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LG: Nexus 4-Lieferschwierigkeiten wegen zu hoher Nachfrage


07.12.2012, 11:50 Uhr

Nexus-4-Video-Review

Das Nexus 4 ist nach wie vor eines der beherrschenden Themen in der Tech- und vor allem Android-Welt – mittlerweile allerdings weniger wegen seines herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses, sondern vielmehr ob der massiven Lieferschwierigkeiten seitens Google. Laut einem LG-Sprecher liegt dies daran, dass die Nachfrage die Erwartungen von Google deutlich überstiegen hat.

Wer unsere oder andere technikorientierte Seiten im Netz regelmäßig verfolgt, wird die Geschichte um das Nexus 4 (hier unser Testbericht) bereits zu Genüge kennen: Nach der Wirbelsturm-bedingt unspektakulären Präsentation bot sich zum Verkaufsstart ein erschreckend chaotisches Bild – nach einigen Serverzusammenbrüchen war das Nexus 4 nach etwas über 20 Minuten bereits ausverkauft und ein Teil der wenigen Käufer wurden zudem noch mit einer Lieferverzögerung von bis zu drei Wochen gequält. Inzwischen gab es eine zweite Verkaufsrunde, die zwar latent weniger chaotisch ablief, aber auch wieder mit ausverkauften Geräten und langen Lieferzeiten endete. Da überrascht es wenig, dass schnell eine hitzige Diskussion über die Gründe für die Lieferschwierigkeiten geführt wurde. Neben einer künstlichen Verknappung seitens Google wurde stark auf Lieferprobleme von LG getippt.

Ein Sprecher von LG weist die Schuld nun ein bisschen vom koreanischen Unternehmen weg in Richtung Mountain View – das Nexus 4 erweist sich als extrem erfolgreich und die Nachfrage nach dem Smartphone sei deutlich höher, als von Seiten Googles erwartet wurde. LG hat die von Google bestellte Anzahl an Geräten produziert und geliefert; was also schlicht bedeutet, dass Google sich verschätzt hat. Dies ist in Anbetracht der gebotenen Hardware zu dem sehr niedrigen Preis fast schon wieder überraschend für ein Unternehmen, das selbst Wahlergebnisse erstaunlich genau voraussagen kann.

Auf die Frage, ob die Lieferprobleme nur den Google Play Store oder auch andere Händler betreffen werden, gab es von LG keine Angaben, lediglich dass man unter Hochdruck daran arbeite, die hohe Nachfrage durch erhöhte Produktionskapazitäten schnellstmöglich zu erfüllen.

Eine weitere interessante Frage, nämlich die nach dem Preis des Nexus 4, das außerhalb des Google Play Store deutlich teurer angeboten wird, erklärte der LG-Sprecher damit, dass der Verkaufspreis vom jeweiligen Händler festgelegt werde und LG darauf keinen Einfluss habe.

Auch wenn die Lieferschwierigkeiten des Nexus 4 für viele Kaufwillige, die bisher leer ausgegangen sind, sehr ärgerlich sind, könnten sie im Endeffekt einen positiven Effekt für Google und Android bedeuten — zu diesem Schluss kommt jedenfalls Ian Fogg vom Analyse-Unternehmen IHS: Durch die Lieferschwierigkeiten und die Medienberichte darüber wird ein großes Interesse geschaffen, was wiederum das Bild von Android in der Öffentlichkeit deutlich verbessert. Ob Google nun also absichtlich das Mittel der Verknappung wählt oder nicht, sei mal dahingestellt. Aus strategischer Sicht läuft momentan alles optimal, vorausgesetzt man kann die Menge der lieferbaren Geräte bald deutlich erhöhen, da der positive Effekt sich ansonsten ins Gegenteil verkehren dürfte.

Quelle: CNET UK

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    [...] die den aktuellen Zeitgeist in der schnellen Technikwelt trifft. Bekannt sind auch die Lieferschwierigkeiten des Nexus 4, die meine Tendenz, sich gute und günstige Android-Geräte zu wünschen, unterstützt. [...]

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