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HTC One: Bei O2 bereits verfügbar, Gerüchte um Lieferprobleme


08.03.2013, 14:43 Uhr

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In sich diskrepanter könnte der Inhalt dieser Meldung kaum sein: Zum einen ist das HTC One Berichten zufolge bereits bei O2 erhältlich, zum anderen sind allerdings auch Informationen aufgetaucht, dass HTC Probleme bei der Produktion der Ultrapixel-Kamera hat – aus diesem Grund könnte es in den nächsten Wochen und Monaten zu einigen Engpässen bei der Verfügbarkeit kommen.

In der vergangenen Nacht verkündete O2 über den eigenen Twitter-Account, dass das HTC One ab heute ausgeliefert werde. Wie groß der erste Bestand ist, ist nicht bekannt; wer also nicht zu den Vorbestellern gehört, sollte sich beeilen und das Gerät schnell bei O2 bestellen. Der luftige Mobilfunkanbieter ist damit der erste Händler, bei dem das neue Smartphone-Flaggschiff erhältlich ist – wir gehen aber davon aus, dass andere Anbieter in Kürze nachziehen werden.

Eile ist zudem für alle Interessenten am HTC One geboten, da es in nächster Zeit gerüchteweise zu Lieferengpässen kommen könnte. Dies zumindest behauptet die Seite Focus Taiwan unter Berufung auf taiwanische Analysten. Demzufolge hat HTC massive Probleme bei der Herstellung der Sensoren für die Ultrapixel-Kamera und kann derzeit nur 20 bis 30 Prozent der angestrebten Mengen produzieren. Stichproben der Zulieferketten, die das Unternehmen KGI Securities angestellt hat, ergaben, dass bei wichtigen Komponenten, wie eben dem Kameramodul die Produktion weit hinter dem Soll zurückliegen und demnach nur zwischen 800.000 und 1,2 Million Geräte in den nächsten Monaten ausgeliefert werden können.

Die Ultrapixel-Kamera ist eines der Hauptfeatures des HTC One und steht im Mittelpunkt der Marketingkampagne – sie stellt einen mutigen Schritt dar, da sie im Gegensatz zur Megapixel-fixierten Konkurrenz in die entgegengesetzte Richtung geht und Sensoren verbaut, die mit 4,1 MP geringer aufgelöste Fotos schießt, welche Firmenangaben zufolge dafür aber bessere Qualität aufweisen. Es würde nicht einer gewissen Ironie entbehren, wenn eben diese Kamera nun Probleme bereiten würde.

Etwas beunruhigend ist, dass HTC durch die Lieferprobleme von der Konkurrenz von Samsung und Sony überholt werden könnte, wenn diese eine bessere Verfügbarkeit sicherstellen können. Ein ähnliches Problem wurde HTC 2010 bereits beim HTC Desire zum Verhängnis. Aufgrund von Lieferproblemen beim Display, das ironischerweise von Samsung gefertigt war und deren Produktionskapazitäten letztlich für das Samsung Galaxy S benötigt wurden, war das Desire nach einem überraschenden Anfangserfolg über Wochen nicht erhältlich und wurde daraufhin vom SGS1 überholt. Vermutlich könnte HTC in diesem Fall auch ein anderes, konventionelleres Kameramodul verbauen, nur wäre damit der Marketing-Aufwand für die Ultrapixel-Kamera hinfällig.

Für den derzeit finanziell angeschlagenen Konzern könnten die Lieferprobleme fatale Folgen haben, da mit dem HTC One alles auf eine Karte gesetzt wurde und es die Wende für das Unternehmen bringen sollte. Wie viel allerdings an den Gerüchten dran ist, lässt sich aus unserer Position nur schwer beurteilen. Wir hoffen natürlich, dass die Probleme übertrieben dargestellt werden oder zumindest schnell in den Griff bekommen werden können.

Quellen: Twitter, Focus Taiwan, (2) [via Smartdroid und Android Authority]

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