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Facebook: Erweiterte Suchfunktion „Graph Search“ vorgestellt


16.01.2013, 12:43 Uhr

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Nachdem Google mit Google+ im Territorium von Facebook herumwildert, schlägt Facebook nun zurück: Mit der gestern von Mark Zuckerberg vorgestellten Graph Search will das Soziale Netzwerk die Suche im Netz revolutionieren – mit Daten und Bildern aus dem eigenen Freundeskreis.

Gestern am späten Abend unserer Zeit hat Facebook das vor einer Woche angekündigte Presse-Event abgehalten. Dabei ging es jedoch nicht um ein Facebook-Phone, wie gemutmaßt. Stattdessen stellte Facebook eine neue Suchfunktion für den eigenen Webdienst vor: Graph Search. Diese Funktion nutzt die semantischen Verknüpfungen, die Facebook-Nutzer mit Bildern, Vorlieben, Orten in ihren Profilen und Timelines angelegt haben, um spezifische Suchanfragen wie „Personen über 30 in meiner Stadt, die Radiohead mögen“, „China-Restaurants in der Nähe“ oder „Bilder von meinen Freunden von vor 1990“ zu beantworten. Die Suchergebnisse werden, je nach Art der angefragten Daten, unterschiedlich präsentiert – Bilderreihen sind genauso individuell gestaltet wie Ergebnislisten mit Orten. über eine Seitenleiste lässt sich die Suchanfrage graduell verfeinern oder anpassen.

Die neue Suchfunktion wird in der Titelzeile herausgehoben dargestellt, dem geht auch ein kleines Redesign von Facebook voraus, bei dem die Notification-Symbole an die rechte Seite wandern. In den Ergebnissen auf Graph-Suchanfragen werden sowohl öffentlich zugängliche Ergebnisse als auch private Daten der eigenen Freunde angezeigt. Besonderen Wert wird dabei auf die Privatsphäre gelegt – Facebook betont, dass mit der neuen Suchfunktion nur Daten präsentiert werden, die auch regulär abrufbar wären (freilich weit weniger strukturiert und womöglich tief in den Profilen der eigenen Kontakte verborgen). Hier ein Hands-On, das The Verge bereits von der Graph Search vornehmen durfte.

Facebooks Graph Search ist noch nicht in der Breite verfügbar. Man kann sich allerdings schon auf die Warteliste für einen Beta-Test setzen lassen – um diesen zu nutzen, muss man jedoch in den Facebook-Settings seine Sprache auf „Englisch (US)“ umstellen. Wir gehen davon aus, dass dieses neue Facebook-Feature zunächst nur auf Englisch nutzbar sein wird, weil die englische Sprache eine vergleichsweise einfache (im Sinne von „gut maschinenlesbare“) grammatikalische Syntax besitzt. Die Implementation von Deutsch oder gar Japanisch ist mutmaßlich weit weniger trivial.

Wie gefällt euch diese Art zu suchen? Ist die Graph Search sinnvoll – etwa um leichter herauszufinden, wen man dringend als Kontakt entfernen sollte („Freunde, die Nickelback mögen“)? Ist diese neue Funktion nutzlos und alles andere als überwältigend? Seht ihr gar Probleme in puncto Datenschutz? Eure Meinung in die Kommentare.

Quellen: Facebook, The Verge

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