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Pou: Tamagotchi-Spaß in Haufenform für Android


15.12.2012, 11:30 Uhr

pou

Als ich unlängst den Play Store durchstöberte, fiel mir ein Spiel ins Auge, das – hinter Facebook und WhatsApp – auf Platz 3 der angesagten kostenlosen Apps war, von dem ich aber noch nie gehört hatte: Pou. Die Beschreibung las sich so kurios, dass ich mir das Spiel umgehend installierte. Es folgte eine Überraschung: Die Simulation der Pflege eines Häufleins mit großen Augen ist gut gemacht und spaßig.

Pou ist ein Spiel in der Tradition der in den Neunzigerjahren populären Tamagotchis. Es geht darum, einen kleinen braunen Haufen aufzuziehen und vier Grundbedürfnisse zu befriedigen.

  • Nahrung: durch Fütterung mit unterschiedlich sättigenden und gesunden Nahrungsmitteln
  • Gesundheit: durch Heilungstränke
  • Spaß: durch Minispiele oder Herumwerfen eines Balls
  • Energie: durch Schlafen (Ausschalten einer Lampe)

pou essen achievements

Wer sich um sein Pou kümmert, erhält In-Game-Geld und Erfahrungspunkte. Mit den Erfahrungspunkten erreicht man neue Stufen, auf denen man optische Gimmicks wie Tapeten für die einzelnen Räume, Pou-Accesoires wie Bärte, Hüte, Brillen und Farben freischalten kann. Mit dem In-Game-Geld kann man neben neuen Nahrungsmitteln ebendiese Gimmicks kaufen. Wer nicht genug In-Game-Geld hat, kann dieses auch über den Play Store nachkaufen. Das ist aber zum Spielen nicht notwendig, denn auch mit den Minigames lässt sich dieses Geld „verdienen“.

pou-dreckig-sauber

Wenn das Spiel gerade nicht aktiv hat, macht sich Pou gelegentlich, also alle paar Stunden, bei zunehmenden Bedürfnissen durch eine Android-Benachrichtigung bemerkbar. Die Benachrichtigungen mit ihrem etwas nervigem Schnarch-Sound lassen sich aber auch abschalten. Außerdem sind rudimentäre Social-Features integriert, mit denen man etwa die Pous von Freunden betrachten kann oder in manchen Spielen, etwa 4 gewinnt, gegen andere antreten kann.

pou minispiele

Obwohl der Name, die (Ausgangs-)Farbe und Form des Hauptprotagonisten darauf schließen lassen, ist die Tatsache, dass man einen angedeuteten Exkrementenhaufen hegt und pflegt, nicht mehr als ein Gag. Denn der kleine Kerl ist so abstrakt gezeichnet und so liebevoll animiert, dass er vielmehr Vater- und Mutterinstinkte anspricht als ein etwaiges Faible für Ekelhumor. Benachrichtigungen, Erfahrungspunkte und neue Stufen, das Anpassen von Pou und sein Wachstum zu beobachten sowie die abwechslungsreichen Minigames sind Faktoren, die den Spieler konstant bei der Stange halten, aber nie aufdringlich werden.

pou gesichtsausdrücke

Und so kann man sich dann auch als hartgesottener Redakteur eines Android-Magazins dem Reiz von Pou nicht gänzlich widersetzen. Denn das Spiel ist zum einen sehr niedlich animiert. Wenn man merkt, dass Pou hungrig sein muss, um die gesunden Kirschen essen zu wollen, da er sie sonst verschmäht; wenn man den Ball umherwirft und Pous Augen ihm zufrieden folgen oder wenn man nach einem der zahlreichen Minispiele Pou mit Seife säubern muss, merkt man, dass die russischen Entwickler von Zakeh trotz der simplen Präsentation viel Liebe zum Detail in ihr Spiel gesteckt haben. Das tun sie immer noch, denn Pou erhält regelmäßige Updates im Play Sore, mit denen das Spiel konstant erweitert wird.

Fazit: Pou ist ein wirklich nett aufgemachtes Spiel, bei dem man gerne mal vergisst, wie viel Zeit man schon hinein versenkt hat. Auch für Kinder geeignet.

Download: Pou (kostenlos)
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