Google Maps: Das beste Kartenwerk der Welt
Der kostenlose Karten- und Navigationsdienst Google Maps begleitet uns nun schon seit 2005 und ist für viele User eine häufig gebrauchte, wenn nicht sogar unverzichtbare Anwendung geworden, wenn es um die Orientierung auf unbekanntem Terrain geht. Seit Android-Urzeiten gehört die kostenlose Karten-App zur Grundausstattung fast jeden Smartphones mit Googles mobilem OS.
Google Maps, das sowohl als Browser-basierte Webanwendung als auch als kostenlose App für Android und iOS existiert, bietet weltweites Kartenmaterial in unterschiedlicher Qualität. Der gesuchte Ausschnitt kann über eine Suchfunktion gefunden werden, die mit Orts- und Straßennamen, den Bezeichnungen besonderer Orte, wie „Siegessäule Berlin“, oder auch den Namen hinterlegter Restaurants (dazu später mehr) gefüttert wird. Alternativ kann Google Maps über GPS, GSM oder WLAN die eigene Position ermitteln und eine Karte der Umgebung einblenden, in der mithilfe von Maus oder Finger gescrollt und gezoomt werden kann. Beim Hereinzoomen werden natürlich — soweit vorhanden — mehr Details angezeigt als in der Übersicht.
Die Google Maps-App für Android
Die erforderlichen Daten bezieht die Google Maps-App standardmäßig über das (mobile) Internet, was gerade bei eingeblendeter Satellitenansicht zu erheblichem Traffic führen kann. Die reinen Kartendaten sind allerdings Vektor-basiert und werden so sehr schnell heruntergeladen. Inzwischen können die Apps aber auch in begrenztem Umfang Kartenmaterial vorab herunterladen, das auch dann zur Verfügung steht, wenn gerade mal keine Datenverbindung möglich oder gewünscht ist. Das kommt nicht nur der Geschwindigkeit zugute, sondern schont auch das eigene Datenvolumen. Google weist allerdings darauf hin, dass offline nicht alle Daten zur Verfügung stehen, die online dargestellt werden können.
In der App kann man frei per Fingerwisch umherscrollen oder über das Lupen-Symbol Suchanfragen starten. In einigen Städten wie Berlin gibt es 3D-Gebäude zu sehen, wenn man per Pinch-to-Zoom nahe genug hereinzoomt. Die Ansicht in der App kann per vertikaler Wischbewegung mit zwei Fingern gekippt werden, bewegt man zwei Finger in unterschiedliche Richtungen, rotiert die Ansicht. Mit einem Druck auf das Windrosen-Symbol gelangt man zur aktuellen Position, über die Kompassnadel wechselt man die Kartenorientierung zwischen aktueller Geräteposition und Ansicht mit nördlicher Richtung nach oben. Über eine spezielle Schaltfläche können andere oder weitere Layer über respektive statt der normalen Kartenansicht angezeigt werden.
Die wichtigsten Layer im Überblick

Google Maps-Screenshots, von links: Locale, Satellit und Indoor Maps
Über die normale, standardmäßig eingestellte Kartenansicht können verschiedene zusätzliche Informationsebenen gelegt werden, die Google „Layer“ nennt. Die Layer lassen sich teilweise kombinieren.
- Verkehrslage: Straßen, für die Informationen zur Verfügung stehen, werden auf der Karte je nach aktuellem Verkehrsaufkommen grün (frei), gelb oder rot (verstopft) markiert. Meistens handelt es sich dabei um Hauptstraßen.
- Satellit: Mehr oder weniger hoch auflösendes Fotomaterial aus der Vogelperspektive. Lässt sich nicht mit Gelände kombinieren.
- Gelände: Blendet (nicht immer ganz einfach zu interpretierende) Geländeinformationen wie etwa Höhenangaben ein.
- Bus & Bahn: Örtliche ÖPNV-Verbindungen werden eingeblendet. Allerdings hierzulande noch nicht sehr weit verbreitet.
- Latitude: Hier kann man die aktuellen Aufenthaltsorte von Personen auf der Karte verfolgen, die gemeinsam mit einem selbst beim Dienst Latitude von Google angemeldet sind und ihre Standortdaten freigegeben haben.
- Local: Lokale, Restaurants, Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und mehr
Auf dem Screenshot kann man sehen, dass unter dem Punkt „Local“ im Hauptmenü der Google Maps Android-App gezielt nach Restaurants, Cafés, Bars und Attraktionen in der Nähe gesucht werden kann. Maps legt dabei immer den Kartenausschnitt zugrunde, der gerade auf dem Display sichtbar ist. Die gefundenen Locations lassen sich nach nahe liegenden Kriterien wie „Jetzt geöffnet“ oder „Italienisches Restaurant“ filtern und sind teilweise mit weiterführenden Infos wie Bewertungen hinterlegt. Auch die aktuelle Entfernung zu interessanten Locations sowie eine Navigation dorthin hat Maps im Angebot.
Route: Wie komme ich da am besten hin?
Wählt man auf dem Startbildschirm den Punkt „Route“, kann man sich vom aktuellen oder einem beliebigen anderen Standort aus den Weg zu einem Ziel auf der Karte anzeigen lassen. Dabei kann die App wahlweise jeweils die sinnvollste Strecke für Autofahrer, Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel berechnen. Unter dem Punkt „Navigation“ wird Googles Navigations-App mit den in Maps eingegebenen Start- und Zieldaten geöffnet und bietet eine vollständige Navigation mit entsprechender Anzeige und Sprachausgabe.
Street View: Wollt Ihr mal unser Hotel sehen?
Wer sich mal in der Welt umsehen möchte, ohne eine teure Reise auf sich zu nehmen, dem steht auch auf dem Smartphone natürlich das bekannte Google Street View zur Verfügung. Street View wird angezeigt, indem man länger auf die entsprechende Stelle der Karte und dann kurz auf das sich öffnende Adress-Popup tippt. Nun wird Street View zur Auswahl angeboten.
Google Indoor Maps
Seit Dezember 2012 ist in Deutschland auch Indoor Google Maps Bestandteil der Google Maps Android App. Die Innenraumkarten werden Google z.B. von Kaufhäusern, Flughäfen, Einkaufszentren und Museen zur Verfügung gestellt und werden sichtbar, wenn man das fragliche Gebäude in der Kartenansicht (ohne Satelliten-Layer) heranzoomt. Auf dem Screenshot oben kann man die Aufteilung des Kaufhauses Alsterhaus in Hamburg erkennen. Zoomt man noch weiter hinein, werden sogar weitere Details wie die verschiedenen Ausstellungsflächen etwa für Herrenschuhe erkennbar. Über den Balken rechts lassen sich die einzelnen Stockwerke auswählen. Google führt auf seinen Seiten eine Liste mit den bisher implementierten Indoor-Maps.
Google Maps-Downloads
Download: Google Maps (kostenlos)

Download: Street View für Google Maps (kostenlos)

Links zu Google Maps
- Google Maps
- Google Maps-Neuigkeiten im LatLong-Blog von Google (Englisch)
- Google Maps in der Wikipedia (deutsch)
- Google Maps in der Wikipedia (englisch)
Artikel zu Google Maps auf androidnext:
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