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Google: Mobile Werbung mit Schutz gegen Fehlklicks


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Werbung nervt gelegentlich, aber ohne geht es eben auch nicht. Um mobile Anzeigen benutzerfreundlicher zu gestalten und versehentliche Klicks auf Werbebannern zu unterbinden, hat sich Google, Werbedealer Nummer 1 im weltweiten Internet, eine schlichte, aber effektive Methode einfallen lassen.

So mancher User wird sich öfter mal daran stören, aber es muss mal ganz klar gesagt werden: Ohne Werbung liefe im Internet gar nichts. Von Webseiten wie uns, die sich ausschließlich über Werbung finanzieren, mal ganz abgesehen – auch das Unternehmen, welches wie kein anderes für die Architektur des heutigen Webs verantwortlich ist, hätte ohne Werbung keinerlei Finanzierungsgrundlage: Die Rede ist natürlich von Google. Dass dort Online-Werbeflächen eine zentrale Rolle spielen, bedeutet aber nicht, dass man die User brachial zum Klick „zwingen“ möchte.

Im Bereich Mobile-Ads (also Werbung auf mobilen Plattformen über Smartphones und Tablets), will Google eine neue Art der Bannerwerbung eingeführt, die viele wohl recht praktisch finden dürften. Denn sie minimiert ein Problem, welches einem als ungeduldiger Mobile-User sicher schon einmal begegnet ist: Da tappt, pant und zoomt man ein wenig durch die Gegend und schon hat man ein Werbebanner erwischt, welches einen prompt weiterleitet auf die jeweilige Seite des Werbekunden. Wollte man natürlich nicht, man muss das wieder wegklicken und schimpft noch mehr über die lästigen Anzeigen. Dieser Vorgang nützt eigentlich niemandem etwas. Nicht dem User selbst, der dadurch nur Zeit und Nerven verschwendet, nicht dem Werbetreibenden, denn der bekommt so nur Besucher auf seine Seite, die da eigentlich gar nicht hinwollen und auch Google nicht, da sie eine hohe „Bounce-Rate“, also eine messbar schlechtere Effizienz ihrer Werbung haben.

In Mountain View hat man jetzt eine Art „2-Klick-Schutz“ für diesen Fall entwickelt: In dem neuen Banner sind zwei Klicks nötig, um auf eine Anzeigenseite weitergeleitet zu werden – zumindest, wenn der User den Rand des Banners berührt. Es muss also mit einem zweiten Klick der tatsächliche Wille noch einmal bestätigt werden – erst dann kommt man auf die Webseite des Werbekunden – so werden versehentliche Besuche nahezu vollständig eliminiert.

Ein sehr sinnvoller Schritt, der zeigt, dass der Trend weiter in Richtung Werbung geht, die sich subtil und beratend in die User-Experience einfügen soll und vom Nutzer eher als hilfreich, denn als störend wahrgenommen wird. Die Zeiten, in denen man mit knalligen Pop-Ups und hysterischen Soundeinlagen der Netzgemeinde auf den Zeiger gehen wollte, sind damit vielleicht endgültig vorbei. Schön, dass man mittlerweile auch „ganz oben“ erkannt hat, dass man im Zweifelsfall eher genervte User als zufriedene Werbekunden hervorbringt.

Ob diese Bannermethode jetzt großflächig eingesetzt werden soll, darüber lassen sich derzeit noch keine Informationen finden. Das Konzept verdient aber an sich schon großes Lob. In diesem Sinne – Gut gemacht, Google!

Quelle: Google Mobile Ads [via Smartdroid]

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