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AMD: Einstieg in den Mobile-Prozessormarkt angekündigt


23.04.2013, 14:23 Uhr

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Der Prozessormarkt für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets wächst derzeit massiv und daher wundert es nicht, dass immer mehr Hersteller ein Stück von diesem Kuchen abhaben wollen. Nachdem Intel Anfang 2012 diesen Schritt bereits gewagt hat, kündigt nun auch noch AMD an, in absehbarer Zukunft mitzumischen.

Im High End-Bereich kämpfen derzeit Qualcomm, Nvidia und Samsung um die Spitzenplätze, während Intel den Anschluss halten kann. Im Mittelklasse- und Einsteigerbereich ist die Konkurrenz da schon deutlich größer. Aus dieser Perspektive scheint es ziemlich mutig von AMD, zu diesem relativ späten Zeitpunkt in den hart umkämpften Markt einsteigen zu wollen. Dennoch gab das Unternehmen nun im Zuge der Präsentation des neuen G-Series-SoCs diesen Schritt bekannt.

Der Chipsatz soll in zwei Varianten auf den Markt kommen. Die x86-Version (G-Series x) wurde gerade angekündigt, allerdings wird diese nicht für den mobilen Bereich relevant sein, da deren Stromverbrauch zu hoch ist – das Unternehmen gab aber bekannt, dass in Zukunft auch eine Version mit ARM-Kernen geplant ist, die mit einem deutlich geringeren Stromverbrauch für mobile Anwendungen zugeschnitten sein soll.

Ganz neu sind ARM-basierte Prozessoren von AMD zwar nicht, bisher kommen diese allerdings eher in Datenzentren und Sicherheitsmodulen zum Einsatz. Wann der Endkunde allerdings Geräte mit AMD-Prozessoren kaufen können wird, hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass das noch in diesem Jahr passieren wird.

Sehr interessant dürfte vor allem die Positionierung auf dem hartumkämpften Markt werden, denn mit der Radeon-Grafiksparte hätte AMD die Möglichkeit, als direkter Konkurrent von Nvidia um die Gunst der Gamer zu buhlen.

Was haltet ihr von dem Schritt? Kann AMD der Konkurrenz etwas entgegensetzen, oder kommt die Entscheidung schlicht zu spät, um den Vorsprung der anderen Unternehmen noch aufzuholen?

Quelle: Pressemitteilung(PDF) [via Engadget]

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