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Google: Hardware auch zukünftig im Play Store, keine Ladengeschäfte


27.02.2013, 15:24 Uhr

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Erst schleppende Verkäufe des Nexus One, dann Serverausfälle durch das Nexus 4: Googles direkter Hardware-Vertrieb sorgte schon mehrfach für Probleme. Trotzdem wolle man an dem Modell festhalten und aus Fehlern lernen, so Jamie Rosenberg, Vice President von Google Play in einem Interview. Derweil lässt Andy Rubin verlauten, dass Flagship-Stores für Nexus-Geräte derzeit für Google kein Thema sind.

Der direkte Verkauf von Hardware über eigene Shop-Strukturen, begonnen beim Nexus One, bereitete Google bislang gelegentlich Probleme, zuletzt eklatant beim Nexus 4 gesehen. Verkaufte sich das Nexus One damals trotz zeitgemäßer Hardware nicht sonderlich gut, sodass der Vertrieb eingestellt wurde, war beim gleichzeitigen Verkaufsstart von Nexus 4 und 10 das Gegenteil der Fall – das Interesse war so groß, dass der Play Store unter der Last der Besucher zusammenbrach und den erfolgreichen Bestellvorgang zu reiner Glückssache machte.

Aus all diesen Problemen habe man gelernt, gab Jamie Rosenberg, seines Zeichens Vice President von Google Play nun in einem Gespräch im Rahmen des Mobile World Congress zu Protokoll. Insbesondere wegen der Möglichkeit, seine Hardware unter kontrollierten Bedingungen – also ohne Vertragsbindung und Einfluss der Mobilfunkanbieter – international anbieten zu können, werde man auch zukünftig an diesem Modell festhalten.

Bezüglich Nexus denke ich, dass das Programm nicht weit genug fortgeschritten ist, um die Geräte in einem Ladengeschäft anzubieten.

In einer weiteren Diskussionsrunde in Barcelona äußerte sich Android-Gründer Andy Rubin zu aktuellen Gerüchten, Google wolle eigene Flagship-Stores in den großen Städten der USA eröffnen. Sein oben zitiertes, von uns übersetztes Dementi diesbezüglich ist vage formuliert und bezieht sich auffällig direkt auf Nexus-Geräte. Ein wenig erinnert uns das an Eric Schmidt, der nach dem Nexus One noch im Sommer 2010 behauptete, man plane kein Nexus Two – um dann im November das Nexus S zu präsentieren. Wenn man es ganz spitzfindig sieht, war die erste Aussage noch nicht einmal gelogen, vielleicht ist das auch bei den gemunkelten Nexus-Stores der Fall.

Vorstellbar wären aus unserer Sicht beispielsweise Google-Stores ähnlich wie die Apples Stores, in denen nicht nur Nexus-Geräte, sondern auch Chromebooks sowie Motorolas neue, in Kooperation mit Google entworfene Hardware angeboten wird, eventuell ja sogar Android-Geräte anderer Hersteller oder Google- und Android-Merchandise. Schließlich ist auch das kürzlich erschienene Chromebook Pixel ein sehr vorzeigbares Gerät.

Was meint ihr, gehen wir mit unserer Annahme zu weit? Würdet ihr lokale Google-Geschäfte nutzen oder bevorzugt ihr die Bestellung per Play Store? Meinungen bitte in die Kommentare.

Quellen: The Verge, All Things D [via The Verge]

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