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Google Babel: Neue Hinweise auf vereinigten Messenger


08.04.2013, 12:52 Uhr

google-babble-logo

Es gibt neue Hinweise darauf, dass Babel existiert. Der kürzlich bereits als „Babble“ in der Gerüchteküche kursierende vereinte Instant Messenger von Google wurde erneut im Code verschiedener Google-Dienste gesichtet und darf angesichts der Beweislage nunmehr als bestätigt gelten.

Bei Google herrscht Chaos; zumindest, was die Messaging-Dienste angeht. Neben dem traditionellen Mailservice Gmail gibt es mit Google+ ein soziales Netzwerk und überdies mit Google+ Hangouts, dem G+ Messenger, Google Talk und Google Voice noch diverse weitere Dienste, die Konversationen zwischen zwei oder mehr Personen ermöglichen.

Um dieses Chaos zu beseitigen, arbeitet Google hinter verschlossenen Türen daran, die fragmentierten Dienste zu vereinen, und seinen Nutzern im Browser sowie auf mobilen Geräten plattformübergreifend Voice-, Video- und Textchat zur Verfügung zu stellen. Eines der Anliegen: Konkurrenzdienste wie Facebook Messenger, iMessage, Skype und WhatsApp in die Schranken zu verweisen. Zu dem Zweck hat Google bereits im vergangenen Jahr Meebo gekauft. Dass man auch zumindest Interesse am Kauf des weit verbreiteten WhatsApp Messengers, berichteten wir bereits am Wochenende.

Nun sind neue Hinweise auf die Google-eigene vereinigte Kommunikationsplattform aufgetaucht, die intern den Codenamen Babel trägt. Zum einen beobachtete Google+ User Patric Dhawaan beim Löschen einiger Nachrichten in Gmail eine verdächtige Popup-Nachricht (Klicken zum Vergrößern), die besagt dass gelöschte Babel-Kommunikationen trotzdem noch in „anderen Babel-Chatanwendungen“ auftauchen:

babel chat alert in gmail

Andere Nutzer bestätigten, diese Meldung ebenfalls erhalten zu haben.

In den Google Groups zur Entwicklung von Chromium, der Open Source-Grundlage für Googles Chrome-Browser, finden sich derweil genauso zahlreiche Verweise auf Babel wie in einem öffentlich geposteten Bugreport zu webrtc , einem in Chrome implementierten Echtzeit-Kommunikationsprotokoll.

webrtc bug report babel

Der Name der Datei im webrtc-Quellcode lautet /data/data/com.google.android.apps.babel/lib/libvideochat_jni.so, damit scheint auch der Paketname com.google.android.apps.babel und im selben Atemzug auch die zukünftige Play Store-URL festzustehen.

Dass Google sich mittlerweile nicht mehr allzu viel Mühe zu geben scheint, Babel zu verheimlichen, lässt darauf schließen, dass der Dienst bereits feingeschliffen wird. Auch wenn wir nicht sicher sind, ob Babel – als Verweis auf den letztlich doch recht negativ konnotierten Mythos aus der Bibel – der finale Name für das Projekt sein wird, scheint uns ein Release zur Google I/O 2013 Mitte Mai terminlich passend.

Welche Hoffnungen hegt ihr für Babel? Glaubt ihr, Google schafft ein Comeback im Geschäft der Echtzeitkommunikationsdienste? Sagt ihr es uns – in den Kommentaren.

[via Android Police]

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