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Chromecast: App erlaubt Gestensteuerung via Kinect


17.08.2013, 17:22 Uhr

minority-report-display-shutterstock

Googles HDMI-Dongle Chromecast wurde nach seiner Vorstellung zwiespältig aufgenommen. Während einerseits seine Simplizität gelobt wurde, stieß die doch recht beschränkte Grundfunktionalität auf Kritik. Dank der Offenheit des Systems könnte diese aber bald deutlich erweitert werden: Nachdem ein erster Hack das direkte Streaming vom Smartphone aus ermöglichte, erlaubt ein weiterer nun dank der Einbindung des Microsoft Kinect die Steuerung des Geräts mit Gesten.

Googles Chromecast ist die bislang einfachste Möglichkeit, Inhalte vom Smartphone, Tablet oder Chrome-Browser auf einem Fernseher darzustellen. Nach dem Einstecken des HDMI-Dongles ist nur minimale Konfiguration notwendig und schon wird der Fernseher von diversen Sendegeräten als Ziel der Medienwiedergabe erkannt. Allerdings ist seine Funktionalität stark begrenzt: Mit Bordmitteln können nur in der Cloud gespeicherte Inhalte sowie Chrome-Tabs dargestellt werden.

Glücklicherweise ermutigt Google Entwickler, dem Chromecast neue Funktionalität hinzuzufügen, und so konnten wir schon Ende des vergangenen Monats den ersten Prototypen einer App bewundern, die auch lokal auf dem Smartphone gespeicherte Medien auf den großen Bildschirm beamt. Nun tauchte das Video einer weiteren Entwicklung auf, welche dank der Einbindung von Microsofts Bewegungssensor Kinect die Steuerung des Chromecast mit Gesten ermöglicht:

Was ein wenig an die futuristische Interaktion von Tom Cruise mit seinem Computer in der Hollywood-Verfilmung der Dystopie Minority Report erinnert, ist derzeit allerdings nicht als Standalone-App nutzbar. Vielmehr ist das Kinect mit einem Laptop verbunden, auf welchem eine Software die Bewegungen interpretiert und erst dann an eine Chromecast-App sendet. So kann mit einer Handbewegung beispielsweise die Wiedergabe eines Videos pausiert und wieder aufgenommen oder das Video selbst auf dem Fernseher verschoben werden.

Die Entwicklung über das experimentelle Stadium hinaus oder gar eine Nutzung ohne Laptop ist zwar sehr unwahrscheinlich, doch zeigt auch dieses Projekt, wie viel Potenzial in Googles kleinem HDMI-Stick steckt. Wir sind jedenfalls gespannt, welche Ideen Entwickler zukünftig noch Umsetzen werden.

Quelle: Leon Nicholls auf Google+ [via Android Central]

Bild „picture of man and woman in space laboratory“: Shutterstock

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