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Facebook für Android: Beschleunigung des internen Beta-Test durch „Droidfooding“


26.11.2012, 12:52 Uhr

facebook-droidfooding-poster

Die Android-App des größten sozialen Netzwerks Facebook glänzt nicht gerade durch Nutzerfreundlichkeit und erst Recht nicht durch Geschwindigkeit. Dies soll sich bekanntlich durch eine neue, native App bald ändern – dazu werden Entwickler und sonstige Angestellte des Unternehmens angehalten, Android-Smartphones zu nutzen, um die App entsprechend verbessern zu können. Nun sind nähere Details zu der sogenannten „Droidfooding“-Kampagne zur Beschleunigung des internen Beta-Tests bekannt geworden.

Bisher war es nahezu unmöglich, mit der Performance der Facebook-App auf Smartphones zufrieden zu sein. Das Problem besteht hauptsächlich darin, dass die Apps für Android und iOS in HTML 5 programmiert waren und nicht in der nativen Programmiersprache des jeweiligen OS. Inzwischen wurde die iOS-App komplett umgeschrieben und entsprechend bejubelt, nur Android-Nutzer müssen sich immer noch mit der alten App rumärgern. Nachdem im August bereits bekannt wurde, dass Facebook-Entwickler angehalten werden, ab sofort Android-Smartphones zu nutzen, damit das Ausmaß und somit auch die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs jedem klar wird, scheint die Entwicklung der App nun soweit fortgeschritten zu sein, dass sie intern von den Facebook-Mitarbeitern getestet werden kann.

Dabei ist allerdings das Problem aufgetaucht, dass die meisten Mitarbeiter iPhones benutzen — und so wurde die sogenannte Droidfooding-Kampagne gestartet: Das Wort setzt sich aus Android und Dogfooding zusammen, einem Begriff, der besagt, dass Mitarbeiter eines Unternehmens auch das eigene Produkt nutzen. Im Facebook-Hauptquartier hängen nun überall Plakate, die die Mitarbeiter auffordern, sich am Test der neuen Android-App zu beteiligen.

Die meisten Mitarbeiter nutzen zwar iPhones, allerdings besitzen viele auch Zweitgeräte mit Android. Damit der Test und vor allem der Bericht von Fehlern so einfach wie möglich gestaltet wird, wurde der App ein Feature namens Rage Shake spendiert. Sollte ein Testern auf einen Fehler treffen, muss er das Telefon lediglich schütteln, daraufhin wird ein Bugreport erstellt und an die Entwickler weitergeleitet. Ein solches Tool nutzen auch die Entwickler der Google+-App – wer es allerdings zuerst eingesetzt hat, ist nicht bekannt und letztendlich auch nicht relevant, solange es hilft, die App für den Anwender zu verbessern.

Dass die meisten FB-Mitarbeiter iPhones nutzen, liegt nach Aussage eines Firmensprechers übrigens darin begründet, dass Apples mobiles OS am Anfang ein besseres Gesamtbild abgegeben hat und Android erst in den letzten Jahren massiv aufgeholt hat. Man gebe den Mitarbeitern allerdings nicht vor, welches Gerät sie nutzen sollen, sondern lasse sie frei wählen. Trotz des generellen Wachstums von Android seien eben immer noch mehr iPhones unter den Mitarbeitern im Einsatz. Immerhin hat man bei Facebook aber erkannt, dass es nötig ist, auch unsere Lieblings-Plattform mit einer guten App zu versorgen, da bei der derzeitigen Entwicklung in absehbarer Zukunft die Mehrheit der mobilen Facebook-Nutzer Android-Geräte verwenden werden. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Test schnell fortschreitet und auch wir endlich in den Genuss einer besseren App kommen werden.

Quelle: TechCrunch

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    [...] wie so etwas überhaupt passieren konnte. Einen Termin für die App nannte man bis heute nicht. (via, quelle) #asa a:link { color:#000000; text-decoration:underline; font-weight: bold;} #asa [...]

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