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Android: Google beantragt Patent für ortsabhängige Entsperrmechanismen


23.08.2013, 11:30 Uhr

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Ein im September 2012 von Google eingereichter Patentantrag wurde gestern gewährt und enthüllt ein neues Feature, welches vermutlich mit der kommenden Android-Iteration 5.0 Key Lime Pie ausgerollt werden wird. Dieses erlaubt es, den Mechanismus der Bildschirmsperre ortsabhängig zu verändern, um an vertrauten Orten schnellen Zugriff, und unterwegs maximale Sicherheit zu erlauben.

Ortsbezogene Dienste sind ein essenzielles Feature in Googles Produkten, man denke etwa an Google Now oder Google Glass. Googles intelligenter Assistent bietet beispielsweise jetzt schon Informationen zu Kinos, Bushaltestellen und Sehenswürdigkeiten, sobald man sich in ihrer jeweiligen Nähe befindet.

Zukünftig könnte dieses „Bewusstsein“ des Smartphones zu einer zentralen Sicherheitsfunktion avancieren. Google beantragte nämlich schon im September 2012 das Patent auf einen Mechanismus, der die Bildschirmsperre des Smartphones abhängig von seiner Position verändert. Dieses wurde gestern gewährt und so könnten Smartphones in Bälde beispielsweise zu Hause oder auf der Arbeit ohne die lästige Eingabe eines Musters oder einer PIN entsperrt werden, sichern sich aber beim Verlassen der gewohnten Umgebung selbständig gegen unberechtigten Zugriff ab.

Sicherlich hat dieses Feature seine Grenzen: Verliert man ein Gerät etwa im heimischen Treppenhaus, wird sich die Sicherung aufgrund der übereinstimmenden Ebenenkoordinaten noch nicht aktiviert haben. Dennoch ist die ortsbasierte Sperrung des Bildschirms vor allem für Lockscreen-Muffel von Vorteil, die bislang auf Sicherheit zugunsten eines schnelleren Zugriffs auf das Smartphone verzichtet haben.

Insgesamt scheint Google für die nächste große Android-Version 5.0 eine Reihe neuer Sicherheits-Features zu planen. Vor wenigen Wochen erst ließ sich Mountain View eine Methode patentieren, um mittels der bekannten Mustersperre direkt Apps starten zu können.

Quelle: USPTO [via Engadget]

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