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HTC One: Kamera-Bug sorgt für Verwirrung, Fix in Arbeit


22.03.2013, 13:03 Uhr

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Das HTC One verfolgt mit seinem Ultrapixel-Fotosensor einen vielversprechenden Ansatz, bei dem weniger Pixel für eine höhere Bildqualität sorgen, was nur auf den ersten Blick widersprüchlich ist. Allerdings hat sich in die Kamera-Software ein Bug eingeschlichen, der vermeintlich unlogische Testergebnisse bei verschiedenen ISO-Stufen verursacht. HTC weiß Bescheid und hat einen Fix angekündigt.

Der Kamerabug des HTC One wirkt sich zwar nicht auf die Bildqualität aus, hat aber offenbar in einigen Testredaktionen für verknotete Gehirnwindungen gesorgt, weil die Testergebnisse auf den ersten Blick schlicht und einfach unlogisch erscheinen.

Weniger Pixel für weniger Bildrauschen

Inzwischen hat sich auch bei vielen fotografischen Laien die Erkenntnis durchgesetzt, dass der sogenannte Megapixel-Wahn in Sachen Bildqualität in die Sackgasse führt. Smartphones verfügen bauartbedingt über winzige Fotosensoren. Den ohnehin geringen Platz darauf mussten sich in der Vergangenheit immer mehr Pixel teilen, die dadurch natürlich immer kleiner geworden sind. Kleinere Pixel können aber weniger Licht auffangen, was die Messgenauigkeit vermindert und so für höheres Bildrauschen sorgt.

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Absolute Priorität ist es immer, keine verwackelten Bilder zu erhalten. Digitalkameras stellen den ISO-Wert im Automatikmodus so niedrig wie möglich ein, um eine dafür ausreichend kurze Belichtungszeit zu erreichen. Wenn es wie bei der Verwendung eines Statives aber auf die Belichtungszeit nicht ankommt, kann man die Kameras auf einen festen (niedrigen) ISO-Wert einstellen, um das Bildrauschen zu minimieren. Alternativ lässt sich oft eine maximale, von der Kamera automatisch zu wählende ISO-Stufe einstellen.

ISO- und Exif-Bug beim HTC One

Genau diese beiden zuletzt erwähnten Einstellungen sind HTC durcheinander geraten. Zwar suggeriert das Smartphone dem User, er könne eine feste ISO-Stufe einstellen, setzt das aber dann so um, dass der gewählte ISO-Wert stattdessen als Obergrenze festgelegt wird. Bis zu diesem Wert entscheidet weiter die Kamera automatisch und variabel über die ISO-Stufe. Dazu muss man wissen, wie ein Test auf Bildrauschen in der Regel aussieht: Die Kamera wird auf einem Stativ befestigt und ein Testchart unter gleichbleibenden Lichtverhältnissen mit verschiedenen, manuell eingestellten ISO Werten fotografiert. Je höher die ISO-Stufe, desto geringer muss die Belichtungszeit sein, um ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten. Bei den Tests, die in die Hose gegangen sind, ist die Kamera also die ganze Zeit auf der geringstmöglichen ISO-Stufe geblieben, obwohl die Tester davon ausgingen, sie hätten diese erhöht. In der Folge ist natürlich auch die Belichtungszeit unverändert geblieben und die Fotos waren von der Bildqualität her weitgehend identisch.

Perfektioniert wird die eingetretene Verwirrung dadurch, dass die Kamera des HTC One auch noch falsche Metadaten (Exif) in die Bilddatei schreibt. Während der User in Wirklichkeit nur eine ISO-Obergrenze festgelegt hat, erwecken die Exif-Informationen den Eindruck, es handele sich bei um den fest eingestellten Wert.

Lange Rede kurzer Sinn: Wer beim Fotografieren manuell die ISO-Werte justiert, erhält derzeit noch suboptimale Foto-Ergebnisse mit dem HTC One. HTC hat versprochen, den Bug im Rahmen des nächsten Updates zu beseitigen, einen Termin hat HTC dafür allerdings noch nicht genannt.

Quelle: Heise Foto [via TechStage]

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