterschätzt, man erhöht aber derzeit die Produktionsgeschwindigkeit. Ab Mitte Februar soll das Nexus 4 in der Breite verfügbar sein.

Eigentlich ist es ja ein Luxusproblem: Das Nexus 4 (hier im androidnext-Test) ist zu beliebt. LG und Google sind bei der Nachfrage offenbar auf dem falschen Fuß erwischt worden und haben nach wie vor Schwierigkeiten, in Sachen Lieferkapazitäten Schritt zu halten. In einem Interview klärt die Sprecherin von LG Frankreich, Cathy Robin, über die aktuelle Situation auf.

Auch wenn es nimandem nützt, der ein Nexus 4 haben will und es nicht bekommt, wird in dem Interview mit der französischen Website challenges.fr immerhin auf die Frage der Schuldigkeit am Verfügbarkeits-Desaster beim Nexus 4 eingegangen: Nicht nur LG trage Verantwortung, so die LG-Sprecherin, sondern auch Google, die offenbar bei der Einschätzung der Nachfrage Zahlen des Vorgängers, des Galaxy Nexus, auf das das neue Modell projiziert hätten und zu wenige Geräte in Auftrag gegeben hätten. Sollte das stimmen, wäre das aus unserer Sicht angesichts des herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses des Nexus 4 und des erwartbaren Ansturms auf die Geräte ein schwerer Fehler von Google. Die Sprecherin betont aber auch, dass man hier nicht von Schuld sprechen könnte, zwischen Google und LG liefe alles hervorragend.

Die wichtige Nachricht ist dann auch, dass es keinesfalls einen Produktionsstopp geben wird, wie man es aus der Gerüchteküche hören konnte. Derzeit wird das Gerät mit vollem Einsatz nachproduziert, ab Mitte Februar soll das Nexus 4 endlich in ausreichenden Quantitäten verfügbar sein, sämtliche Engpässe sollten dann der Vergangenheit angehören. Das heißt, dass sich Interessenten noch maximal sechs Wochen gedulden müssen, bis die Geräte endlich verfügbar sind – besser spät als nie. Interessanterweise erklärt Cathy Robin auch, dass die über die Seriennummern ermittelten Zahlen von weniger als 400.000 gebauten Geräten nicht stimmten, die Anzahl der tatsächlich produzierten Geräte sei viel höher.

Auf die Unterschiede zum eigenen Flaggschiff LG Optimus G angesprochen, das hardwareseitig sehr ähnlich zum Nexus 4 ist, gibt Cathy Robin zu Protokoll, dass das Nexus 4 natürlich sehr aggressiv bepreist ist, aber das Optimus G einige software-seitige Vorteile besitzt wie etwa schwebbare Notizen oder eine frei zoombare Videofunktion. Nach erfolgreichen Launches in Korea, Japan und den USA mit einer Million ausgelieferten Geräten soll das Optimus G im März auch nach Frankreich kommen.

LG wolle zudem 2013 wieder nach vorne kommen, man wird in Europa allerdings Nischenmärkte wie Phablets mit der Vu-Serie nicht weiter bedienen, auch für Windows Phone 8-Devices gäbe es keine konkreten Pläne.

Quelle: Challenges.fr (Englische Version) [via reddit]

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