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Intel Yolo: Günstiges Smartphone mit doofem Namen für Kenia


26.01.2013, 11:11 Uhr

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Intel drängt mehr und mehr auf den Smartphone-Markt und das geschieht nicht nur im High-End-Bereich: Für Kenia hat der Chip-Hersteller nun das Yolo angekündigt, ein 3,5 Zoll großes Smartphone mit Atom-Single Core-CPU, das von einem lokalen Provider für nur 125 Dollar inklusive 500 MB Datenvolumen angeboten werden wird. Wir wundern uns derweil hauptsächlich über den Namen des Gerätes …

2012 wurde „Yolo“ in Deutschland zum Jugendwort des Jahres gekürt, aber auch international ist das Akronym bekannt; You only live once — auf deutsch „Man lebt nur einmal“ — ist weniger Hommage an einen britischen Geheimagenten, sondern rechtfertigt unter jungen Leuten dem Urban Dictionary zufolge eher Unfug aller couleur: „Hey, lass uns mal diese Pilze probieren, yolo!“ Nun gut, auch wenn dieses Beispiel vielleicht etwas extrem ist, so fragen wir uns dennoch, warum Intel sein Kenia-Smartphone ausgerechnet mit diesem Namen versehen hat — denn so schlimm, dass dafür die Einmaligkeit des Lebens verbunden mit Fatalismus als Entschuldigung herangeholt werden müssen, scheint es uns hinsichtlich seiner Specs gar nicht.

So kommt das Yolo zwar nur mit einem 3,5 Zoll-Screen mit der mageren Auflösung von 320 x 480 Bildpunkten, wird dafür aber von einem 1,2 Ghz schnellen Atom-Prozessor befeuert, der auf immerhin 512 MB RAM zurückgreifen darf. Außerdem an Bord: Ein MicroSD-Kartenslot, der die 4 GB internen Speicher bei Bedarf erweiterbar macht. Auf der Rückseite findet sich immerhin eine 5 MP-Kamera, die 7 Fotos pro Sekunde schießen und Videos in 1080p-Auflösung aufnehmen kann. Softwareseitig wird das Yolo mit Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich ausgeliefert. Der 1.500 mAh-Akku sollte bei der Displaygröße und der Sparsamkeit des Atom-Prozessors ausreichend lange Laufzeiten garantieren.

Bemerkenswert ist, dass das Yolo im AnTuTu-Benchmark das alte Galaxy Note von Samsung hinter sich gelassen hat und sich gar auf einer Höhe mit ASUS’ Transformer Prime einordnet.

In Kenia soll das Yolo über den dortigen Provider Safaricom (noch so ein Name!) inklusive 500 MB für 125 Dollar angeboten werden — bei mir verdichtet sich in Anbetracht der Namensgebung für Phone und des Providers derweil der Verdacht, das Teil so als Urlaubsphone für westliche Touristen positioniert werden: „Hey, Ihr seid nur einmal in Kenia, kauft euch für eure Safari doch ein Yolo ..!“

Intel [via phoneArena]

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