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CyanogenMod 10.1: Jetzt mit HDR-Kamera für (fast) alle Geräte


20.02.2013, 11:05 Uhr

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HDR ist aktuell der heiße Schei*, wenn es um die Fotografie mit dem Smartphone geht: Kaum ein Hardware-Hersteller, der nicht damit wirbt, dass sein Produkt dank dieser Technik auch bei schlechten Lichtverhältnissen tolle Fotos macht. Nun, auf die Hersteller-Software sind wir ab sofort nicht mehr angewiesen, das Team der CyanogenMod hat dieses Feature nämlich jetzt auch in ihre CustomROM implementiert.

Mit HDR-Funktion (High Dynamic Range) geschossene Fotos bestechen mit einem hohen Dynamikumfang, sprich tollen Kontrasten, sprich großen Helligkeitsunterschieden — das ist besonders dann praktisch und sinnvoll, wenn man beispielsweise ein Person im dunklen Raum vor einem hellen Fenster fotografieren (oder umgekehrt, einen hellen Gegenstand vor einem dunklen Hintergrund) und im Ergebnis idealerweise beide Bildebenen gut erkennbar dargestellt wissen möchte. Die Smartphone-Hersteller haben dieses Feature längst für sich und ihre Vermarktungsmaschinerie entdeckt und so kommt beinahe jedes neue Gerät (und wie wir an NVIDIAs Tegra 4 sehen, inzwischen sogar Chipsätze) mit integrierter HDR-Funktionalität auf den Markt.

Da diese aber teilweise über die Hersteller-Software umgesetzt wird, schauten Nutzer der CyanogenMod bislang in die Röhre und mussten sich bei Nutzung der CustomRom mit ordinären Schnappschüssen zufrieden geben. Damit ist jetzt Schluss: Wie das CM-Team auf Google+ verkündet hat, bringt die CyanogenMod 10.1 ab sofort HDR auf beinahe alle Geräte.

Dazu nimmt die Kamera-Software der CM 10.1 drei Fotos in schneller Bildfolge auf: ein unterbelichtetes, ein normal belichtetes und ein überbelichtetes — diese drei Fotos werden dann über einen „fancy“ Algorithmus zu einer HDR-Aufnahme verrechnet.

Da die CyanogenMod für sehr, sehr viele Geräte bereit steht, muss natürlich mit etwaigen Inkompatibilitäten und Bugs auf einzelnen Smartphones gerechnet werden, auch kann dieses Software-Feature etwaige schlechte Kameras und Bildsensoren ältere Geräte natürlich nicht besser machen. Und so empfehlen die Entwickler zu einem die Nutzung eines Stativs, warnen, dass Actionshots und Bewegungsaufnahmen unter Umständen zu fehlerhaften Ergebnisse führen und geben zu bedenken, dass je langsamer die jeweilige Kamera auslöst, desto schlechter die finalen HDR-Fotos werden dürften.

Auf der sicheren Seite sind also solche CM-Nutzer, die über ein Smartphone mit aktueller Kamera-Hardware, idealerweise mit Zero Shutter Lag verfügen — ist aber eigentlich auch logisch, oder?

Die jeweils aktuelle Version der CyanogenMod findet ihr unter get.cm.

Hat das schon jemand ausprobiert? Wie gut funktioniert die HDR-Fotografie unter der CyanogenMod 10.1? Über eure Erfahrungen mit Angabe des jeweils genutzten Gerätes freuen wir uns in den Kommentaren.

CyanogenMod bei Google+ [via androidcentral]

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