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„Homeboy“: LG präsentiert neues Tablet in Südkorea – hergestellt von Samsung


23.08.2013, 15:37 Uhr

LG Homeboy made by Samsung

Kuriosum zum Wochenende: Der Hersteller LG hat in seinem Heimatland Südkorea ein sieben Zoll großes Tablet mit dem Gangsta-Namen Homeboy vorgestellt – das ist an sich noch nicht übermäßig spektakulär. Tatsächlich sehr interessant ist allerdings, dass das Gerät eigentlich gar nicht von LG produziert wurde, sondern von Samsung. Wir haben es also mit einem Samsung-Tablet zu tun, das unter falscher Flagge fährt/angeboten wird.

LG vertreibt ein Samsung-Tablet — wie kann das denn sein? Nun, ganz so abstrus ist das auch wieder nicht. Denn, was man hierzulande eventuell nicht weiß: LG stellt nicht nur Fernseher, Kühlschränke, Smartphones und anderen Technik-Schnickschnack her, sondern ist zudem der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in Südkorea. Das Samsung-Tablet, bei dem es sich wohl um ein umgebrandetes Galaxy Tab 7 3 handelt, wird als das LG Homeboy in Südkorea von der LG-Tochtergesellschaft LG U+ vertrieben. Etwas hinkend auf den Automobilsektor umgemünzt, wäre das in etwa so, als würde der Carsharings-Service Drive Now von BMW auch Fahrzeuge von Mercedes oder VW im Fuhrpark anbieten – käme denen vermutlich aber nie in den Sinn. Also doch etwas abstrus, das Ganze …

Außerdem ist das Timing von LG U+ interessant, denn Gerüchten zufolge beabsichtigt LG selbst ja in den kommenden Monaten wieder in den Tablet-Markt einzusteigen: Es heißt, dass die Südkoreaner ein 8,3-Zoll-Modell mit dem Namen LG G Pad in der Pipeline haben, das mit Highend-Specs ausgerüstet ist. Trotz des aktuellen Homeboy-Vorgangs gehen wir jedoch nicht davon aus, dass auch das G Pad von Samsung produziert und dann umgelabelt wird.

Das LG Homeboy soll laut der Meldung des Korea Herald als eine Art Kindle-Fire-Alternative fungieren, mit dem User um die 50 TV-Kanäle empfangen, Filme und Millionen Musiktitel anhören, sowie zehntausende E-Books konsumieren können. Das ist aber noch nicht alles, denn sogar als Überwachungssystem kann es eingesetzt werden – man muss das Tablet lediglich so aufstellen, dass die integrierte Kamera den Bereich abdeckt, der überwacht werden soll. Der Feed kann dann unterwegs auf einem Smartphone betrachtet werden. Passt ja irgendwie zum Namen aus der Hood …

Quelle: Korea Herald [via AndroidBeat, Sammobile]

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