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Google Glass: API und Apps wie Gmail, Evernote, Path vorgestellt


12.03.2013, 10:21 Uhr

Google-Glass-UI

Vor wenigen Wochen erlaubte uns Google einen ersten Blick auf das Interface seiner Augmented Reality-Brille Project Glass. Im Rahmen des SXSW-Festivals (South by Southwest) im texanischen Austin stellte man nun die Grundzüge der API sowie erste Apps von Drittanbietern vor, unter anderem Skitch und die New York Times.

Google Glass setzt an dem Prinzip an, mit welchem uns Google Now und Knowledge Graph über die letzten Monate vertraut gemacht haben: Wichtige Informationen lassen sich in wenigen Worten und Bildern auf einer einzigen Karte zusammenfassen. Entwickler solcher Karten — oder ganzer Kartenstapel, durch welche der Nutzer navigieren kann — sollten sich dabei an die folgenden vier Grundsätze halten:

Design for Glass, don’t get in the way, keep it timely, avoid the unexpected.

Karten sollen also speziell auf die Fähigkeiten von Glass ausgelegt sein, den Nutzer nicht ablenken, zeitnah erscheinen (man denke an ortsbezogene Informationen über Sehenswürdigkeiten) und das Unerwartete vermeiden.

Als Beispielanwendung zeigte man unter Anderem die New York Times-App, welche lediglich bebilderte Schlagzeilen darstellt. Auf Verlangen des Users hin können die kompletten Artikel dann von der integrierten Sprachsynthese („Text to Speech“) vorgelesen werden — Google zeigt hier zum ersten Mal die tragende Rolle dieses Features. Weitere vorgestellte Apps sind Evernote Skitch, hier können Bilder zwischengespeichert und später mit Anmerkungen versehen werden, sowie das persönliche Fotosharing-Netzwerk Path. Auch die eigene Gmail-App wurde kurz gezeigt. Diese zeigt nur das Kontaktbild des Senders sowie die Betreffszeile, jede weitere Interaktion erfolgt auf Basis von Sprachsynthese und Spracherkennung. Ein Verlauf aufgerufener Karten erlaubt dem Nutzer vorherige Aktionen und News in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge zu betrachten.

Die Mirror API, welche die vorgestellten Apps nutzen, basiert auf einfacher Client-Server-Kommunikation. Die Google-Brille dient dabei als Client, welcher Anfragen entweder selbständig (Geolokalisation für ortsbezogene Dienste) oder durch eine Aktion des Trägers veranlasst (Suchanfrage) an Googles Server stellt. Die eigentliche Rechenleistung, also was wann für den Nutzer interessant sein könnte, geschieht also komplett außerhalb der Brille. Das Gerät selbst stellt lediglich die Sensoren für Informationsaufnahme sowie -Rückgabe zur Verfügung.

Quellen: The Verge, TechCrunch

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