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Nexus 4: LTE-Chip verbaut, Code in AOSP, Root & Recovery


17.11.2012, 22:41 Uhr

nexus-4-zerlegt

Man möge uns die derzeitige inhaltliche Monokultur verzeihen, aber das Nexus 4 das derzeit dominierende Thema in der Android-Szene, deshalb ein kleines abendliches News-Roundup. Mit von der Partie: Eine massive Hardware-Überraschung (ein LTE-Chip), ein bisschen Quellcode (im AOSP) und ein erwartbares Achievement (Root und Recovery).

LTE-Chip im Nexus 4

Die für ihre Zerlegungsaktionen aktueller Gadgets bekannte Seite iFixit.com hat ein Nexus 4 in die Hand bekommen und natürlich sofort in einem Teardown auseinandergenommen, um Fotos und Erkenntnisse mit der Welt zu teilen. Insgesamt erhält das Gerät eine „Reparierbarkeitswertung“ von 7/10. Warum keine höhere Wertung? Mit den richtigen Tools kann man die Rückabdeckung in einigen Minuten abnehmen, allerdings ist die Batterie angeklebt – den Kleber zu lösen ist recht kompliziert und birgt die Gefahr den Akku zu beschädigen.

nexus 4 mainboard

Verblüffend ist aber etwas anderes: Das Nexus 4 enthält, wenngleich als HSPA+-Gerät angepriesen, einen LTE-Chip von Qualcomm, der insgesamt sieben LTE-Bänder unterstützt: den WTR1605L, im Bild oben dunkelblau markiert. Verschiedene Quellen (Android Police, Thread bei reddit) im Netz besagen allerdings, dass der Chip alleine nicht reicht, um das Smartphone hardwareseitig fit für LTE zu machen – es braucht mindestens eine kompatible Antenne, die das Nexus 4 nicht besitzt, aber wohl auch einen so genannten „LTE Power Amplifier“. Ganz zu schweigen von der passenden Treiber-Software und der notwendigen Lizenzierung bei Aufsichtsbehörden wie der FCC.

Die Hoffnung, dass man lediglich ein bei XDA gezogenes ZIP-File flashen muss, um ein „Nexus 4G“ zu besitzen, ist damit wohl leider zerschlagen, die verbaute Hardware dürfte genauso unverwendet bleiben wie die Bluetooth 4.0-Unterstützung im Galaxy Nexus. Aber warum ist der Chip verbaut? Vielleicht werden sich Google und LG bei der Konzipierung des Geräts die Möglichkeit offen gelassen haben wollen, LTE einzubauen und sind erst von diesem Kurs abgewichen, als das Mainboard-Layout schon feststand. Schade eigentlich! [via Phone Arena]

Nexus 4 in AOSP

Eine positivere Nachricht ist, dass das Nexus 4 nun doch im Android Open Source Project (AOSP) aufgeschlagen ist, zumindest teilweise. Zuletzt gab es Irritationen, weil das nicht sofort nach Marktstart geschehen war. Es sind allerdings nicht alle notwendigen Files enthalten, um Android für das Nexus 4 selbst zu kompilieren, diverse Treiber-Binaries fehlen – was indirekt die Vermutung bestätigt, dass es Lizenzprobleme bei den Treibern der Hardwarekomponenten waren, die für die Verzögerung verantwortlich waren. Diese Treiber können allerdings auch aus Firmware-Dumps geholt werden – der Weg für Custom ROMs auf dem Nexus 4 ist also frei. [via Android Police]

Root für das Nexus 4

Außerdem gibt es erste Methoden, um das Nexus 4 mit Root zu versorgen und ClockworkMod Recovery zu applizieren. Selbstverständlich muss zuvor der Bootloader entsperrt werden. Eine Anleitung auf Englisch gibt’s bei den XDA-Developers. Wer nicht mit fastboot und adb herumhantieren will, wartet noch ein paar Tage, dann wird es gewiss komfortablere Toolkit-Varianten geben. [via Android Central, (2)]

Nachtrag: Ein entsprechendes Toolkit ist bereits verfügbar. Danke an die zahlreichen Hinweisgeber!

Bildmaterial: iFixit

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  • http://t3n.de/news/nexus-4-einzelteile-zerlegt-427264/ Nexus 4 in seine Einzelteile zerlegt – LTE-Modul entdeckt » t3n News

    [...] geklärt. Allerdings wird nicht nur ein entsprechendes Modul zur Nutzung von LTE benötigt, sondern weitere Bauteile wie eine kompatible Antenne und ein sogenannter „LTE Power Amplifier“ – beides hat das Nexus [...]

  • http://www.androidnext.de/news/nexus-4-lte/ Nexus 4: LTE funktioniert doch – in kleinem Umfang

    [...] Welt funktioniert. Die nächste Überraschung war, als bekannt wurde, dass das Nexus 4 trotzdem einen LTE-Chip enthalte. Dieser sei allerdings nicht funktional, weil essentielle Hardware-Komponenten fehlten, hieß es [...]

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