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Handy-Strahlung: iPhone 4S dreimal so stark wie Samsung Galaxy S3


20.07.2012, 13:59 Uhr

amir-smartphones

Wie schädlich ist es, mit dem Handy zu telefonieren? Genau weiß man es nicht, dazu fehlt es noch an Langzeiterfahrungen. Wie viel Wärme Handys an den menschlichen Körper abgeben, lässt sich aber mit einem normierten Messwert angeben: SAR, die Spezifische Absorptionsrate. Eine Infografik vergleicht die SAR-Werte verschiedener aktueller Smartphones. Darin kommt das Samsung Galaxy S3 deutlich besser weg als seine Konkurrenten, etwa das iPhone 4S.

Der SAR-Wert eines Smartphones gibt an, wie stark das Gerät dazu in der Lage ist, Köpfe zu erhitzen. Nun gut, um ganz genauso zu sein: Wie viel elektromagnetische Strahlung das Gerät absorbiert und dann als Wärme an den menschlichen Körper abgibt. Gefährlich wird das in erster Linie beim Telefonieren, denn die Strahlungswärme, befürchten manche Forscher, könnte die Bildung von Hirntumoren begünstigen.

Traditionell strahlen Handys mit Metallgehäuse stärker als solche mit Plastikgehäuse. Auch wenn die Horrorgeschichten von der stark erhöhten Krebsgefahr bei intensiver Handynutzung, die vor einigen Jahren durch die Illustrierten schwappten, mit ein bisschen Skepsis genossen werden dürfen, kann es nichts schaden, auch auf den SAR-Wert zu achten, wenn man sich ein Handy kauft.

In einer Infografik von tawkon werden nun jedenfalls die SAR-Werte verschiedener Smartphones verglichen werden. Ergebnis: Das Samsung Galaxy S3 ist mit 0,34 w/kg das Smartphone unter den verglichenen Geräten mit der geringsten Strahlung. Das US-Modell Droid 4 emittiert mit 0,7 w/kg doppelt so viel, das iPhone 4S mit 1,1 w/kg sogar dreimal so viel. Der Blackberry Bold 9700 liegt mit 1,37 w/kg an der Spitze dieser Skala – 1,6 ist der Grenzwert, den die FCC als Obergrenze festgelegt hat, in der EU gilt ein Grenzwert von 2,0 w/kg.

tawkon sar smartphones infographic

Die geringen SAR-Werte des Samsung Galaxy S3 liegen sicherlich an der überwiegend auf Kunstoff basierenden Bauweise des SGS3. Gut zu wissen, dass diese neben des geringeren Gewichts noch einen Vorteil mehr hat.

Die Firma tawkon hat eine App entwickelt, die den Nutzer bei erhöhter Strahlungsaussetzung des Körpers durch das Smartphone warnt und ihn gegebenenfalls auffordert, ein Headset zu benutzen. Die Berechnung findet auf Basis der internen Sensoren im Smartphone statt sowie anderer Daten wie Empfangsstärke, Art der Datenverbindungen und so weiter. Für Android ist die App im Play Store verfügbar. Apple hatte sich entschieden, die tawkon-App aus dem eigenen Appstore zu nehmen. Ob der Grund dafür Kritik an der Methodik zum Erlangen der Werte oder einfach nur Ergebnisse waren, die das iPhone in einem zu schlechten Licht darstellten, ist nicht bekannt.

Macht ihr euch Sorgen wegen der Strahlung von Handys, verwendet ihr deswegen gar ein Headset? Hat der SAR-Wert eines Smartphones Einfluss auf eure Kaufentscheidung? Wir freuen uns über eure Kommentare.

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