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Handy-Wasserschaden: Smartphone nass geworden – was tun?


27.08.2012, 18:13 Uhr

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Der Gau für jeden Smartphone-User: Einmal kurz nicht aufgepasst, schon rutscht das Handy aus der Hand und fällt direkt ins Bierglas, Klo, Meer, Weinfass oder ein anderes Gewässer eurer Wahl. Was man im Fall eines Handy-Wasserschadens beachten sollte und wie man das gute Stück eventuell retten kann, erklären wir euch hier.

Man wünscht es niemandem, aber manchmal passiert es eben doch. Das Kind, äh Verzeihung, das Smartphone ist in den Brunnen gefallen. Jetzt ist schnelles, aber besonnenes Handeln gefragt.

Grundsätzlich erstmal: Das Gerät komplett auseinander zu nehmen wird bei der Trocknung sicher helfen – die Garantie ist dann allerdings futsch. Möglich, dass man gerade als unkundiger Nutzer hierbei mehr Schaden anrichtet als Nutzen.

Stattdessen sollte man zuerst mal das Teil so schnell wie möglich aus dem Bierglas, dem Pissoir oder dem Swimming Pool rausfischen. Je länger es schwimmt, umso mehr Schaden kann entstehen. Danach müsst ihr der Versuchung widerstehen, panisch auf dem Smartphone herumzudrücken, denn Druck auf die Tasten könnte bewirken, dass die Flüssigkeit weiter in das Gerät eindringt. Falls der Akku entnehmbar ist, solltet ihr das schleunigst tun, denn so wird die Gefahr von Kurzschlüssen minimiert.

Als nächstes sollte man alle angeschlossenen Elemente entfernen, also: Case wegbauen, SIM-Karte und eventuelle Speicherkarten herausnehmen. So kommt Luft an die Anschlüsse, was der Trocknung hilft. Anschließend solltet ihr das Gerät mit einem Handtuch vorsichtig trocknen und dabei darauf achten, dass keine Flüssigkeit in irgendwelche Anschlüsse oder sonstige Öffnungen läuft. Selbst wenn dann alles trocken wirkt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich im Inneren des Gerätes noch Feuchtigkeit angesammelt hat. Um diese herauszuziehen empfiehlt es sich, das Smartphone in ein Material zu legen, welches Feuchtigkeit aufsaugt. Hier wird man in der Küche fündig: Trockener handelsüblicher Reis ist eine gute Wahl, denn der zieht Feuchtigkeit auf und absorbiert diese. Ob Parboiled-Langkorn aus dem Beutel oder der gute Sasanishiki aus Japan ist erst einmal egal. Auch gut: Kieselgel-Päckchen. Das sind diese kleinen Päckchen, die man in Schuhkartons und neu gekauften Klamotten findet.

Hat man das Smartphone in dem Material vergraben, sollte man den Behälter luftdicht verschließen und für 1-2 Tage ruhen lassen. Die Feuchtigkeit sollte dann absorbiert sein. Akku einlegen, Gerät einschalten und Daumen drücken. Hat die Flüssigkeit nicht schon permanenten Schaden hinterlassen, könnte der nasse Albtraum jetzt vorbei sein.

Was man lieber lassen sollte: Die Nässe mit Hitze bekämpfen. Also nicht versuchen, das Smartphone trocken zu fönen, denn durch die Wärme könnte erst recht Schaden an der Hardware entstehen, auch wenn man die Feuchtigkeit damit herausziehen kann. Auch die Mikrowelle ist bekanntermaßen keine Option, wenn euch euer Telefon am Herzen liegt.

All diese Erste-Hilfe Maßnahmen können helfen, jedoch ist das kein Garant dafür, dass dem Smartphone danach noch ein langes Leben vergönnt ist. Es ist gut möglich, dass durch das Aufeinandertreffen von Metall, Wasser und Sauerstoff im Inneren des Telefons Korrosion entstanden ist, die die Hardware langsam aber sicher zerfrisst. Da kann man als Laie leider wenig tun – es empfiehlt sich in jedem Fall, den Hersteller zu kontaktieren und herauszufinden, wie es um die Garantie im Fall von Wasserschaden bestellt ist.

Das beste Mittel ist aber ganz eindeutig: Aufpassen und es gar nicht soweit kommen lassen. Also am Pinkelbecken das Telefon besser in der Tasche lassen, nicht während eines Wolkenbruches draußen WhatsApp-Nachrichten tippen oder sich mit dem Smartphone in der Tasche in den Pool schubsen lassen – das spart einen Haufen Nerven und einen eventuellen Neukauf. Weitere Option für Freunde des kühlen Nasses: Gleich ein wasserdichtes Smartphone kaufen, zum Beispiel das Sony Xperia Active oder das Motorola Defy+.

Wie sind eure Erfahrungen im Umgang mit nassen Smartphones? Postet eure Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse und andere Trocknungsstrategien!

[via CNet]

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