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Motorola: Weniger Geräte und weniger Stellen


13.08.2012, 14:02 Uhr

Google-Motorola

Nachdem Google im letzten Jahr bekannt gegeben hat, die Mobilfunksparte von Motorola zu übernehmen, gab es viele Gerüchte über die Zukunft des Hardware-Herstellers. Motorola Mobility soll weiterhin als eigenständiges Unternehmen operieren, allerdings wird der neue Mutterkonzern durchaus Einfluss auf die künftige Entwicklung nehmen. Nach einem Wechsel an der Führungsspitze stehen nun die ersten Umstrukturierungsmaßnahmen an, die neben einem Stellenabbau von 20 Prozent auch eine Reduktion der Produktpalette beinhalten.

Inzwischen ist die Übernahme von Motorola durch Google in trockenen Tüchern und nun kann die Umstrukturierung des strauchelnden Hardware-Herstellers beginnen: Auch wenn der bisherige CEO von Motorola, Sanjay Jha, bereits durch den Google-näheren Dennis Woodside ersetzt wurde, soll Motorola Mobility weiter als eigenständiges Unternehmen agieren. Im nächsten Schritt wird der amerikanische Hersteller, der zuletzt in die Mittelmäßigkeit abgedriftet ist, nun wieder flott gemacht und zurück auf die Erfolgsschiene gebracht.

Um dies zu erreichen, soll zunächst die Produktpalette entschlackt werden: Statt wie bisher eine Vielzahl verschiedenster Geräte anzubieten, die vor allem in der unteren Mittelklasse positioniert sind, sollen künftig nur noch wenige, dafür aber qualitativ sehr hochwertige Geräte gefertigt werden. Damit einher geht leider auch, dass viele Arbeitsstellen gestrichen werden müssen – genauer gesagt sollen bald 4000 Stellen weltweit wegfallen. Der Großteil dieser Stellen wird allerdings außerhalb des Heimatlandes USA gekürzt, was wiederum die Frage stellt, ob Motorola sich künftig noch stärker auf den amerikanischen Markt konzentrieren, oder die internationale Strategie auch mit weniger Personal verfolgen will.

Die generelle Neuausrichtung von Motorola erinnert im Übrigen stark an HTC, die für 2012 ebenfalls die Produktpalette stark verkleinert haben und dadurch mit Stellenstreichungen und Umsatzeinbußen kämpfen mussten und müssen. Bleibt zu hoffen, dass Motorola und Google die Entwicklung bei HTC gut beobachtet und daraus gelernt haben.

Was haltet ihr von der Umstrukturierung? Haltet ihr sie für erfolgversprechend? Eure Meinung könnt ihr in den Kommentaren mit uns teilen.

Quelle: NYTimes [via Smartdroid]

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