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Full HD-Displays: Auch Samsung und LG 2013 mit 1080p-Screens


23.10.2012, 18:04 Uhr

Samsung-LG-1080p-Screens

HTC hat mit dem J Butterfly das Rennen um noch höher auflösende Displays in Smartphones mit einem Paukenschlag eröffnet, LG und Samsung können da natürlich nicht hinten anstehen und ziehen nun einer Meldung der koreanischen MK News zufolge nach: Spätestens in der ersten Jahreshälfte 2013 wollen auch die beiden koreanischen Unternehmen Geräte mit 1080p-Auflösung auf den Markt bringen.

Nicht dass wir ernsthaft erwartet hätten, bei 720p sei das Ende der Fahnenstange erreicht, aber jetzt geht alles wieder holterdiepolter: Die MK News wollen aus den berüchtigten „Branchenquellen“ erfahren haben, dass Samsung und LG, möglicherweise als direkte Reaktion auf das jüngst von HTC für den japanischen Markt vorgestellte J Butterfly, schon in der ersten Jahreshälfte 2013 eigene Geräte mit Full HD-Screens vorstellen werden (wir stellen uns gerade vor, wie bei beiden Unternehmen nach der Präsentation des Butterfly die totale Panik ausgebrochen ist und der Vorstand beschlossen hat, so etwas müsse man auch schnellstmöglich auf den Markt bringen). Wenn das stimmt, ist davon auszugehen und zu hoffen, dass Samsung auch bei einem 1080p-Display weiterhin auf die gute und bewährte AMOLED-Technologie setzen wird, während LG unter Grantie auf den bereits im Mai vorgestellten LCD-Protoypen aufbauen wird.

Allerdings ist fraglich, ob Samsung es schafft, AMOLED-Displays mit einer Pixeldichte jenseits 400 ppi in näherer Zukunft herzustellen. Ende Juli dieses Jahres lag die Grenze des technisch Machbaren noch bei 350 ppi. Aber Samsung forscht natürlich weiter und hat bekanntermaßen auch bei LC-basierten Displays ein paar Asse im Ärmel.

Stellt sich aber natürlich die Frage nach dem Sinn von solch hochauflösenden Screens — pocketnow hatte dazu bereits vor ein paar Tagen eine interessante Abhandlung veröffentlicht, in der nicht nur die hohen Produktions- und Energiekosten als größere Mankos genannt werden, sondern auch der positive Effekt für den Nutzer in Frage gestellt wird: Wenn einzelne Pixel ab einer Pixeldichte von 300 ppi vom menschlichen Auge schon nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind, sind sie dann bei 400 ppi noch weniger voneinander zu unterscheiden? Was wäre der Gewinn davon? Andererseits stelle ich gerade auch dem Galaxy Note 2, das mit derselben 720p-Auflösung wie das Galaxy S3, aber einem leicht größeren Screen und damit einer geringeren Pixeldichte daherkommt, durchaus fest, dass das Display des ersteren im direkten Vergleich (267 ppi vs. 306 ppi) „verwaschener“ wirkt. Das ist wohlgemerkt ein Defizit auf ganz hohem Niveau – andererseits werden 1080p-Screens wohl zu Beginn auch eher auf den Endkunden mit dem besonders hohen Ansprüchen abzielen.

Was sagt ihr zu Full HD-Screens in Smartphones und Phablets? Macht das Sinn oder ist FullHD auf Smartphones ein Placebo auf einem Markt, auf dem sich Hersteller zusehends mit technischen Spezifikationen versuchen, voneinander abzuheben – nur um schlussendlich dann doch die gleichen Features zu verbauen.

Quellen: MK News [via The Verge], pocketnow

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