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Re-Volt Classic (Premium): Android-Port des Rennspiel-Klassikers erschienen


26.04.2013, 18:15 Uhr

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Immer mehr Spieleklassiker aus der vermeintlich guten alten Zeit werden inzwischen auch für Android umgesetzt. Mit Re-Volt Classic gesellt sich nun eine Rennspiel-Portierung in die illustre Runde, in dem man mit ferngesteuerten Autos durch Vorstädte, Supermärkte und andere ungewöhnliche flitzt.

Re-Volt Classic war schon im Ende der Neunziger erschienen Original für PC, Dreamcast, PSX und Nintendo 64 ein Rennspiel, an dem sich die Geister schieden. Während viele den mangeldnen Realismus kritisierten, waren andere, mich eingeschlossen, gerade davon begeistert. Ähnlich wird es sich sicher auch mit der Android-Umsetzung des Klassikers verhalten. Ein realistisches Fahrverhalten oder gar Schadensmodell darf man von den ferngesteuerten Autos, mit denen man über die ungewöhnlichen Strecken flitzt, sicher nicht erwarten, dafür aber jede Menge Spaß.

Zu Beginn steht dem Spieler eine Auswahl an eher mäßig ausgestatteten Fahrzeugen zur Auswahl bereit, mit denen sich am Anfang eigentlich kein Blumentopf gewinnen lässt. Natürlich kann man durch Erfolge in der Meisterschaft, in Einzelrennen oder in einer Stunt Arena Sterne sammeln, mit denen sich neue leistungsstärkere Fahrzeuge freischalten lassen. Wer diesen Aufwand umgehen und auf direktem Weg Zugriff auf alle Fahrzeuge und Strecken haben möchte, kann dies per In App-Kauf erreichen. Für alle 42 Fahrzeuge werden dabei 2,06 Euro, für alle 14 Strecken sowie den Clockwork-Modus, bei dem man mit Aufziehfahrzeugen durch die Gegend fährt, jeweils 1,37 Euro fällig. Wenn man bedenkt, dass das Spiel an sich bereits mit 3,42 Euro zu Buche schlägt, sollte man sich gut überlegen, ob man die Strecken und Autos nicht vielleicht doch lieber regulär freispielt, zumal das ja auch mehr Langzeitspaß bedeutet.

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Der Spaß wird allerdings durch die Steuerung leider etwas getrübt – zwar war diese auch schon beim Original durchaus gewöhnungsbedürftig, aber die Umsetzung für den Touchscreen vereinfacht die Sache leider nicht. Im initialen Steuermodus beschleunigt das Fahrzeug automatisch, während mit zwei großen Pfeiltasten am rechten und linken Display-Rand gelenkt wird – die Möglichkeit, zu bremsen sucht man vergeblich.

Eine weitere Option ist ein simuliertes Gamepad, bei dem sich die Pfeiltasten dicht nebeneinander auf der linken Display-Seite befinden, Gas und Bremse unter dem rechten Daumen Platz finden. Die Pfeiltasten sind in diesem Modus leider recht klein geraten, so dass ich des Öfteren frontal in eine Wand gecrasht bin, weil ich die Taste verfehlt habe. Der dritte Modus, virtuelle Joysticks ist etwas besser, aber auch hier sind die Buttons generell sehr klein ausgefallen – auf einem Gerät mit einer Display-Größe jenseits der 4,5 Zoll mag das noch verschmerzbar sein, auf kleineren Displays dürfte dies jedoch für einigen Frust sorgen. Unverständlich ist vor allem, warum die Entwickler die Möglichkeit, das Fahrzeug über den Bewegungssensor des Gerätes zu steuern, nicht implementiert haben – sehr schade, aber vielleicht wird das Feature ja in einem kommenden Update nachgereicht.

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Grafisch haben sich die Entwickler sehr stark an das Original gehalten, die realistischste oder detailreichste Grafik darf man daher nicht erwarten, dafür läuft Re-Volt aber auch jederzeit vollkommen flüssig und ruckelfrei. Die Strecken führen die funkgesteuerten Mini-Flitzer durch so ungewöhnliche Settings wie einen amerikanischen Vorort, einen Supermarkt, ein Museum und vieles mehr. Auf den Strecken finden sich immer wieder Rampen über die der Spieler mehr oder weniger spektakuläre Stunts oder Crashes vollführen kann – mit potenteren Fahrzeugen lassen sich hier zusätzliche Sterne einsammeln mit denen dann der Fuhrpark weiter aufgestockt werden kann.

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Da es aber auf die Dauer etwas langweilig werden könnte, einfach nur um die Wette zu fahren, finden sich auf den Strecken immer wieder Blitze, hinter denen sich, ähnlich wie bei Super Mario Kart, verschiedene Waffen oder Geschwindigkeitsbooster finden lassen. Neben Bowling-Kugeln, Silvesterraketen und Stromschlägen kann man die Gegner auch mit Wasserbomben aus dem Weg räumen. Die Blitze sind allerdings nicht immer auf der schnellsten Route zu finden und daher muss man sich oft gut überlegen, ob man diesen kleinen Umweg in Kauf nehmen will.

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Die Android-Umsetzung von Re-Volt kann, auch trotz der hakeligen Steuerung als durchaus gelungen gewertet werden. Wenn man sich erst mal kurz an die Fahrphysik der Fahrzeuge gewöhnt hat, macht das Spiel genausoviel Spaß wie einst das Original. Die Entscheidung für die In App-Käufe kann man anhand des Kaufpreises zwar durchaus kritisieren, aber immerhin lässt sich das Spiel auch ohne diese komplett durchspielen, sodass man hier ein Auge zudrücken kann.

Re-Volt Classic (Premium) ist im Google Play Store für 3,42 Euro erhältlich. Die App ist 114 MB groß und benötigt mindestens Android 2.3.

Download: Re-Volt Classic (Premium) (3,42€)
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