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Chrome trifft Android: Neue Andy-Statue auf Google-Campus


31.01.2013, 14:49 Uhr

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Bei Google hat es bekanntlich Tradition, dass jede Android-Version mit einer Süßspeise benannt und vor dem Google-Gebäude No. 44 für jede dieser neuen Versionen eine entsprechende Statue aufgestellt wird. Nun ist allerdings eine verchromte Android-Statue auf dem Campus aufgetaucht, die nicht nur Fragen aufwirft, sondern auch reichlich Platz für Spekulationen lässt.

Bei der neuen Android-Figur wird es sich mit großer Sicherheit nicht um den Vorboten einer neuen Android-Version handeln – diese wird bekanntlich höchstwahrscheinlich Key Lime Pie heißen, was nur schwer mit einem verchromten Andy in Verbindung zu bringen ist. Außerdem steht der Chromedroid nicht bei den anderen süßen Statuen auf dem Rasen vor dem Gebäude 44, sondern ragt aus der Fassade vom Gebäude 45.

Wenn es sich also nicht um eine kommende Android-Version handelt, was könnte die neue Statue stattdessen für eine Bedeutung haben? An dieser Stelle beginnen die Spekulationen. Da die Statue verchromt ist, liegt eine Verbindung zu Googles Browser beziehungsweise dem Chrome OS quasi auf der Hand. Die Kollegen von Mobile Geeks mutmaßen, dass es in naher Zukunft möglich sein könnte, Android-Apps auch im Chrome-Browser auszuführen. Dies scheint gar nicht so abwegig und würde interessante neue Möglichkeiten eröffnen – zum Beispiel wäre es denkbar, dass künftig App-Daten und Spielstände über Google Drive gespeichert und zwischen verschiedenen Geräten und Systemen synchronisiert werden, so wie es die neue Backup-Lösung Carbon bereits für alle Android-Geräte anbietet.

Nicht nur für Desktop-Rechner oder Laptops wäre dies eine feine Sache, wenn man auf die Daten der benutzten Apps auch im Browser Zugriff hätte, könnte dies auch für die bisher eher mäßig erfolgreichen Chromebooks ein nötiges neues Kaufargument sein.

Andererseits gäbe es mit dem Google Play Store und dem Chrome Web Store dann künftig zwei redundante Anlaufstellen für Apps. Vorstellbar wäre, dass Google dies als Übergangslösung umsetzt und früher oder später beide Stores zu einem vereint – sie über längere Zeit parallel laufen zu lassen, scheint uns wenig sinnvoll und eher im Gegenteil ein zu großer möglicher Verwirrungsfaktor.

Eine zunehmende Vernetzung der bisherigen Google-Dienste und –Betriebssysteme würde zur bisherigen Taktik des Unternehmens passen. Zudem wird bereits seit langer Zeit immer wieder darüber spekuliert, ob Google eines Tages Android und Chrome zu einem allumfassenden Betriebssystem verschmelzen könnte – Android-Apps im Chrome Browser ausführen zu können, könnte dabei als ein großer Schritt in diese Richtung gewertet werden.

Da es sich bei obigen Annahmen allerdings nur um Spekulationen handelt, können wir natürlich auch völlig daneben liegen. Vielleicht heißt die nächste Android-Version ja auch Krome und Google erfindet einfach kurzerhand eine dazugehörige gleichnamige Süßspeise (oder eher Süßmetall) — oder aber Google wandert auf den Spuren von Skynet und stellt bald einen T-800-ähnlichen Androiden vor.

Was auch immer es mit der Statue auf sich hat, spätestens auf der Google I/O dürften wir es erfahren. Bis dahin freuen wir uns natürlich, wenn ihr euch an den Spekulationen beteiligt und eure Ideen in den Kommentaren mit uns teilt.

Quelle: Google+ [via Mobile Geeks]

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