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Google Glass Explorer Edition: Weitergabe verboten, Deaktivierung angedroht


18.04.2013, 12:43 Uhr

Google Co-Founder Sergey Brin Sports the New Google Glasses at D

Kaum sind die ersten Exemplare der Google Glass Explorer Edition bei den Early Adopters eingetroffen, schon ist eine der heiß begehrten Augmented-Reality-Brillen bei eBay aufgetaucht und hat in kürzester Zeit Gebote von über 90.000 Dollar(!) erhalten. Inzwischen ist das Inserat zurückgezogen, ob und wie lange Zweitkäufer nämlich Spaß am Glass gehabt hätten, ist fraglich: Google hat sich vorbehalten, die Explorer Edition komplett zu deaktivieren, wenn eine Weitergabe festgestellt wird.

Um Google Glass ist ob seines innovativen, zukunftsweisenden Konzeptes ein massiver Hype entstanden, der die üblichen Blüten treibt: Nerds mit dem nötigen Kleingeld, die nicht zum exklusiven Kreis der Empfänger der ersten 2.000 Explorer Edition genannten Exemplare gehören, freunden sich auch mit Mondpreisen an, wenn sie denn nur früher als andere das Objekt der Begierde in Händen halten können. Aber auch der von Google selber aufgerufene Preis von 1.500 Dollar pro Glass richtet sich sicher noch nicht an normale Endverbraucher.

Google bezeichnet die Early Adopters als „Explorer“ und erwartet von ihnen, dass sie an das Projekt glauben, bereit sind, Herausforderungen anzunehmen und vor allem, dass sie durch Feedback dabei helfen, das Projekt Glass weiter zu entwickeln. Da verwundert es nicht, dass der sofortige Weiterverkauf und auch jede andere unautorisierte Form der Weitergabe wie das Verleihen ganz und gar nicht im Sinne des Erfinders sind und harte Konsequenzen nach sich ziehen können.

In seinen Verkaufsbedingungen stellt Google klar, dass man berechtigt ist, die Explorer Edition quasi aus der Ferne zu zerstören deaktivieren, wenn eine Weitergabe festgestellt wird. Und nach einer solchen Maßnahme will Google dann mit dem kompromittierten Glass auch rein gar nichts mehr zu tun haben: Austausch, Garantieleistungen und Support sollen komplett verweigert werden.

Wie Google ermitteln will, ob sich der Besitzer geändert hat, bleibt offen. Denkbar, aber wenig beruhigend wäre etwa ein mehr oder weniger intelligentes Tracking über das bei Glass verbaute GPS. Mal schauen, ob sich in nächster Zeit Beschwerden über unrechtmäßig deaktivierte Glasses häufen oder ob Google bei der Durchsetzung seiner Linie die gebotene Vorsicht und ein wenig Kulanz walten lässt. Vielleicht gilt auch hier wieder das alte Sprichwort, nach dem nichts so heiß gegessen wie gekocht wird.

Quelle: Glass Terms of Sale, via phoneArena

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