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Google-Roadmap: 2013 wird das Jahr von Google+


10.11.2012, 15:32 Uhr

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Google lud vergangenen Dienstag in den Niederlanden zum Frühstück, und die Presse erschien zahlreich. Eine Stunde lang stellte sich Bradley Horowitz, seines Zeichens Vizepräsident der Abteilung für Soziale Produkte bei Google, den Fragen der anwesenden Journalisten. Dabei kamen einige interessante Details zur Zukunft von Google+ sowie den momentan vorherrschenden Messenger-Wirren ans Tageslicht.

Die Roadmap für das kommende Jahr scheint umfassend zu sein: „2013 wird das Jahr von Google+”, ließ Bradley Horowitz, der zweite Mann hinter Googles sozialem Netzwerk, beim Pressefrühstück in Amsterdam selbstsicher verlauten. Sollten sich die genannten Vorhaben in die Tat umsetzen lassen, so scheint diese Aussage durchaus berechtigt.

Google+, Googles soziales Netzwerk, das sich im Bewusstsein der Allgemeinheit im letzten Jahr von einer nerdigen Geisterstadt zu einer zentralen Quelle für Neuigkeiten aus den Gebieten Wissenschaft und Technik gemausert hat, biete momentan nämlich lediglich einen Bruchteil aller geplanten Features. Welche Verbesserungen noch auf uns zukommen werden, müsse indes geheim bleiben. Nichts ändern will Google dagegen an der Werbefreiheit des sozialen Netzwerks. Während die Konkurrenz von Facebook und Twitter mangels Alternativen gezwungen sei, auf das Verhalten der Nutzer angepasste Werbung direkt auf der jeweiligen Website zu schalten, werde Google die durch das Nutzerverhalten gewonnenen Information auch zukünftig nur für Werbung auf anderen Angeboten nutzen. Werbung auf sozialen Netzwerken sei im Allgemeinen nicht sehr effizient.

Auch die viel kritisierte API-Politik werde sich mit dem Ausbau von Google+ ändern. Bislang habe Google umfassende Programmierschnittstellen für sein Netzwerk nicht herausgegeben, um die Entwicklung von Nutzerzahlen und -Verhalten besser überwachen zu können. Hat sich Google+ erst einmal mit all seinen Features etabliert, so werde auch der Zugriff über Anwendungen von Drittanbietern ermöglicht werden. Bezüglich der Nutzerzahlen fügte Horowitz hinzu, dass diese die Erwartungen überträfen. Gut die Hälfte aller Zugriffe auf das Netzwerk fänden über eine mobile Plattform – Smartphone oder Tablet – statt. Detaillierte Statistiken hierzu sollen noch vor Ende des Jahres vorgestellt werden.

Die Themen der Konferenz beschränkten sich jedoch nicht nur auf Google+. Auch das momentan bestehende Chaos vieler parallel laufender und nur teilweise kompatibler Messenger-Varianten kam am Dienstag zur Sprache. So sollen, wie schon vor dem Release der letzten beiden Android-Versionen erhofft, die Dienste Google Talk, Google+ Messenger, Hangouts und Google Voice zusammengefasst werden. Schon in wenigen Monaten werde man Veränderungen beobachten können. Nicht zuletzt soll das Nutzen mehrer paralleler Accounts, beispielsweise geschäftlich und privat, über alle Plattformen hinweg in Zukunft einheitlich und einfacher möglich sein.

Nutzt ihr regelmäßig Google+? Welche Vor- und Nachteile seht ihr gegenüber den Konkurrenzprodukten Facebook und Twitter? Und welche Features wünscht ihr euch für den zukünftigen Ausbau des Netzwerks? Wunschlisten bitte in den Kommentarbereich.

Quelle: Dutch Cowboys [via Reddit]

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  • http://www.computerbase.de/news/2012-11/ausblick-auf-google-plus-fuer-2013/ Ausblick auf Google+ für 2013 – ComputerBase

    [...] Autor: Ferdinand Thommes  Quelle: androidnext.de « Vorige News | Nächste News [...]

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